Kamecke, Hans

 

* 18. August 1890, Halberstadt

+ 16. Oktober 1943, Kolpen (gef.)

 

Hans Kamecke trat am 22. März 1909 als Fähnrich in das Infanterie-Regiment 26 ein. Am 20. Februar 1910 wurde er zum Leutnant befördert und zog am 2. August 1914 als Zug- und Kompanieführer im Infanterie-Regiment 26 ins Feld. Am 18. Oktober 1915 zum Oberleutnant befördert, wurde er 1917 Ausbildungsoffizier beim Offiziers-Aspiranten-Kursus in Belgien. Am 18. Oktober 1918 folgte die Beförderung zum Hauptmann. 1919 wurde er Kompanieführer in einem Freiwilligen-Regiment. 1920 wurde er aus der Armee entlassen und in die Polizei übernommen. Er kam zur Sicherheitspolizei Berlin und wurde Bereitschaftsführer und Reviervorsteher. Am 4. April 1928 wurde er zum Polizei-Major befördert und im Juni 1929 Lehrer an der Polizeischule Brandenburg. Im November 1931 wurde er in die Polizeiverwaltung Brandenburg versetzt. Am 1. April 1935 zum Polizei-Oberstleutnant befördert, wurde er am gleichen Tag Kommandeur der Polizei-Abteilung Wetzlar. Im Juni 1935 kam er in das preußische Ministerium des Innern und wurde am 15. Oktober 1935 als Oberstleutnant in das Heer übernommen. Er wurde Bataillons-Kommandeur im Infanterie-Regiment 36 und am 1. Oktober 1937 zum Oberst befördert. Am 10. November 1938 wurde er Kommandeur des Grenz-Infanterie-Regiments 124, ab dem 1. September 1939 des Infanterie-Regiments 124. Im Herbst 1941 erkrankte er schwer und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 1. November 1941 zum Generalmajor befördert, wurde er am 22. Dezember 1941 Kommandeur der 137. Infanterie-Division. Am 2. Februar 1942 wurde er schwer verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Nach seiner Genesung wurde er in die Führerreserve versetzt und am 1. Juni 1942 wieder Kommandeur der 137. Infanterie-Division. Am 1. Januar 1943 zum Generalleutnant befördert, ist er am 16. Oktober 1943 bei Kolpen in Rußland gefallen. Posthum wurde er am 27. Oktober 1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Ritterkreuz (27. Oktober 1943)