Engel, Franz

 

* 6. November 1895, Neusalz an der Oder

+ 12. Mai 1965, München

 

 

Franz Engel trat am 3. Mai 1915 als Fahnenjunker in das 5. Niederschlesische Infanterie-Regiment Nr. 154 ein, in dem er am 12. November 1915 zum Fähnrich und am 3. Juni 1916 zum Leutnant befördert wurde. In seinem Regiment diente er als Zugführer und ab dem 12. September 1917 als Bataillons-Adjutant sowie ab dem 12. Januar 1918 als Kompanie-Führer. Ab dem 13. Oktober 1919 war er beurlaubt, bis er am 31. Januar 1920 aus dem Militärdienst ausschied. Am 13. Oktober 1919 trat er in die Schutzpolizei Breslau ein, wo er als Polizei-Leutnant und Zugführer in der 1. Hundertschaft diente. Ab dem 1. Juli 1921 war er Bereitschaftsführer, am 20. Juli 1921 folgte die Beförderung zum Polizei-Oberleutnant. Am 4. Januar 1924 wurde er in den Stab der III. Polizei-Inspektion der Schutzpolizei Breslau und am 29. Juni 1924 in das Kommando der Schutzpolizei Breslau versetzt. Anfang 1925 absolvierte er eine Ausbildung zum Reviervorsteher, um dann ab dem 24. April 1925 Abteilungsleiter beim Kommando der Schutzpolizei Breslau zu werden. Hier wurde er am 30. Juni 1926 zum Polizei-Hauptmann befördert und am 14. April 1933 zum Abteilungsleiter beim Höheren Polizeiführer Südost ernannt. Ab dem 13. November 1933 fungierte er als Abteilungsleiter im preußischen Ministerium des Innern. Hier erfolgte am 19. Dezember 1933 die Beförderung zum Polizei-Major. Am 1. August 1935 trat er mit dem Charakter als Major in die Luftwaffe über und wurde, nach einem Einweisungslehrgang an der Flakartillerieschule Wustrow, am 13. August 1935 Batterie-Chef in der Flak-Abteilung Brandenburg. Ab dem 1. Oktober 1935 war er dann Batteriechef in der II. Abteilung des Flak-Regiments 23 und ab dem 1. April 1936 beim Flak-Regiment 3. Am 20. April 1936 zum Major befördert, übernahm er am 1. Oktober 1936 das Kommando über die II. Abteilung des Flak-Regiments 3. Vom 4. November 1938 bis zum 19. Juni 1940 war er Lehrgangsleiter für Fähnriche an der Luftkriegsschule Wildpark-Werder, wo er am 1. Februar 1939 zum Oberstleutnant befördert wurde. Im Anschluss daran übernahm er das Kommando über das Flak-Regiment 100, das nach dem Frankreichfeldzug zum Luftschutz der Stadt Brest eingesetzt wurde. Am 1. April 1941 zum Oberst befördert, diente er ab dem 20. Januar 1942 an der Luftkriegsschule 6 in Bernau, bevor er am 26. Juni 1943 das Kommando über die 10. Flak-Division erhielt. Diese kämpfte im Mittelabschnitt der Ostfront. Bei Kriegsende geriet er in russische Gefangenschaft, aus der er am 9. Oktober 1955 entlassen wurde.


 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Band 1: A-G, Biblio Verlag, Osnabrück 1990
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/ENGEL_FRANZ.html