Eibenstein, Rudolf

 

* 2. Juli 1894, Bischofswerda in Sachsen

+ 18. Januar 1984, Gauting

 

 

Rudolf Eibenstein trat am 17. März 1913 als Fahnenjunker in das 8. königlich sächsische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 78 ein, in dem er am 3. November 1913 zum Fähnrich und am 12. August 1914 zum Leutnant befördert wurde. In seinem Regiment diente er als Batterie-Offizier, bis er am 26. Januar 1915 in das Königlich Sächsische 14. Infanterie-Regiment Nr. 179 versetzt wurde. Bereits am 1. März 19115 folgte die Kommandierung zur 1. Feldhaubitzen-Abteilung beim XI. Reserve-Korps und am 3. April 1915 die Ernennung zum Batterie-Offizier im Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 32. Am 24. Dezember 1916 kam er als Batterie-Offizier in das Königlich Sächsische Feldartillerie-Regiment Nr. 78. Zwischen dem 12. Januar 1917 und dem 8. März 1919 war er Batterie-Offizier im Feldartillerie-Regiment Nr. 408, wo er am 30. November 1917 zum Oberleutnant befördert wurde. Anschließend kehrte er in das Königlich Sächsische Feldartillerie-Regiment Nr. 78 zurück. Ab dem 1. April 1919 diente er als Adjutant der I. Abteilung des Regiments, bis er am 1. Mai 1919 in die Grenzjäger-Abteilung 1 versetzt wurde, wo er als Zugführer diente. Am 16. Mai 1920 wurde er in die Reichswehr übernommen und in das Reichswehr-Artillerie-Regiment 12 versetzt. Ab dem 1. Oktober 1920 diente er dann als Batterie-Offizier im Artillerie-Regiment 4. Vom 1. Oktober 1924 bis zum 30. September 1925 war er zur Führergehilfen-Ausbildung beim Stab der 4. Division kommandiert. Führergehilfen-Ausbildung war die Bezeichnung für die nach dem Versailler Vertrag verbotene Generalstabs-Ausbildung. Nach dem Abschluss dieser Ausbildung kehrte er als Batterie-Offizier in das Artillerie-Regiment 4 zurück, wo er am 1. Februar 1926 zum Hauptmann befördert wurde. Ab dem 1. Oktober 1927 war er Batteriechef. Am 1. Oktober 1933 wurde er dann in den Stab des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 1 versetzt, am 1. April 1934 kam er in den Stab der Fahr-Abteilung 1 in Königsberg. Hier wurde er am 1. Juli 1934 zum Major befördert. Am 1. Oktober 1934 übernahm er das Kommando über die Fahr-Abteilung Seerappen. Am 1. März 1935 wurde die Abteilung in die Luftwaffe übernommen, so dass auch Rudolf Eibenstein in die Luftwaffe übertrat. Am 1. Oktober 1936 wurde die Tarnbezeichnung "Flak-Abteilung Seerappen" fallen gelassen und die Abteilung wurde in I. / Flak-Regiment 11 umbenannt. Am 1. Januar 1937 zum Oberstleutnant befördert, war er vom 18. Januar 1937 bis zum 30. Juni 1938 zur Luftkriegsakademie kommandiert und anschließend Chef des Stabes und Ia des Luftgau-Kommandos IV. Am 1. Februar 1939 folgte die Beförderung zum Oberst und am 26. August 1939 die Ernennung zum Chef des Stabes des Luftgau-Kommandos II. Ab dem 1. April 1941 kommandierte er die Flak-Brigade IX und am 1. August 1941 folgte die Beförderung zum Generalmajor. Am 22. September 1941 wurde die Flak-Brigade IX zur 12. Flak-Division erweitert und Generalmajor Eibenstein der Kommandierende General der Division. Am 22. Dezember 1941 übernahm er dann das Kommando über den Luftwaffen-Gefechtsverband (mot) beim VIII. Fliegerkorps. Ab dem 21. Februar 1942 kommandierte er dann die 7. Flak-Division, die zum Schutz von Köln eingesetzt war. Am 12. Dezember 1942 wurde er dann in den Luftgaustab z.b.V. Afrika versetzt, bevor er am 22. Februar 1943 in den Luftwaffen-Gefechtsverband des VIII. Fliegerkorps zurück kehrte. Ab dem 1. März 1943 kommandierte er die 16. Flak-Division an der Kanalküste. Am 1. August 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert und am 1. Mai 1944 Kommandeur der 26. Flak-Division, die um München eingesetzt wurde. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 16. September 1947 entlassen

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Band 3: O-Z, Biblio Verlag, Osnabrück 1993
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalleutnant/EIBENSTEIN_RUDOLF.html