Engelhardt, Alfred

 

* 9. Oktober 1891, Kitzingen in Unterfranken

+ 29. November 1974, Würzburg

 

 

Alfred Engelhardt trat am 16. Juli 1912 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment von Horn (3. Rheinisches) Nr. 29 ein, wo er am 1. Oktober 1912 zum Fahnenjunker-Gefreiten, am 23. November 1912 zum Fahnenjunker-Unteroffizier, am 22. März 1913 zum Fähnrich und am 17. Februar 1914 zum Leutnant befördert wurde. Mit dem Infanterie-Regiment von Horn (3. Rheinisches) Nr. 29 zog er im August 1914 ins Feld. Bereits am 26. September 1914 wurde er an der Front verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Nach seiner Genesung wurde er am 21. Februar 1915 in das Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiment von Horn (3. Rheinisches) Nr. 29 versetzt. Hier wurde er als Ausbildungs-Offizier zum Kursus für Fahnenjunker in Döberitz kommandiert. Am 19. Oktober 1915 kehrte er als Kompanieführer beim Landwehr-Infanterie-Regiment 630 an die Front zurück. Ab dem 27. Oktober 1916 diente er als Regimentsadjutant im Infanterie-Regiment 437, wo er am 18. April 1917 zum Oberleutnant befördert wurde. Am 1. April 1919 kehrte er in das Infanterie-Regiment von Horn (3. Rheinisches) Nr. 29 zurück. Am 13. Juni 1919 wurde er als Ordonnanz-Offizier beim Verbindungs-Offizier des Kriegsministeriums und beim Ia zum Generalkommando des VIII. Armeekorps kommandiert. Am 14. September 1919 in die Reichswehr versetzt, kam er in das Reichswehr-Jäger-Regiment 31, wo er ab dem 22. März 1920 als Bataillons-Adjutant und ab dem 15. August 1920 als Adjutant des Ergänzungs-Bataillons diente. Am 1. Oktober 1920 wurde er zum Ausbildungs-Bataillon des Infanterie-Regiments 12 versetzt, am 1. März 1923 folgte die Versetzung zum Infanterie-Regiment 21. Hier wurde er am 1. September Chef der 2. Kompanie und am 1. November 1924 zum Hauptmann befördert. Am 1. April 1932 folgte die Versetzung zum Stab des II. Bataillons des Regiments und am 15. Oktober 1933 die Kommandierung zum Transport-Offizier Nürnberg. Am 1. November 1933 wurde er in den Stab der 7. Division versetzt und zum Transport-Kommandanten von Regensburg ernannt. Am 1. April 1934 zum Major befördert, wurde er am 1. Oktober 1934 zum Stab der Kommandantur Regensburg und am 15. Oktober 1935 in den Stab der 10. Division versetzt, blieb aber in beiden Fällen Transport-Kommandant von Regensburg. Am 1. August 1936 zum Oberstleutnant befördert, wurde er am 1. April 1938 direkt zum Transport-Kommandant von Regensburg ernannt. Ab dem 10. November 1938 kommandierte er das II. Bataillon des Grenz-Infanterie-Regiments 124. Am 1. April 1939 zum Oberst befördert, wurde er am 1. August 1939 bevollmächtigter Transport-Offizier beim Heeresgruppen-Kommando 5 und am 26. August 1939 bevollmächtigter Transport-Offizier beim Armeeoberkommando 5 bzw. nach dessen Umbenennung beim Grenzabschnitts-Kommando Süd. Am 10. Dezember 1939 wurde er dann in die Führerreserve versetzt und am 12. April 1940 mit der Vertretung des Kommandeurs der Eisenbahn-Transport-Abteilung Ost beauftragt. Am 8. Juni 1940 wurde er zum Kommandeur der Eisenbahn-Transport-Abteilung Ost ernannt. Am 15. November 1940 übernahm er dann das Kommando über das Infanterie-Regiment 107, das er bis zum 9. Juli 1941 führte. Anschließend wurde er in die Führer-Reserve versetzt. Ab dem 31. August 1941 war er Offizier z.b.V. beim Chef des Transportwesens und zur Wehrmacht-Transportleitung Paris kommandiert. Am 4. Oktober 1942 erneut in die Führerreserve versetzt, war er vom 4. Oktober bis 1. Dezember 1942 zur Heeresgruppe A kommandiert. In diesem Zeitraum wurde er am 1. November 1942 zum Generalmajor befördert. Am 1. Mai 1943 wurde er dann zum Wehrmachts-Kommandanten von Münster in Westfalen ernannt, was er bis Kriegsende blieb. Ab dem 15. Februar 1945 war er zugleich Gau-Offizier des Gaus Westfalen-Nord. Bei Kriegsende lag er in einem Lazarett, aus dem er im Oktober 1945 in die Kriegsgefangenschaft übernommen wurde. Am 1. Juli 1947 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft wieder entlassen.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/ENGELHARDT_ALFRED.html