Fitzau, Erich-Erdmann

 

* 31. Mai 1896, Köthen

+ 7. Oktober 1955, Ebersteinburg bei Baden-Baden

 

 

Erich-Erdmann Fitzau trat am 12. August 1914 in das 1. Hannoversche Infanterie-Regiment Nr. 74 ein, in dem er am 4. Oktober 1914 zum Leutnant und ab dem 12. Oktober 1914 als Kompanieführer eingesetzt wurde. In der Zeit vom 15. Dezember 1915 bis zum 7. Februar 1916 absolvierte er eine Beobachter-Ausbildung beim Armeeflugpark 7 bzw. beim Versuchspark West. Nach dieser Ausbildung wurde er als Beobachter bei der Flieger-Abteilung 95 eingesetzt. Zwischen dem 17. Oktober und dem 9. Dezember absolvierte er eine Flugzeugführer-Ausbildung bei der Fliegerersatz-Abteilung 9. Anschließend war er Flugzeugführer bei der Flieger-Abteilung A 268 und ab dem 3. April 1917 bei der Flieger-Abteilung 40. Ab dem 7. Dezember 1917 war er dann Lehrer ab der Beobachterschule West, bis er am 28. April 1918 als Flugzeugführer bei der Flieger-Abteilung 261 an die Front zurück kehrte. Am 9. Februar 1919 wurde Erich-Erdmann Fitzau dann als Flugzeugführer in die Flieger-Abteilung 423 und am 30. Juli 1919 zur Fliegerersatztruppe im Lager Ohrdruf versetzt. Am 26. August 1919 wurde er in die vorläufige Reichswehr übernommen und Zugführer in der Radfahr-Kompanie des Reichswehr-Jäger-Bataillons V/32. Ab dem 15. Juni 1920 wurde er beurlaubt, um in die Polizei-Abteilung Berlin-Charlottenburg einzutreten. Am 30. September 1920 wurde er offiziell aus dem Militärdienst entlassen. Bei der Polizei in Berlin wurde er ab dem 27. Juli 1920 als Ordonnanz-Offizier eingesetzt. Am 2. Oktober 1922 übernahm er die stellvertretende Führung der 3. Bereitschaft der Polizei-Abteilung Berlin-Charlottenburg. Am 1. April 1923 wurde er Hilfsreferent für Personal und Waffen bei der Polizei-Abteilung Berlin-Zehlendorf. Im Juli 1924 kam er dann als Bereitschaftsoffizier und stellvertretender Bereitschaftsführer der 1. Bereitschaft der Polizei-Inspektion Berlin-Zehlendorf. Am 30. Juni 1926 wurde er zum Polizei-Hauptmann befördert und Führer der 2. Bereitschaft der Polizei-Inspektion West in Berlin. Es folgten weitere Verwendungen als Führer von Berliner Polizei-Bereitschaften und ab dem 21. Juni 1934 die Verwendung als Lehrer an der Höheren Landespolizei-Schule Eiche, wo er am 1. April 1935 zum Polizei-Major befördert wurde. Am 1. September 1935 wurde er in die Luftwaffe übernommen und als Lehrer bei den Luftkriegsschul-Lehrgängen Eiche eingesetzt. Am 1. Mai 1936 wurde er Offizier z.b.V. des RLM und Ob.d.L. und am 1. Juli 1936 Staffelkapitän in der I. Gruppe des Kampfgeschwaders 153 in Merseburg. Am 1. März 1937 wurde er Kommandeur dieser Gruppe und Fliegerhorst-Kommandant Merseburg. Am 1. Oktober 1937 folgte hier die Beförderung zum Oberstleutnant. Am 1. April 1939 wurde er dann in den Stab der 1. Flieger-Division versetzt und am 18. September 1939 z.V. des Flieger-Ergänzungs-Bataillons 21. Am 3. Oktober 1939 folgte die Versetzung in den Stab des I. Fliegerkorps versetzt und hier am 1. Januar 1940 zum Oberst befördert. Am 5. August 1940 wurde er Kommandeur der Annahmestelle 4 für Offiziersbewerber der Luftwaffe. Am 5. Juni 1941 wurde Erich-Erdmann Fitzau bei einem PKW-Unfall schwer verletzt, so dass er in das Luftwaffen-Lazarett Wien eingeliefert werden musste. Nach seiner Genesung wurde er am 29. November 1941 Referent im Reichsluftfahrtministerium und 1942 Kommandeur der Luftkriegsschule 9. Ab dem 2. November 1943 war er Flughafenbereichs-Kommandant in Finnland, wo er am 1. März 1944 zum Generalmajor befördert wurde. Am 12. März 1945 wurde er dann noch Kommandeur der Leitstelle des Auffangkommandos West beim Luftgau-Kommando V. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 1. März 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/19845
Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935 - 1945 Band 1 Abernetty - v. Gyldenfeldt Biblio-Verlag Osnabrück 1990
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/FITZAU_ERICH.html