Engel, Joachim

 

* 25. Mai 1897, Wandsbek

+ 3. Juni 1948, UdSSR

 

 

Joachim Engel trat am 1. Oktober 1914 als Kriegsfreiwilliger in das Husaren-Regiment Königin Wilhelmena der Niederlande (Hannoversches) Nr. 25  ein, in dem er am 1. August 1915 zum Unteroffizier und am 26. Oktober 1915 zum Vizefeldwebel befördert wurde. Nach einer Verwundung wurde er am 23. Dezember 1915 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiment Graf Bose (1. Thüringisches) Nr. 31 versetzt. Am 29. November 1916 zum Leutnant der Reserve befördert, wurde Engel am 28. Mai 1917 Minenwerfer-Offizier beim Stab des II. Bataillons des Infanterie-Regiments Graf Bose (1. Thüringisches) Nr. 31. Ab dem 27. August 1918 war er dann Kompanieführer in seinem Regiment, bis er am 10. Oktober 1918 zum I. Ersatz-Bataillon de Regiments überwiesen und als Adjutant beim Absendestab des Truppenübungsplatzes Lokstedt kommandiert wurde. Am 1. Februar 1919 wechselte er dann als Adjutant in das Freiwilligen-Bataillon von Bülow. Am 12. September 1919 wurde er in die vorläufige Reichswehr übernommen und in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 79 versetzt. Am 1. Oktober 1919 trat er zur Sicherheitspolizei Hamburg über, kehrte aber am 10. Januar 1920 ins Heer zurück und wurde in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 103 versetzt. Am 15. Mai 1920 folgte die Versetzung in die Minenwerfer-Kompanie des Infanterie-Regiments 6 und am 10. Oktober 1920 in die Minenwerfer-Kompanie des Infanterie-Regiments 3. Am 1. Januar 1923 wurde er in das Reiter-Regiment 1 versetzt, wo er ab dem 1. Oktober 1925 im Regimentsstab diente, nachdem er am 31. Juli 1925 zum Oberleutnant befördert wurde. Ab dem 1. Mai 1927 diente er in der 1. Eskadron des Regiments, bis er am 1. Oktober 1928 in das Reiter-Regiment 13 versetzt wurde. Hier übernahm er am 29. August 1930 das Kommando über die 3. Eskadron. Am 1. Dezember 1931 zum Rittmeister  befördert, übernahm er am 15. Oktober 1935 das Kommando über die 5. Eskadron. Am 1. März 1936 zum Major befördert, wurde er am gleichen Tag in die I. Abteilung des Artillerie-Regiments 22 versetzt. Am 10. November 1938 wurde er dann Kommandeur der II. Abteilung des Artillerie-Regiments 22. Am ersten Mobilmachungstag, dem 26. August 1939, wurde er Kommandeur des neu aufgestellten Artillerie-Regiments 158. Anfang 1942 wurde er dann in die Führerreserve versetzt und am 11. März 1942 zum Stab des stellvertretenden Generalkommandos des XX. Armeekorps kommandiert. Am 1. Februar 1942 war er zum Oberst befördert worden. Am 1. Mai 1942 wurde er IIa beim Stab des stellvertretenden Generalkommandos des XX. Armeekorps. Am 10. November 1943 folgte die Versetzung in die Führerreserve, wo er einen Divisionsführer-Lehrgang absolvierte. Nach Beendigung dieser Ausbildung wurde er am 18. Dezember 1943 zur Heeresgruppe Süd kommandiert und am 25. Dezember 1943 mit der Führung der 45. Infanterie-Division betraut, deren Kommandeur er am 1. Juni 1944 zusammen mit der Beförderung zum Generalmajor wurde. Im Juli 1944 geriet er in russische Gefangenschaft, in der er am 3. Juni 1948 verstarb.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/ENGEL_JOACHIM.html