Enke, Gustav

 

* 21. Juni 1889, Siebigerode im Harz

+ 13. Februar 1954, Lübeck

 

 

Gustav Enke trat am 9. Oktober 1908 als Freiwilliger in das 3. Magdeburgische Infanterie-Regiment Nr. 66 ein, wo er am 1. Oktober 1909 zum Gefreiten, am 1. Oktober 1910 zum Unteroffizier und am 9. April 1914 zum Sergeant befördert. Mit dem Regiment zog er im August 1914 ins Feld. Am 12. März 1915 wurde er in die Radfahr-Kompanie 52 versetzt, in dem er die nächsten drei Jahre diente und in dem er am 14. März 1915 zum Feldwebel und am 11. März 1917 zum Offiziers-Stellvertreter befördert wurde. Ab dem 13. Dezember 1918 diente er dann im Garde-Schützen-Bataillon, bis er am 1. Februar 1919 in das 3. Magdeburgische Infanterie-Regiment Nr. 66 zurück kehrte. Am 1. November 1919 wurde er in die Reichswehr übernommen und in das Reichswehr-Schützen-Regiment 7 versetzt. Am 21. Mai 1920 folgte die Versetzung in das Reichswehr-Schützen-Regiment 8, in dem er am 17. Oktober 1920 zum Leutnant befördert wurde. Von Mai bis Dezember 1920 war er an die Waffenschule Wünsdorf kommandiert. Am 1. Januar 1921 wurde er mit Wirkung zum 1. Oktober 1920 in das Infanterie-Regiment 12 versetzt. Am 1. Februar 1925 zum Oberleutnant befördert, wurde er am 22. Juli 1925 in den Stab der Kommandantur des Truppenübungsplatzes Münsingen und kehrte am 1. Juni 1929 zum Infanterie-Regiment 12 zurück. Am 1. Mai 1929 war er zum Hauptmann befördert worden. Am 1. November 1929 kam er in den Stab des I. Bataillons und ab dem 1. Oktober 1930 war er Kompaniechef in seinem Regiment. Bei der Teilung des Regiments am 1. Oktober 1934 wurde er Kompaniechef im Infanterie-Regiment Crossen und am 12. Mai 1935 Hauptmann beim Stab des Regiments. Hier wurde er am 1. August 1935 zum Major befördert und am 15. Oktober 1935 Kommandeur des I. Bataillons des jetzt in Infanterie-Regiment 50 umbenannten Regiments. Am 1. April 1938 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant und am 15. Juli 1939 die Versetzung zur Heeres-Unteroffiziers-Schule in Treptow / Rega. Am 20. April 1941 wurde er dann zum Oberst befördert. Am 1. Juli 1943 in die Führerreserve versetzt, wurde er am 20. Oktober 1943 Kommandeur des Luftwaffen-Jäger-Regiments 21. Dieses Regiment führte er bis zum 13. September 1944. An diesem Tag mußte er das Kommando wegen einer Malaria-Erkrankung abgeben, um in ein Lazarett eingeliefert zu werden. Nach seiner Genesung wurde er in die Führerreserve versetzt. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft,

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/ENKE_GUSTAV.html