von Eichstedt, Werner Bernhard Franz

 

* 1. Januar 1896, Saerbeck im Kreis Münster

† 26. August 1944, Kishinew in Moldawien (gefallen)

 

Werner von Eichstedt trat am 7. August 1914 als Fahnenjunker in das Ersatz-Bataillon des 5. Garde-Regiments zu Fuß ein. Am 1. September 1914 wurde er zum Feldtruppenteil überwiesen, aber am 4. Oktober 1914 wegen Krankheit aus dem Heeresdienst entlassen. Am 22. Dezember 1914 trat er wieder der Armee bei und kam zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 13. Er absolvierte einen Fahnenjunker-Lehrgang in Döberitz und wurde am 30. April 1915 als Fähnrich zum Infanterie-Regiment 13 überwiesen. Am 14. Juli 1915 zum Leutnant befördert, wurde er am 3. Dezember 1915 stellvertretender Bataillons-Adjutant im Infanterie-Regiment 13. Am 14. Februar 1916 wurde er wegen Krankheit in ein Lazarett eingeliefert und am 16. April 1916 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 13 überwiesen. Am 1. September 1916 wurde er Führer der 1. MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 56. Am 11. Oktober 1916 wurde er vor Verdun durch ein Schrappnell verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Am 16. April 1917 wurde er zur 1. Ersatz-MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 661 versetzt und am 1. Oktober 1917 Führer der 1. MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 611. Am 1. Oktober 1917 übernahm er die Führung der 2. Kompanie des Infanterie-Regiments 13 und geriet am 23. Oktober 1917 in französische Gefangenschaft, aus der er am 14. März 1920 entlassen wurde. Am 14. Mai 1920 wurde er ins Reichswehr-Infanterie-Regiment 13 versetzt, am 1. Januar 1921 folgte die Versetzung ins Infanterie-Regiment 18. Es folgten mehrere Lehrgänge und am 1. Juli 1927 die Versetzung in die 13. Kompanie des Infanterie-Regiments 7. Am 1. Mai 1930 wurde er zum Hauptmann befördert und am 1. Mai 1931 Chef der 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 7. Am 1. Oktober 1934 wurde er Chef der 15. Kompanie im Infanterie-Regiment Breslau und am 15. Oktober 1935 Chef der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 28. Am 1. Dezember 1935 zum Major befördert, wurde er am 6. Oktober 1936 Lehrer an der Kriegsakademie Dresden und am 31. Dezember 1938 zum Oberstleutnant befördert. Am 26. August 1939 wurde er Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 52 und am 1. Februar 1940 Kommandeur des Infanterie-Regiments 513. Am 15. März 1940 wurde er in die Führerreserve des OKH versetzt und am 5. Oktober 1940 Kommandeur des Infanterie-Regiments 4. Am 19. April 1941 wurde er verwundet und mußte in ein Lazarett eingeliefert werden. Am 21. April 1941 wurde er in die Führerreserve des OKH versetzt und am 1. Oktober 1941 Kommandeur des Infanterie-Regiments 436. Am 15. Oktober 1941 wurde er zum Oberst befördert. Am 15. August 1942 nahm er mit seinem Regiment aus eigenem Entschluß die steilen, die Stadt Kertsch überragenden Höhen. Dabei nahm die 9. Kompanie den Mitridatberg südlich von Kertsch. Die Kompanie eroberte am 19. Mai aus das alte Fort Totleben südlich von Kertsch. Für diesen Entschluß wurde ihm am 18. August 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 22. Februar 1943 wurde er in die Führerreserve des OKH versetzt und am 3. März 1943 in Folge einer Krankheit in das Reserve-Lazarett Reichenhall verlegt. Am 3. Mai 1943 wurde er auf einen Divisionsführer-Lehrgang kommandiert und am 3. Mai 1943 zur Heeresgruppe Süd versetzt. Am 13. Oktober 1943 wurde er stellvertretender Führer der 387. Infanterie-Division und am 24. Dezember 1943 Führer der 294. Infanterie-Division. Am 20. März 1944 wurde er Kommandeur der 294. Infanterie-Division und zum Generalmajor befördert. Am 26. August 1944 ist er bei Kishinew gefallen. 

 

Ritterkreuz (18. August 1942)