Fleige, Karl

 

* 5. September 1905, Hildesheim

+ 16. Februar 1975, Erzhausen bei Aurich

 

Karl Fleige trat am 1. Oktober 1924 als Rekrut in die Küstenwehrabteilung V ein und kam am 27. September 1925 zur Bordausbildung auf den kleinen Kreuzer Nymphe. Am 14. Mai 1926 wurde er Signalschüler an der Torpedo- und Nachrichtenschule Flensburg-Mürwik. Am 15. August 1926 wurde er in die 3. Kompanie der I. Schiff-Stamm-Abteilung der Ostsee nach Stralsund versetzt und am 24. September 1926 Signalgast in der II. Torpedobootshalbflottille. Am 1. Mai 1927 zum Obersignalgast befördert, wurde er am 30. September 1928 Signalgast auf dem kleinen Kreuzer Nymphe. Am 1. Oktober 1928 zum Signalgefreiten befördert, wurde er am 17. April 1939 Signalgast auf dem leichten Kreuzer Königsberg. Am 28. September 1930 wurde er auf den Unteroffizierslehrgang bei der Marineschule Kommandiert, am 1. Oktober 1930 zum Obersignalgefreiten befördert und am 8. April 1931 Signalmaat-Schüler an der Torpedo- und Nachrichtenschule Flensburg-Mürwik. Am 10. August 1931 wurde er Signalgast auf dem Linienschiff Hessen und am 6. November 1931 Signalgast an der Marine-Signalstelle Arcona. Am 22. Dezember 1931 kehrte er als Signalgast auf das Linienschiff Hessen zurück. Am 1. Juli 1934 wurde er zum Obersignalmaaten befördert und am 27. September 1934 Signalmaat auf der SSS Gorch Fock. Ab September 1936 wurde er zum Steuermann ausgebildet und am 1. Oktober 1937 zum Obersteuermann befördert. Am 21. Januar 1938 wurde er Obersteuermann auf dem Minensucher M 129 und am 29. Mai 1938 Obersteuermann auf U 20. Am 1. November 1938 wurde er zum Stabssteuermann befördert. Mit dem Boot fuhr er bis Ende März 1940 acht Feindfahrten. Am 23. April 1940 wurde er zur Baubelehrung nach Bremen kommandiert und am 30. Mai 1940 Obersteuermann auf U 123. Am 1. Oktober 1940 zum Stabsobersteuermann befördert, fuhr er auf U 123 fünf Feindfahrten. Am 29. August 1941 wurde er Flottillensteuermann bei der 5. U-Flottille und am 1. April 1942 zum Leutnant zur See befördert. Am 27. April 1942 wurde er zum U.T.O.-Lehrgang an die Marine-Schule Mürwik kommandiert und vom 16. Juli bis 16. August 1942 absolvierte er den Kommandanten-Schießlehrgang. Am 1. Oktober 1942 zum Oberleutnant zur See befördert, wurde er am 3. Dezember 1942 Kommandant von U 18 im Schwarzen Meer. Seine erste Feindfahrt fuhr er vom 26. Mai bis 9. Juni 1943, ohne ein Schiff zu versenken. Die zweite Feindfahrt dauerte vom 16. Juni bis 22. Juli 1943. Auf dieser Fahrt konnten zwei Schife mit 5.961 brt versenkt werden. Die dritte Feindfahrt dauerte vom 21. August bis 24. September 1943. Es konnte ein Hilfsminensuchboot versenkt werden. Am 8. Oktober 1943 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Die vierte Feindfahrt dauerte vom 27. Oktober bis 24. November 1943. Dabei wurde ein Schiff mit 7.745 brt torpediert. Die fünfte Feindfahrt fuhr er vom 29. Januar bis 29. Februar 1944. Dabei wurden keine Erfolge errungen. Die sechste Feindfahrt dauerte vom 25. März bis 27. April 1944. Wieder wurden keine Erfolge erzielt. Am 18. Juli 1944 wurde er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Die siebte Feindfahrt dauerte vom 24. Juli bis 16. August 1944. Es wurden keine Schiffe versenkt. Am 25. August 1944 wurde U 18 in Konstanza durch Fliegerbomben schwer beschädigt und dann selbst versenkt. Am 12. Dezember 1944 wurde er Lehrer bei der 24. Unterseebootsflottille und am 11. Januar 1945 bei der 1. Unterseeboots-Lehr-Division. Am 1. April 1945 wurde er zum Kapitänleutnant befördert und am 4. Mai 1945 noch Kommandant von U 471, mit dem er keine Feindfahrt mehr fuhr, da das Boot bei der Germainawerft gesprengt worden war. Am 8. Mai 1945 geriet er in Gefangenschaft, aus der er am 1. August 1945 entlassen wurde.

Insgesamt versenkte Karl Fleige drei Schiffe mit 6.091 brt und beschädigte zwei weitere mit 7.801 brt.

 

Ritterkreuz (18. Juli 1944)