Ehrig, Richard

 

* 24. Juni 1882, Dresden

+ 4. Juli 1968, Bad Homburg

 

 

Richard Ehrig trat am 1. April 1902 als Fahnenjunker in das Königlich Sächsische Schützen-Regiment Nr. 108 ein, wo er am 27. November 1902 zum Fähnrich und am 17. August 1903 zum Leutnant befördert wurde. Am 15. April 1908 wurde er in die MG-Abteilung 12 versetzt und hier am 18. August 1911 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1911 kehrte er in das Königlich Sächsische Schützen-Regiment Nr. 108 zurück. Zusammen mit seiner Beförderung zum Hauptmann am 1. Oktober 1913 wurde Richard Ehrig Kompaniechef im Jäger-Bataillon 13, mit dem er im August 1914 ins Feld zog. Am 10. Oktober 1914 und am 12. Mai 1915 wurde er an der Front verwundet und kehrte nach seiner Genesung jedes mal zu seinem Bataillon zurück. Ab dem 1. Dezember 1915 diente er als Adjutant im Stab der 88. Infanterie-Brigade und ab Januar 1917 als MG-Offizier im Stab des Jäger-Regiments 17. Im Juni 1917 wurde er dann Kommandeur des Reserve-Jäger-Bataillons 26. Ab dem 1. März 1919 diente er im Grenzjäger-Regiment 24, bevor er ab Mai 1919 Adjutant des Infanterie-Führers der Reichswehr-Brigade 12 wurde. Am 1. Oktober 1919 wurde er dann Adjutant der Reichwehr-Brigade 12 und am 1. Oktober 1920 des Infanterie-Führers IV. Am 1. April 1923 wurde er zum Major befördert und am 1. Oktober 1924 beim Stab des Ausbildungs-Bataillons des Infanterie-Regiments 11. Am 1. Februar 1926 wurde er dann Kommandeur des Ausbildungs-Bataillons des Regiments und am 1. April 1928 Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 10. Am 1. Februar 1929 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant und am 1. Februar 1930 die Ernennung zum Kommandanten von Dresden. Am 1. November 1931 noch zum Oberst befördert, wurde er am 31. Januar 1932 aus dem Militärdienst entlassen. Am 1. April 1933 trat er als E-Offizier* wieder der Reichswehr bei  und wurde Leiter der Fürsorge- und Versorgungs-Abteilung beim Wehrkreis-Kommando IV. Am 1. Juni 1941 wurde er zum Generalmajor befördert und gleichzeitig in das aktive Offizierskorps übernommen. Am 31. März 1943 wurde er endgütig aus dem Militärdienst entlassen. Am 8. Oktober 1945 wurde er von den Sowjets verhaftet und erst im Oktober 1949 entlassen.

 

*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/EHRIG_RICHARD.html