Kapuste, Gotthardt

 

* 17. Juni 1894, Reichenbach in Schlesien

+ 19. Mai 1951, Kirchheim-Teck

 

 

Gotthardt Kapuste trat am 25. Januar 1913 als Fahnenjunker in das Niederschlesische Fußartillerie-Regiment Nr. 5 ein. Er besuchte die Kriegsschule Neiße und wurde am 16. Juni 1913 zum Fähnrich und am 20. Mai 1914 zum Leutnant befördert sowie anschließend als Batterie-Offizier eingesetzt. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 2. August 1914 wurde er Beobachtungs-Offizier in seinem Regiment. Am 31. Dezember 1915 wurde er zur Fliegerersatz-Abteilung Hannover kommandiert. Vom 29. Februar bis zum 23. mai 1916 folgte seine Ausbildung zum Flugzeug-Beobachter bei der Fliegerersatz-Abteilung 6 und anschließend sein Einsatz beim Armeeflugpark Süd und bei den Flieger-Abteilungen 220 und 224. Ab dem 10. April 1917 war er Adjutant und FT-Offizier beim Kommandeur der Flieger 4. Am 15. November 1918 wurde er als Adjutant zum Sammellager Potsdam des Grenzschutz-Kommandos Ost versetzt und ab dem 10. August 1919 als Erzieher im Kadettenhaus Neumburg eingesetzt. Am 30. September 1919 kam er dann zur Abwicklungsstelle des Fußartillerie-Regiments 5, bis er am 2. November 1919 beurlaubt und am 31. März 1920 aus dem Militärdienst entlassen wurde. Am 18. Dezember 1920 wurde ihm noch der Charakter als Oberleutnant verliehen.
Am 1. März 1934 trat Gotthardt Kapuste in die neu gegründete Luftwaffe ein. Als Oberleutnant wurde er zum FT-Lehrgang Jüterbog kommandiert  und ab dem 1. Mai 1934 als Nachrichtenlehrer an die Fliegerschule Braunschweig versetzt. Im September 1934 absolvierte er einen Reaktivierungs-Kursus in Schleißheim. Anschließend wurde er ab dem 16. September 1934 als Nachrichten-Offizier ab der Fliegerschule Braunschweig eingesetzt. Hier erfolgte am 1. Oktober seine Beförderung zum Hauptmann. Ab dem 1. Mai 1935 war er Nachrichten-Lehrer an der Fliegerschule Braunschweig und am 1. Juli 1935 wurde er hier zum Major befördert. Ab dem 1. März 1937 war er Staffelkapitän der Aufklärungsfliegerstaffel Prenzlau.  Am 1. August 1937 wurde er dann Kommandeur der Aufklärungsgruppe 122 in Prenzlau sowie Fliegerhorst-Kommandant von Prenzlau. Am 1. Oktober 1937 folgte seine Beförderung zum Oberstleutnant. Am 1. August 1938 wurde Gotthardt Kapuste Offizier z.b.V. im RLM und Ob.d.L. und am 1. November 1938 Kommandeur der Aufklärungsgruppe 121 in Prenzlau sowie Fliegerhorst-Kommandant von Prenzlau. Die Aufklärungsgruppe 121 führte Gotthardt Kapuste während des Polenfeldzuges. Kurz nach Kriegsbeginn, am 14. November 1939, wurde er Kommandeur der Aufklärungsgruppe 22, die im Westen eingesetzt war. Am 1. April 1940 wurde er Kommandeur des Flieger-Ausbildungs-Regiments 32 in Uetersen (ab 1941 Flieger-Regiment 32) und am 1. Juni 1940 beurlaubt. 1941 verlegte er mit dem Regimentsstab nach Rochefort in der Bretagne. Am 1. Dezember 1943 zum Generalmajor befördert, wurde er am 1. November 1944 beurlaubt und am 20. Februar 1945 noch zum Kommandeur der 2. Flieger-Ausbildungs-Division ernannt. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, ais der er 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10847 Hei - Kus
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Rudolf Absolon (Bearb.): Rangliste der Generale der Deutschen Luftwaffe nach dem Stand vom 20. April 1945. Mit einer Stellenbesetzung der Kommandobehörden der Luftwaffe vom 1. März 1945, Dienstalterslisten der Sanitätsoffiziere usw. im Generalsrang sowie Kurzbiographien über den Reichsmarschall und die Generalfeldmarschälle. Podzun-Pallas, Friedberg 1984
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945 Band 2: Habermehl - Nuber. Osnabrück, Biblio Verlag, 1991