Kageneck, Erbo Graf von

 

* 2. April 1918, Bonn

† 12. Januar 1942, Mittelmeer (gef.)

 

Erbo Graf von Kageneck trat 1936 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein, wo er am 8. November 1939 zum Leutnant befördert wurde. Als Flugzeugführer wurde er in die I. Gruppe das Jagdgeschwaders 1 versetzt. Am 12. Mai 1940 errang er seinen ersten Luftsieg über einen Blenheim-Bomber, gleich darauf schoss er noch einen zweiten Bomber ab. Über Frankreich errang er insgesamt vier Luftsiege, über England weitere 13. Am 18. Juli 1940 wurde er  Staffelkapitän der 9. Staffel des Jagdgeschwaders 27. Am 1. Oktober 1940 folgte seine Beförderung zum Oberleutnant. Von Juli bis Mitte Oktober war er an der Ostfront eingesetzt, wo er weitere 48 Luftsiege erringen konnte. Am 30. Juli 1941 wurde ihm daraufhin das Ritterkreuz, am 26. Oktober 1941 das Eichenlaub verliehen. Im Dezember 1941 verlegte er mit seiner Staffel nach Nordafrika.  Hier konnte er noch zwei weitere Luftsiege erringen, bevor er am 24. Dezember 1941 über Agedabia abgeschossen wurde. Schwer verletzt wurde er in der Privat-Ju 52 Rommels nach Neapel geflogen, verstarb aber noch auf dem Flug. Insgesamt hatte er 67 Luftsiege errungen.

 

Ritterkreuz (30. Juli 1941) Eichenlaub (26. Oktober 1941)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011