Eckardt, Eduard

 

* 29. Januar 1875, Kolberg

+ 15. Juni 1959, Berlin

 

 

Eduard Eckardt trat am 17. März 1894 als Fähnrich in das 1. Pommersche Feld-Artillerie-Regiment Nr. 2 ein, wo er am 18. August 1895 zum Sekondeleutnant und am 21. Mai 1906 zum Oberleutnant befördert wurde. Am 1. Oktober 1912 wurde er Batteriechef in seinem Regiment und am 25. Juli 1913 zum Hauptmann befördert. Im August 1914 zog er mit dem 1. Pommerschen Feldartillerie-Regiment Nr. 2 ins Feld und diente dann im Ersten Welrtkrieg als Batteriechef, dann als Führer der I. Abteilung sowie als 1. Adjutant der Heeresgruppe Linsingen. Am 23. April 1919 trat er in das Freiwilligen Artillerie-Regiment Osiander (Division v. Lettow) ein. Am 12. September 1919 in die Reichswehr übernommen, kam er in das Reichswehr-Artillerie-Regiment 16. Am 16. Juni 1920 zum Major befördert, diente er ab dem 1. Oktober 1920 beim Stab des Artillerie-Führers IV. Am 30. November 1920 wurde er in den Stab des Artillerie-Führers VI versetzt, am 4. August 1921 folgte die Versetzung in die Heeres-Friedenskommission in Berlin. Am 1. Mai 1925 zum Oberstleutnant befördert, schied Eduard Eckardt am 31. März 1927 aus dem Militärdienst aus.
Am 1. April 1927 wurde er als ziviler Angestellter beim Stab der 3. Division angestellt. Einen Monat später wurde er Fürsorgeleiter beim Wehrkreis-Kommando III. Am 1. Oktober 1933 wurde er als L-Offizier ins Heer übernommen und am 15. Mai 1935 zum Oberst befördert. Am 12. Oktober 1937 wurde er dann Leiter der Versorgungs- und Fürsorge-Abteilung beim Generalkommando des III. Armeekorps und am 15. Oktober 1938 Kommandeur der Wehrmacht-Fürsorge- und Versorgungsstellen im Wehrkreis III. Mit Beginn der Mobilmachung zum Zweiten Weltkrieg am 26. August 1939 wurde Eckardt Kommandeur der Wehrmacht-Fürsorge- und Versorgungsstellen beim stellvertretenden Generalkommando des III. Armeekorps. Am 1. April 1941 zum Generalmajor befördert, wurde er am gleichen Tag in den aktiven Dienst übernommen und am 31. Juli 1942 verabschiedet.

 

*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/ECKHARDT_EDUARD.html