Jansen, Rudolf

 

* 24. September 1876, Düsseldorf

+ 16. Januar 1952, Berlin-Steglitz

 

 

Rudolf Steglitz trat am 15. März 1897 als Fahnenjunker in das Westfälische Fußartillerie-Regiment Nr. 7 ein, in dem er am 18. Oktober 1897 zum Fähnrich, am 18. August 1898 zum Leutnant und am 24. März 1909 zum Oberleutnant befördert wurde. Zusammen mit der Beförderung zum Hauptmann erfolgte seine Versetzung in das Thüringische Fußartillerie-Regiment Nr. 18. Mit diesem Regiment zog er im August 1914 ins Feld und nahm an den Kämpfen an der Westfront teil. Am 6. Oktober 1917 wurde er ins Kriegsministerium in die Abteilung für verbündete Heere versetzt. Am 22. März 1918 zum Major befördert, wurde er am 10. April 1920 in das Heeres-Abwicklungsamt versetzt und am 31. Dezember 1920 aus dem Militärdienst verabschiedet.
Am 14. November 1924 wurde Rudolf Jansen Angestellter im Heereswaffenamt. Am 1. Februar 1931 wurde er zum Oberst a.D. befördert und am 1. Oktober 1933 als L-Offizier* ins Reichswehrministerium übernommen, ab dem 5. März 1935 war er E-Offizier*. Am 1. April 1938 wurde er in den Generalstab des Heeres versetzt. Bei Beginn der deutschen Mobilmachung am 26. August 1939 wurde Rudolf Steglitz in die wissenschaftliche Abteilung des Generalstabes des Heeres versetzt. Am 1. April 1941 wurde er wieder in das aktive Offizierskorps übernommen. Ab dem 1. September 1941 war er Inspekteur der Rüstungsinspektion Ostland. Am 1. November 1941 zum Generalmajor befördert, wurde er am 31. Oktober 1942 aus dem Militärdienst entlassen.

 

*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10847 - Hei – Kar
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor2/JANSEN_RUDOLF.html