Freytag, Walter

 

* 4. August 1893, Hasselburg im Kreis Gardelegen

+ 16. Januar 1979, Göttingen

 

 

Wolfgang Freytag trat am 1. September 1914 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment Prinz Louis Ferdinand von Preußen (2. Magdeburgisches) Nr. 27 ein, in dem er am 15. November 1914 zum Fahnenjunker-Gefreiten, am 17. November 1914 zum Fahnenjunker-Unteroffizier, am 30. März 1915 zum Fähnrich und am 22. Mai 1915 zum Leutnant befördert wurde. Ab dem 1. Januar 19167 war er Kompanieführer in seinem Regiment, in dem er während des Ersten Weltkrieges durchgehend an der Westfront kämpfte. Am 26. Dezember 1918 wechselte er als Freiwilliger in das Freiwilligen-Landesjäger-Korps unter General Märker, in dem er als Kompanieführer diente. Am 1. Oktober 1920 wurde er in die Reichswehr übernommen und Zugführer im Infanterie-Regiment 32. Ab dem 1. Januar 1921 diente er als Zugführer im Infanterie-Regiment 12. In dieser Position wurde er am 1. April 1925 zum Oberleutnant und am 1. Juni 1936 zum Hauptmann befördert. Ab dem 1. Oktober 1931 war er Hauptmann beim Stab des Ausbildungs-Bataillons des Regiments und ab dem 1. Oktober 1933 Kompaniechef. Ab dem 1. Oktober 1934 war er Schwadron-Chef bei der Fahr-Abteilung Brandenburg, bis er am 1. April 1935 in die Luftwaffe übertrat und Batteriechef in der Flak-Abteilung Brandenburg (ab dem 1. Oktober 1935 Flak-Regiment 22) wurde. Am 1. März 1936 wurde er zum Major befördert und am 1. April 1936 Abteilungs-Kommandeur im Flak-Regiment 26. Am 15. November 1938 wurde er Abteilungs-Kommandeur im Flak-Regiment 43. Am 1. Februar 1939 zum Oberstleutnant befördert, übernahm Wolfgang Freytag am 8. Oktober 1939 das Kommando über das Flak-Regiment 111. Der Regimentsstab fungierte nacheinander als Flakgruppe Münster, Flakgruppe Lübeck, Flakgruppe Aalborg und Flakgruppe Amsterdam. Am 8. August 1940 übernahm Wolfgang Freytag das Kommando über das Flak-Regiment 181 in Würzburg. Bereits am 8. September 1940 wurde er Kommandeur des Flak-Regiments 43 in Dessau und am 1. Januar 1941 folgte die Beförderung zum Oberst. Am 28. Juni 1941 übernahm er dann das Kommando über das Flak-Regiment 153 an der Ostfront und am 21. Dezember 1942 des Flak-Regiments 8. Am 5. Oktober 1942 war ihm das Deutsche Kreuz in Gold verliehen worden. Am 21. Dezember 1942 übernahm Oberst Freytag dann das Kommando über die Flak-Brigade XIII in Finnland und am 20. Dezember 1944 wurde er schließlich noch Kommandant des Flakschießplatzes Büsum. Bei Kriegsende geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er am 1. Juli 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/19845
Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935 - 1945 Band 1 Abernetty - v. Gyldenfeldt Biblio-Verlag Osnabrück 1990
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/FREYTAG_WOLFGANG.html
Absolon, Rudolf, (Bearb.), Rangliste der Generale der Deutschen Luftwaffe nach dem Stand vom 20. April 1945. Mit einer Stellenbesetzung der Kommandobehörden der Luftwaffe vom 1. März 1945, Dienstalterslisten der Sanitätsoffiziere usw. im Generalsrang sowie Kurzbiographien über den Reichsmarschall und die Generalfeldmarschälle. (Friedberg, Podzun-Pallas, 1984)
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.