Fanger, Paul

 

* 11. April 1889, Schöningen in Braunschweig

† 15. April 1945, Schöningen in Braunschweig (gefallen)

 

 

Paul Fanger trat am 1. April 1908 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Nach seiner Grundausbildung absolvierte er seine Bordausbildung auf dem Großen Kreuzer SMS Freya. Ab dem 1. April 1909 besuchte er die Marineschule in Mürwik, wo er am 10. April 1909 zum Fähnrich zur See befördert wurde. Ab dem 29. September 1910 wurde er als Divisionsoffizier auf dem Linienschiff SMS Elsaß eingesetzt. Am 3. September 1911 folgte seine Versetzung auf das Linienschiff SMS Deutschland, wo er als Adjutant und Wachoffizier eingesetzt wurde. Am 27. September 1911 wurde er hier zudem zum Leutnant zur See befördert. Auf SMS Deutschland nahm Paul Fanger an der Skagerrakschlacht teil. Am 31. August 1916 verließ er SMS Deutschland und wurde der I. Marine-Inspektion zugeteilt. Am 1. November 1916 folgte seine Versetzung auf den Großen Kreuzer SMS Moltke, auf dem er als Wach- und Artillerieoffizier diente. Am 28. April 1918 wurde er zum Kapitänleutnant befördert. Auf dem Schiff diente er bis Kriegsende und bis das Schiff in Scapa Flow interniert wurde. Im Dezember 1918 kehrte er aus Scapa Flow zurück wund wurde im Stab der Marine-Division Kiel verwandt. Am 14. Juli 1919 wurde er dann als Adjutant und Platzmajor zur Kommandantur Kiel versetzt. Ab dem 16. September 1920 war er Kompanieführer bei der Küstenwehrabteilung Pillau, bis er am 27. November 1920 zum Schiffsstamm des Linienschiffs Hannover versetzt wurde. Ab dem 10. Februar 1921 fungierte er als 2. Artillerieoffizier auf dem Linienschiff. Am 29. März 1921 wurde Paul Fanger zur Verfügung des Chefs der Marinestation der Ostsee gestellt und am 18. Mai 1921 Lehrer an der Schiffsartillerieschule. Am 15. Dezember 1924 wurde er dann in den Schiffsstamm des Linienschiffs Hessen versetzt und ab dem 15. Februar 1925 als 2. Artillerie-Offizier auf dem Linienschiff eingesetzt. Ab dem 15. Oktober 1925 fungierte er als 1. Artillerieoffizier auf dem Kreuzer Emden. Am 1. Oktober 1926 wurde er als Referent in den Stab der Inspektion der Marineartillerie versetzt, wo er am 1. April 1927 zum Korvettenkapitän befördert wurde. Am 3. Januar 1929 wechselte er als Referent in der Waffenabteilung zur Marineleitung. Am 14. Juli 1932 erfolgte seine Ernennung zum Kommandanten des Artillerieschulschiffs Bremse. Am 1. Oktober 1932 zum Fregattenkapitän befördert, kehrte Paul Fanger als Kommandeur an die Schiffsartillerieschule zurück. Hier wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kapitän zur See befördert. Am 30. September 1935 wurde er zweiter Kommandant des Panzerschiffs "Deutschland". Ab dem 30. September 1937 fungierte er als Kommandant der Befestigungen von Ostfriesland. Am 1. Oktober 1938 folgte seine Beförderung zum Konteradmiral. Ab dem 17. Januar 1940 war er Chef des Artilleriewaffenamtes im Marinewaffenhauptamt. Hier erfolgte am 1. Dezember 1940 seine Beförderung zum Vizeadmiral und am 1. Dezember 1942 zum Admiral. Ab dem 4. März 1943 stand er zur Verfügung des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, bis er am 31. Mai 1943 aus dem Militärdienst entlassen wurde. Ab dem 1. Juni 1943 war er zur Verfügung der Marine gestellt und Inspekteur der Küsten- und Schiffsartillerie beim Marineoberkommando Norwegen. Im Februar 1945 wurde er schließlich noch stellvertretender Kommandant der Seeverteidigung Molde. Am 15. April 1945 ist er in seinem Geburtsort Schöningen gefallen.

 

Literatur und Quellen:

Hans H. Hildebrand und Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849 - 1945 Band 1: A - G, Biblio Verlag, Osnabrück 1988
Beck (Bearb.), Paßmann (Hg.): Kriegsrangliste der Intendanturbeamten des Heeres, der Marine und der Schutztruppen. Ostsee-Druck und Verlag A.G., Stettin 1929.
Ehrenrangliste der Kaiserlichen Deutschen Marine 1914–18.bearbeitet von Konteradmiral a. D. Stoelzel, Marine-Offizier-Verband, Berlin