Furbach, Heinz

 

* 27. September 1895, Karlshof im Kreis Schlochau

+ 23. Oktober 1968, München

 

 

Heinz Furbach trat am 10. August 1914 vom Kadettenkorps kommend als Leutnant in das 5. Garde-Grenadier-Regiment zu Fuß ein, zu dem er am 1. September 1914 ins Feld kam. Bereits am 20. November 1914 verwundet, wurde er am 15. Januar 1915 in das Ersatz-Bataillon des 5. Garde-Grenadier-Regiment zu Fuß versetzt. Bereits am 16. Januar 1915 kehrte er an die Front zurück, wo er ab dem 10. Februar 1915 als Bataillonsführer eingesetzt wurde. Am 5. August 1915 erneut verwundet, kehrte er erst am 16. Januar 1916 als Bataillonskommandeur zu seinem Regiment zurück. Ab dem 20. Oktober 1917 diente er als stellvertretender Regimentsadjutant und ab dem 25. Februar 1918 wieder als Kompanieführer sowie ab dem 19. Mai 1918 als stellvertretender MG-Offizier. Am 26. April 1918 war er mit dem Ritterkreuz des königlichen Hausordens v. Hohenzollern mit Schwertern verliehen wordn.  Ab dem 5. August 1918 war er Regiments-Adjutant und ab dem 21. November 1918 Führer der MG-Kompanie seines Regiments. Ab dem 21. Februar 1919 war er Zugführer im Freiwilligen-Bataillon des 5. Garde-Grenadier-Regiments im Rahmen des Freikorps Hindenburg und ab dem 13. Januar 1920 Adjutant des Bataillons. Am 1. Mai 1920 in die Reichswehr übernommen, wurde er als Hilfs-Offizier in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 102 versetzt. Am 1. Oktober 1920 kam er in das Infanterie-Regiment 4, in dem er am 1. Oktober 1924 in die 4. (MG-) Kompanie versetzt und einen Monat später zum Oberleutnant befördert wurde.  Am 1. April 1929 folgte die Beförderung zum Hauptmann und die Verwendung im Stab des Ausbildungs-Bataillons des Infanterie-Regiments 4. Am 1. Oktober 1929 wurde er dann Chef der 8. (MG-9 Kompanie, am 1. September 1934 Chef der 12. (MG-) Kompanie und am 1. Oktober 1934 Chef der 12. (MG-) Kompanie des Infanterie-Regiments Kolberg. Am 1. August 1935 zum Major befördert, war er ab dem 15. Oktober 1935 als Lehrer für Taktik, Geländekunde und Kriegsgeschichte an der Kriegsschule München eingesetzt. Hier wurde er am 1. April 1938 zum Oberstleutnant befördert. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er am 26. Oktober 1939 in die Führerreserve des OKH versetzt und am 10. Januar 1940 Kommandeur des MG-Bataillons 7. Am 24. Mai 1940 erneut in die Führerreserve versetzt, war er ab dem 10. Juli 1940 Leiter der Personal-Abteilung der Feldzeug-Inspektion beim OKH. Am 1. April 1941 zum Oberst befördert, war er ab dem 20. Mai 1941 erneut der Führerreserve des OKH zugeteilt und zugleich Sachbearbeiter bei der Inspektion des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres. Am 1. Mai 1942 übernahm er das Kommando über das Infanterie-Regiment 58. Für die Leistungen des Regiments wurde ihm am 4. Oktober 1942 das Ritterkreuz verliehen. Am 15. März 1943 musste er das Kommando krankheitsbedingt abgeben. Ab dem 1. Juni 1943 führte er vertretungsweise die 97. Jäger-Division und ab dem 1. November 1943 stellvertretend die 331. Infanterie-Division. Am dem 27. Januar 1944 führte er dann die Schatten-Division "Wahn", die am 16. März 1944 in die 331. Infanterie-Division eingegliedert wurde, woraufhin Heinz Furbach Kommandeur der 331. Infanterie-Division wurde. Am 25. Juli 1944 musste er das Kommando wegen einer Krankheit erneut abgeben. Am 25. Februar 1945 wurde er dann noch Beisitzer beim Reichskriegsgericht. Am 30. April 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 13. Mai 1947 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (4. Oktober 1942)

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/
Dermont Bradley - Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale des Heeres 1921-1945 - Band 4: Fleck - Gyldenfeldt Biblio-Verlag 1999
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/FURBACH_HEINZ.html
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953