Förster, Hans-Joachim

 

* 20. Februar 1920, Gross-Köris bei Teltow

+ 24. Februar 1945, westl. d. engl. Kanals (gef.)

 

Hans-Joachim Förster trat am 1. Oktober 1938 als Seeoffiziersanwärter in die Kriegsmarine ein und machte seine Grundausbildung bei der 7. Schiff-Stamm-Abteilung Stralsund. Am 28. Februar 1939 wurde er zur Bordausbildung auf das Schulschiff SSS Albert Leo Schlageter und am 1. Juli 1939 auf den leichten Kreuzer Emden versetzt. Am 1. Juli 1939 wurde er zum Seekadetten befördert und am 13. September in die 4. Kompanie der III. M.L.A. versetzt. Ab dem 15. Oktober 1939 absolvierte er den Hauptlehrgang für Fähnriche bei der 2. Kompanie der Marineschule Flensburg-Mürwik. Am 1. Dezember 1939 wurde er zum Fähnrich zur See befördert und am 1. März 1940 zum Torpedolehrgang für Fähnriche zur 4. Kompanie der Torpedoschule Flensburg-Mürwik kommandiert. Am 1. Mai 1940 wurde er auf das Minenräumschiff 11 versetzt. Am 1. August 1940 zum Oberfähnrich zur See befördert, wurde er ab September 1940 zum Seebeobachter ausgebildet und im Dezember 1940 Zugoffizier bei der Zerstörer- und Torpedoboots-Stamm-Abteilung Swinemünde. Am 1. April 1941 folgte die Beförderung zum Leutnant zur See. Am 25. Juni 1941 wurde er dann III. WO auf dem neuen Zerstörer Z-29 und am 2. Dezember 1941 II. WO auf dem Zerstörer. Am 3. Juli 1942 wurde er zur U-Boots-Ausbildung zur 2. Unterseeboots-Lehr-Division versetzt und am 28. Dezember 1942 I. WO auf U 380. Mit diesem Boot absolvierte er drei Feindfahrten und wurde am 1. April 1943 zum Oberleutnant zur See befördert. Am 1. Juni 1943 wurde er zum Kommandanten-Schießlehrgang zur 24. Unterseeboots-Flottille kommandiert und am 20. August 1943 zur Baubelehrung von U 480 nach Kiel kommandiert. Am 6. Oktober 1943 wurde er Kommandant von U 480. Die erste Feindfahrt dauerte vom 18. Mai bis 7. Juli 1944, ohne dass ein Schiff versenkt werden konnte. Allerdings konnte eine Catalina abgeschossen werden. Die zweite Feindfahrt dauerte vom 3. August bis 4. Oktober 1944. Auf dieser Fahrt konnten zwei Schiffe mit 12.846 brt, eine Korvette und ein Minensucher versenkt werden. Am 12. September 1944 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold und am 18. Oktober 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Die dritte Feindfahrt dauerte vom 6. Januar bis 24. Februar 1945. Auf dieser Fahrt wurden keine Schiffe versenkt. U 480 wurde auf dieser Fahrt zwischen dem 18. und 24. Februar 1945 westlich des englischen Kanals in ein britisches Minenfeld geraten und gesunken. Insgesamt konnte Hans-Joachim Förster vier Schiffe mit 14.621 brt versenken.

 

Ritterkreuz (18. Oktober 1944)