Hoffmann, Max
| * 17. Dezember 1883, Gut Karlsberg bei Strasburg in
Westpreußen + 20. Mai 1957, Sigmaringen |
Max Hoffmann trat am 1. April 1902 als Fahnenjunker in das Großherzoglich Mecklenburgische Jäger-Bataillon Nr. 14 in Colmar ein. In diesem Regiment wurde er am 18. Oktober 1902 zum Fähnrich, am 18. August 1903 zum Leutnant und am 18. August 1911 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1912 wurde er in das 3. Ober-Elsässische Infanterie-Regiment Nr. 172 versetzt. Ab dem 1. Dezember 1913 diente er als Lehrer beim MG-Kursus. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Max Hoffmann Führer des MG-Zuges des 3. Ober-Elsässischen Infanterie-Regiment Nr. 172, mit dem er ins Feld zog. Das Regiment wurde vorerst zum Grenzschutz gegen Frankreich in Süddeutschland eingesetzt und kämpfte dann in den Vogesen und in Lothringen. Im November 1914 beteiligte sich das Regiment an der Schlacht bei Ypern. Von Dezember 1914 an lag das Regiment dann in Stellungskämpfen an der Yser. Am 8. November 1914 zum Hauptmann befördert, wurde er am 6. Januar 1915 Führer der 2. Ersatz-MG-Kompanie. Am 21. Dezember 1915 geriet Max Hoffmann an der Yser in französische Kriegsgefangenschaft. Am 1. August 1919 kehrte er aus der französischen Gefangenschaft nach Deutschland zurück, wo er am 20. September 1919 Führer der Radfahr-Kompanie im Jäger-Bataillon 17 wurde. Ab dem 21. Januar 1920 war er Kommandant des Stabsquartiers der Reichswehr-Brigade 9 in Schwerin, bis er am 1. Oktober 1920 Chef der 2. Kompanie des Reichswehr-Infanterie-Regiments 6 wurde, die ebenfalls in Schwerin stationiert war. Am 1. Oktober 1921 wurde er in den Stab des I. Bataillons des Regiments versetzt und ab dem 1. Januar 1922 wieder als Kompaniechef eingesetzt. Am 1. August 1925 wurde er zum Major befördert. Ab dem 1. Februar 1926 war er Fürsorge-Offizier beim Stab des Reiter-Regiments 18 in Stuttgart - Cannstatt. Am 1. April 1929 wurde er dann Kommandeur des Ausbildungs-Bataillons des Infanterie-Regiments 14, wo er am 1. Februar 1930 zum Oberstleutnant befördert wurde. Ab dem 1. Februar 1931 fungierte er als Kommandant des Truppenübungsplatzes Münsingen, bis er am 30. September 1932 mit dem Charakter als Oberst verabschiedet wurde.
Am 1. Oktober 1933 wurde Max Hoffmann in das L-Offizierskorps* aufgenommen und Kommandeur des Wehrbezirks-Kommandos Biberach. Am 5. März 1935 folgte die Übernahme in das E-Offizierskorps* und am 1. Oktober 1935 die Ernennung zum Kommandeur des Wehrbezirks-Kommandos Sigmaringen. Hier erfolgte am 1. Januar 1937 die Beförderung zum Oberst. Am 30. Mai 1940 wurde er zum Kommandanten von Stuttgart ernannt und am 1. Juni 1941 in das aktive Offizierskorps übernommen. Am 1. Januar 1942 folgte seine Beförderung zum Generalmajor. Am 31. Mai 1942 in die Führerreserve versetzt, wurde Max Hoffmann am 15. Oktober 1942 zum Kommandeur der Kriegsgefangenen im Wehrkreis II ernannt. Am 1. April 1944 erneut in die Führerreserve versetzt, wurde er am 31. Juli 1944 verabschiedet. Bei Kriegsende geriet er nicht in Gefangenschaft.
*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10847 Hei - Kar
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/HOFFMANN_MAX.html
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953 [Nachdruck der Ausgabe von 1939].