Eberhard, Kurt

 

* 22. September 1874, Rottweil

+ 8. September 1947, Stuttgart (Freitod)

 

 

Kurt Eberhard trat am 3. August 1892 als Fahnenjunker in das Feld-Artillerie-Regiment König Karl (1. Württembergisches) Nr. 13 ein, in dem er am 18. März 1893 zum Fähnrich, am 25. November 1893 zum Sekondeleutnant (am 1. Januar 1899 umbenannt zum Leutnant umbenannt) und am 25. Februar 1902 zum Oberleutnant befördert und als Adjutant bei der I. Abteilung eingesetzt wurde. Vom 1. Oktober 1902 bis zum Juli 1905 war er zur Kriegsakademie kommandiert und am 25. Februar 1907 wurde er Adjutant der 27. Feldartillerie-Brigade. Am 25. Februar 1908 zum Hauptmann befördert, wurde er am 25. Juli 1910 Batteriechef im Großherzoglich-Mecklenburgischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 60 wurde. Ab dem 1. Oktober 1913 war er Lehrer an der Feldartillerie-Schießschule. Bei Ausbruch des I. Weltkrieges kehrte er am 2. August 1914 als Batterie-Chef in das Großherzoglich-Mecklenburgische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 60 zurück. Während des Krieges wurde er zum Abteilungs-Kommandeur ernannt und am 27. Januar 1915 zum Major befördert. Am 10. April 1918 wurde er dann Kommandeur des Feldartillerie-Regiments 501. Am 1. Juli 1919 in die Reichswehr übernommen, wurde er Kommandeur des Reichswehr-Artillerie-Regiments 5 und am 1. Oktober 1920 Abteilungs-Kommandeur im Artillerie-Regiment 5. Am 18. Dezember 1920 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant und am 1. Oktober 1922 die Versetzung in den Stab des Artillerie-Führers V. Ab dem 1. April 1923 war er Kommandant von Ulm und am 1. November 1923 wurde er zum Oberst befördert. Am 31. März 1925 wurde er mit dem Charakter als Generalmajor aus dem Militärdienst entlassen.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er am 26. August 1939 zur Verfügung des Heeres gestellt und 1940 beim Stab des rückwärtigen Armeegebietes 550 eingesetzt. Am 1. Februar 1941 zum Generalmajor z.V. befördert, wurde er am 13. Mai 1941 Feldkommandant 195. 1942 wurde er zugleich Kommandant von Kiew. Am 1. Juli 1942 in die Führerreserve versetzt, wurde seine Mobilmachungs-Bestimmung am 30. November 1942 aufgehoben. Im November 1945 wurde er von den Amerikanern verhaftet. Am 8. September 1947 beging er in Gefangenschaft Selbstmord.

 

Literatur und Quellen:

http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/EBERHARD_KURT.html
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953