Eckstein, Walter

 

* 16. Februar 1888, Weimar

25. Februar 1966, Baden-Baden

 

 

Walter Eckstein trat am 21. Februar 1907 als Fahnenjunker in das 2. Lothringische (Festungs-) Pionier-Bataillon Nr. 20 ein, in dem er am 5. Juli 1907 zum Fahnenjunker-Gefreiten, am 11. August 1907 zum Fahnenjunker-Unteroffizier, am 18. Oktober 1907 zum Fähnrich und am 18. August 1908 zum Leutnant befördert wurde. Vom 1. Oktober 1910 bis zum 3. August 1912 war er an die Militärtechnische Akademie kommandiert und ab dem 25. März 1913 Gerichts-Offizier des 2. Lothringischen (Festungs-) Pionier-Bataillon Nr. 20. Am 1. Oktober 1913 wurde er als Adjutant in das 3. Rheinische (Festungs-) Pionier-Bataillon Nr. 30 versetzt. Ab dem 2. August 1914 war er Adjutant des I. Bataillons und am 28. November 1914 folgte die Beförderung zum Oberleutnant. Am 5. Juni 1915 kam er als Kompaniechef in das 1. Rheinische Pionier-Bataillon Nr. 8. Am 18. April 1916 zum Hauptmann befördert, wurde er am 8. Februar 1917 in die Generalstabsstelle der Etappen-Inspektion 12 versetzt. Am 20. Mai 1917 folgte die Versetzung in den Generalstab der 5. Landwehr-Division Am 28. August 1917 kehrte er als Kompaniechef in das 3. Rheinische (Festungs-) Pionier-Bataillon Nr. 30 zurück. Am 4. September 1917 wurde er als Kompaniechef in das Pionier-Ersatz-Bataillon 30 versetzt. Vom 10. September bis zum 13. Dezember 1917 diente er beim Generalstab des Generalkommandos des XVIII. Armeekorps und anschließend als Kompaniechef wieder im 3. Rheinischen (Festungs-) Pionier-Bataillon Nr. 30. Am 1. Juni 1919 wurde er Kompaniechef der Rhein-Koblenzer Pionierkompanie bei der Reichswehr-Abteilung Rheinland. Am 9. September 1919 in die Reichswehr übernommen, wurde er als Kompaniechef in das Reichswehr-Pionier-Bataillon 10 versetzt. Am 1. Januar 1921 wurde er als Kompaniechef in das Pionier-Bataillon 6 versetzt und am 1. Oktober 1923 Pionier-Offizier der Festung Glogau. Ab dem 26. Januar 1924 war er dann zur Inspektion 5 im Reichswehrministerium kommandiert, wo er ab dem 1. April 1924 als Referent zur tätig war. Am 1. Februar 1929 zum Major befördert, wurde er am 1. April 1930 Major im Stab des Pionier-Bataillons 4. Am 1. Oktober 1931 kehrte er als Pionier-Offizier zur Festung Glogau zurück. Nach seiner Beförderung zum Oberstleutnant am 1. Juli 1933 folgte am 18. Januar 1937 die Ernennung zum Festungs-Inspekteur IV in Glogau. Am 1. Juni 1935 wurde er dann zum Oberst befördert, wurde Eckstein am 1. August 1936 Offizier z.b.V. des Oberbefehlshabers des Heeres. Am 18. Januar 1937 wurde er zum Festungs-Inspekteur VII ernannt, ab dem 15. März 1939 Festungs-Pionier-Kommandeur VII. Bereits am 1. Februar 1939 war im der Charakter als Generalmajor verliehen worden. Bei Beginn der Mobilmachung wurde er neben seiner Tätigkeit als Festungs-Pionier-Kommandeur VII zum Kommandeur des Oberbaustabes 7 ernannt. Ab dem 26. Oktober 1939 war er dann Armee-Pionierführer der 7. Armee, wo er am 1. Dezember 1939 zum Generalmajor befördert wurde. Am 1. August 1940 folgte die Ernennung zum Kommandant der Befestigungen am Oberrhein  Ab dem 12. Dezember 1941 war er dann Festungs-Pionier-Kommandeur XIX in Westfrankreich, bis er am 1. August 1943 in die Führerreserve versetzt wurde. Am 1. Juni 1942 war er zum Generalleutnant befördert worden. Am 15. September 1943 wurde er schließlich Kommandant der Befestigungen am Niederrhein und Küste. Am 15. Oktober 1944 erneut in die Führerreserve versetzt, wurde er am 18. Oktober 1944 zum Kommandanten der Befestigungen am Oberrhein ernannt. Diesen Posten hatte er bis zum 27. März 1945 inne. Anschließend erneut in die Führerreserve versetzt, war er ab dem 8. April 1945 dem Höheren Kommando Oberrhein als Pionier-Berater zugeteilt. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er am 12. Mai 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994