Felmy, Gerhard

 

* 12. Dezember 1891, Berlin

+ 8. Dezember 1955, Dreieichenhain

 

 

Gerhard Felmy trat am 22. März 1909 aus dem Kadettenkorps kommend als chargierter Fähnrich in das Infanterie-Regiment "von der Marwitz" (8. Pommersches) Nr. 61 der Preußischen Armee ein. Am 21. Dezember 1909 erhielt er das Patent zu seinem Dienstgrad und wurde am 22. August 1910 zum Leutnant befördert. In seinem Regiment wurde er als Kompanie-Offizier und Bataillons-Adjutant eingesetzt. Am 1. Februar 1914 wurde er zur Pilotenausbildung auf die Pilotenschule nach Gotha kommandiert. und kehrte anschließend in sein Regiment zurück. Am 2. August 1914 schied er aus dem Militärdienst aus.
Am 1. März 1915 reaktiviert, absolvierte er eine Flieger-Ausbildung beim 1. Flieger-Ersatz-Bataillon und bei der Flugschule Niederneudorf. Am 27. Januar 1915 kam er dann als Flugzeugführer zur Feld-Flieger-Abteilung 51 und am 15. Dezember 1915 zur Jagdeinsitzerstaffel 1, bis er am 1. Januar 1916 zur Feld-Flieger-Abteilung 51 zurückkehrte. Am 18. September 1916 wurde er dann als Flugzeugführer in die Flieger-Abteilung 330 "Pascha" versetzt und an der Palästinafront eingesetzt. Für seine Leistungen erhielt Felmy neben beiden Klassen des Eisernen Kreuzes am 31. Mai 1917 auch das Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern. Am 16. August 1917 kehrte er nach Deutschland zurück. Am 9. Januar 1918 kehrte er dann als Chef der 2. Staffel der Flieger-Abteilung 300 "Pascha" nach Palästina zurück. Am 8. Mai kehrte er schließlich endgültig nach Deutschland zurück und wurde dort der 14. Flieger-Ersatz-Abteilung, ab dem 2. Juni 1918 der 9. Flieger-Ersatz-Abteilung zugeteilt. Ab dem 2. Juni 1918 war er zudem Kommandeur der Fliegerschule Hagenau. Am 17. April 1919 wurde er schließlich mit dem Charakter als Hauptmann aus dem Militärdienst entlassen.
Nach dem Ausscheiden aus dem Militärdienst trat er als Polizei-Oberleutnant in die Ordnungs-Polizei von Mecklenburg in Schwerin ein. Am 1. April 1920 wurde er hier zum Polizei-Oberleutnant und am 1. Oktober 1923 zum Polizei-Hauptmann befördert. Am 30. September 1924 schied er dann aus dem Militärdienst aus. Im Anschluß wurde er Fluglehrer bei der Flugschule Bornemann in Staaken. Am 22. März 1925 wurde er als Pilot bei der Forma Aerolloyd und ab dem 1. Januar 1926 bei der Deutschen Lufthansa angestellt. Am 1. Mai 1934 trat er dann als Major in den Stab der Fliegerschule Cottbus ein. Zwischen dem 2. Februar und dem 30. März 1935 absolvierte er einen Infanterie-Kursus auf dem Truppenübungsplatz Königsbrück, um am 1. April 1935 Kommandeur der Fliegerschule Cottbus zu werden. Am 1. Mai 1935 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Am 1. Juli 1938 wurde er in den Stab des Luftkreis-Kommando XII versetzt und dort am 1. Oktober 1938 zum Oberst befördert. 1940 wurde er Flughafen-Bereichs-Kommandant von Thorn. 1944 folgte dann seine Ernennung zum Armee-Nachschubführer der Fallschirm-Armee. Am 30. Januar 1945 noch zum Generalmajor befördert, geriet er bei Kriegsende in Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/19845
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945. Habermehl-Nuber, Biblio, Osnabrück 1991
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/FELMY_GERHARD.html
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953