Ehrenberg, Hans
| * 18. September 1888, Dresden + 12. Oktober 1947, Eschwege |
Hans Ehrenberg trat am 20. März 1909 als Fahnenjunker in das Königlich
Sächsische 4. Infanterie-Regiment Nr. 103 ein, wo er am 4. November 1909 zum
Fähnrich und am 24. August 1910 zum Leutnant befördert wurde. Am 2. August 1914
wurde er als Kompanieführer in das Brigade-Ersatz-Bataillon 63 versetzt und am
1. Mai 1915 Kompanieführer der MG-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Regiments 32.
Hier folgte am 16. Mai 1915 die Beförderung zum Oberleutnant und ab dem 27.
September 1916 die Verwendung als MG-Offizier beim Stab des
Ersatz-Infanterie-Regiments 32. Am 1. Februar 1917 kam er dann als MG-Offizier
in den Stab der 19. Ersatz-Division Ab dem 1. Juli 1917 absolvierte er eine
Ausbildung im Generalstabsdienst beim Generalkommando des XXVII. Reservekorps.
Am 29. Oktober 1917 wurde er wider zum Frontdienst zum
Reserve-Infanterie-Regiment 243 kommandiert und am 30. Oktober 1917
Kompanieführer in diesem Regiment. Am 20. Dezember 1917 wurde er dann zum
Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 103 versetzt zwecks Verwendung beim
stellvertretenden Generalkommando des XII. Armeekorps. Ab dem 12. April 1918 war
er MG-Offizier beim Stab des Reserve-Infanterie-Regiments 241. Hier am 16. Mai
1918 zum Hauptmann befördert, wurde er am 19. Juli 1918 Bataillonsführer. Am 20.
August 1918 geriet er in französische Gefangenschaft, aus der er am 19. Oktober
1919 entlassen wurde.
Am 27. November 1919 wurde Hans Ehrenberg in das Reichswehr-Infanterie-Regiment
23 versetzt und dort ab dem 15. Dezember 1919 als Kompanieführer eingesetzt. Ab
dem 1. Oktober 1920 war er dann Hauptmann beim Stab des Infanterie-Regiments 23,
bis er am 1. Januar 1921 als Kompaniechef in das Infanterie-Regiment 10 versetzt
wurde. Ab dem 1. Oktober 1927 war er hier MG-Offizier beim Regimentsstab. Am 1.
Februar 1931 zum Major befördert, wurde er am 1. Mai 1931 in den Stab des II.
Bataillons versetzt und am 1. Oktober 1931 Kommandeur des I. Bataillons. Am 1.
Oktober 1934 kam er als Kommandeur des I. Bataillons zum neu aufgestellten
Infanterie-Regiment Plauen, ab dem 15. Oktober 1935 des Infanterie-Regiments 31.
Am 1. August 1936 wurde er zum Oberst befördert und am 6. Oktober 1936 wurde er
Kommandeur des Infanterie-Regiments 86. Am 25. Oktober 1939 wurde er dann
Kommandeur der Division z.b.V. 409 und in dieser Funktion wurde ihm am 1. August
1940 der Charakter als Generalmajor verliehen und am 12. Juli 1941 zum
Generalmajor befördert. Am 1. April 1943 folgte die Versetzung in die
Führerreserve des OKH und die Kommandierung zur Ausbildung als Feldkommandant
zum Militärbefehlshaber Frankreich. Ab dem 6. Juni 1943 war Ehrenberg
Feldkommandantur 248. Am 19. September 1943 erneut in die Führerreserve
versetzt, wurde er am 20. Oktober 1943 zum Kommandeur der Kriegsgefangenen im
Wehrkreis IX kommandiert und am 16. November 1943 Kommandant des
Kriegsgefangenen-Lagers Oflag XVII A in Döllersheim. Am 14. Juni 1945 geriet er
in Gefangenschaft, aus der er am 15. Juli 1947 entlassen wurde.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG
109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin,
Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte,
Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad
Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff,
Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/EHRENBERG_HANS.html