Drekmann, Paul

 

* 13. November 1893, Harburg an der Elbe

+ 9. März 1960, Duisburg

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Paul Drekmann studierte im dritten Semester an der Technischen Hochschule, als der Erste Weltkrieg ausbrach. Er trat im August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das Füsilier-Regiment Nr. 39 in Düsseldorf ein. Im Juli 1915 wurde er zum Gefreiten ernannt. Zu dieser Zeit besuchte er einen Kurs für Offiziersanwärter im Lokstedter Lager. Im August 1915 wurde er dann zum Leutnant der Reserve ernannt. Er wurde jetzt zum Infanterie-Regiment Nr. 160 versetzt. Bei diesem wurde er in verschiedenen Positionen eingesetzt. Während des Ersten Weltkrieges entschloss er sich, aktiver Offizier zu werden. Im 1. Weltkrieg wurde er mit beiden Eisernen Kreuzen, sowie mit weiteren Orden ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er zuerst zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 19. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres kam er dann zum 16. Infanterie-Regiment. Bei diesem wurde er dann am 1. Juli 1923 zum Oberleutnant befördert. Im Frühjahr 1924 und 1925 wurde er bei der 15. Kompanie eingesetzt. Im Frühjahr 1927 gehörte er dann zur 3. Kompanie vom 16. Infanterie-Regiment. Er führte in den zwanziger Jahren auch als Soldat sein Studium an der Technischen Hochschule Berlin zu Ende, welches er 1931 mit dem Diplom abschloss. Unter gleichzeitiger Beförderung zum Rittmeister wurde er am 1. April 1928 zum 2. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Dort wurde er bei der 4. Eskardon in Allenstein eingesetzt. Am 1. April 1932 wurde er als Chef der 10. Kompanie in das III. Bataillon vom 13. (Württembergisches) Infanterie-Regiment in Ulm versetzt. Am 1. Februar 1935 wurde er dort zum Major befördert. Am 15. Oktober 1935 wurde er zum Kommandeur des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 75 in Villingen ernannt. Im Herbst 1936 wechselte er in das Reichskriegsministerium. Dort wurde er beim Heereswaffenamt am 6. Oktober 1936 in der Infanterieabteilung (Wa Prüf 2) eingesetzt. Dort wirkte er unter anderem an der Entwicklung des MG 42 mit. Am 1. Oktober 1937 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war Drekmann als Oberstleutnant Gruppenleiter im Heereswaffenamt (Wa Prüf 2). Am 1. Oktober 1940 wurde er dort zum Oberst befördert. Kurz darauf wurde er zum Abteilungsleiter vom WaPrüf 2. Im Frühjahr 1942 übernahm er als Kommandeur das Infanterie-Regiment 34. Als solcher wurden ihm beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Im März 1943 gab er nach mehreren Verwundungen sein Kommando ab. Er wurde jetzt zur Führerreserve der Heeresgruppe Süd versetzt und für eine Verwendung als Divisionskommandeur vorgesehen. Dabei übernahm er kurzzeitig die Führung der 39. Infanterie-Division. Dabei wurde er für eine Tat bei Rogan am 13. August 1943 am 7. Oktober 1943 im Ehrenblatt des Heeres genannt. Bereits Ende August 1943 wurde er mit der Führung der 161. Infanterie-Division beauftragt. Am 1. Oktober 1943 wurde er zum Generalmajor befördert und damit zum Kommandeur der 161. Infanterie-Division ernannt. Im November 1943 wurde er dann zum Kommandeur der Korps-Abteilung A ernannt. Als solcher wurde er am 20. Juli 1944 zum Generalleutnant befördert. Bei der Umbildung seiner Einheit zur 161. Infanterie-Division wurde er erneut deren Kommandeur. Im September 1944 wurde er nach der Vernichtung seiner Division in Rumänien von seinem Kommando entbunden. Am 9. Oktober 1944 wurde er zum Kommandeur der 252. Infanterie-Division ernannt. Als solcher erwarb er sich am 26. März 1945 das Ritterkreuz. Bei Kriegsende geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er im Sommer wieder 1947 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (26. März 1945)