Dybilasz, Walther

 

* 1. Oktober 1892, Altona

+ 31. Januar 1950, Stalino
 

´Walther Dybilsaz war der Sohn des Feldlazarett-Inspekteurs Friedrich Dybilasz und dessen Ehefrau Magdalena. Am 1. Oktober 1913 trat er als Fahnenjunker in das Eisenbahn-Regiment Nr. 2 in Hanau ein. Am 27. Januar 1914 wurde er zum Fahnenjunker-Gefreiten und am 26. März 1914 zum Fahnenjunker-Unteroffizier befördert und zwischen dem 9. Mai und dem 2. August 1914 an die Kriegsschule Neiße kommandiert. Hier folgte am 20. Mai 1914 seine Beförderung zum Fähnrich. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrte er in sein Regiment zurück und wurde in das Ersatz-Bataillon des Regiments versetzt. Am 6. August 1914 zum Leutnant befördert, wurde er am 2. Januar 1915 als Kompanie-Offizier in die Reserve-Eisenbahn-Bau-Kompanie Nr. 31 versetzt. Zwischen dem 8. Mai und dem 19. Juli 1916 war er in die Transport-Abteilung der Militär-Eisenbahn-Direktion kommandiert. Anschließend war er bis zum 15. Juli 1917 zu den AOKs 1 und 3 kommandiert, um anschließend Kompanie-Offizier in der Reserve-Eisenbahn-Bau-Kompanie Nr. 42 zu werden. Ab dem 2. Oktober 1917 fungierte er als Adjutant beim Ersatz-Bataillon des Eisenbahn-Regiment Nr. 1, einen Monat später beim Ersatz-Bataillon des Eisenbahn-Regiments Nr. 2. Am 4. März 1918 folgte seine Kommandierung zum Eisenbahn-Departement West, wo er am 18. April 1918 zum Oberleutnant befördert wurde. Am 23. November 1918 wurde er zum Transport-Departement Berlin kommandiert und am 1. Februar 1919 in den Großen Generalstab versetzt. Am 16. Juni 1919 kehrte er in das Eisenbahn-Regiment Nr. 2 zurück. Am 17. Juli 1919 erneut kurzzeitig in den Großen Generalstab kommandiert, wurde er am 1. Oktober 1939 Kompanie-Offizier bei der Eisenbahn-Kompanie Nr. 21. Am 24. Dezember 1919 folgte seine Versetzung als Kompanie-Offizier beim Reichswehr-Pionier-Bataillon 16 und ab dem 10. Mai 1920 war er Kompanie-Offizier beim Pionier-Bataillon 4. Am 2. Februar 1921 heiratete er Margarete Kirsten, mit der er 2 Kinder bekam. Am 1. Oktober 1921 wurde er am 1. Oktober 1921 mit der Führung der Brückenkolonne des Pionier-Bataillons 4 betraut. Ab dem 1. Januar 1924 fungierte er als Hauptmann im Stab des Pionier-Bataillons 4, bis er am 1. April 1924 in das Artillerie-Regiment 4 versetzt und an die Pionierschule kommandiert wurde. Am 15. September 1924 wurde er in den Stab des Kommandeurs von Glogau und am 1. April 1926 in das Reiter-Regiment 5 versetzt. Er studierte an der technischen Hochschule Berlin zum Thema Elektrotechnik und Starkstrom und schloß das Studium als Dipl. Ing. ab. In dieser Zeit wurde er am 1. November 1927 zum Hauptmann befördert. Nach dem Ende des Studiums wurde Walter Dybilasz am 1. April 1931 in das Heereswaffenamt im Reichswehrministerium versetzt. Ein Jahr später wurde er in das Pionier-Bataillon 3 versetzt und dort am 1. Oktober 1932 Chef der 1. Kompanie. Am 1. September 1934 folgte seine Beförderung zum Major und die Versetzung ins Heereswaffenamt ins Waffenprüfamt. Ab dem 1. März 1937 war er Gruppenleiter im Reichskriegsministerium, wo er am 16. März 1937 zum Oberstleutnant befördert wurde. Am 1. Juli 1938 wurde er Kommandeur des Pionier-Lehr- und Versuchs-Bataillon für schweren Brückenbau, der ersten Einheit der Eisenbahn-Pioniere der Wehrmacht.  Am 10. November 1938 ging das Bataillon im neu gegründeten Eisenbahn-Pionier-Regiment 68 auf und wurde Kommandeur des III. Bataillons.  Am 1. Oktober 1939 wurde Walther Dybilasz zum Oberst befördert und am 1. April 1940 Kommandeur des Eisenbahn-Pionier-Regiments 4. Am 20. Juni 1940 übernahm er das Kommando über das Eisenbahn-Pionier-Regiment 3. Am 1. August 1942 zum Generalmajor befördert, wurde er am 1. Januar 1943 Kommandeur der Eisenbahn-Pionier-Brigade 1. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft und wurde an die Rote Armee ausgeliefert. Wegen Kriegsverbrechen wurde er zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Im Januar 1950 ist er im Zentralgefängnis Stalino verstorben.