Drebber, Moritz von

 

* 12. Februar 1892, Oldenburg

+ 30. Mai 1968, Oldenburg

 

Moritz von Drebber trat am 14. März 1911 nach seiner Kadettenausbildung als Fähnrich in das Infanterie-Regiment 91 ein und wurde hier am 22. Mai 1912 zum Leutnant befördert. Am 2. August 1914 zog er als Zugführer in der MG-Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 79 ins Feld. Am 3. September 1914 wurde er Führer dieser Kompanie. Am 30. September 1914 wurde er verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Am 17. November 1914 wurde er dann wieder Führer der MG-Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 79. Am 24. September 1916 wurde er MG-Offizier beim Stab seines Regiments, am 22. Januar 1917 wurde er Führer des MG-Sturm-Bataillons 14. Am 3. September 1918 wurde er dann Ordonnanz-Offizier beim Stab der 19. Infanterie-Division und am 20. Dezember 1918 Bataillonsführer im Infanterie-Regiment 91. Am 15. Juni 1919 wurde er stellvertretender Regimentsadjutant des Infanterie-Regiments 91 und am 9. November 1919 zur Abwicklungsstelle des Infanterie-Regiments 91 versetzt und beurlaubt und am 27. März 1920 aus dem Heeresdienst verabschiedet. Er trat als Hundertschaftführer in die Polizei Oldenburg ein und wurde am 1. Januar 1934 als Polizei-Major Taktiklehrer an der Höheren Polizeischule Eiche. Am 1. Oktober 1934 wurde er als Major und Kompaniechef in das Infanterie-Regiment Osnabrück übernommen und am 1. Juni 1935 zum Oberstleutnant befördert. Am 15. Oktober 1935 wurde er Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 58. Am 1. Januar 1938 wurde er in das E-Offizierskorps versetzt und Ausbildungsleiter Cosel. Am 1. April 1938 folgte seine Beförderung zum Oberstleutnant. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er am 26. August 1939 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 327 ernannt. Am 1. Juni 1941 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er am 1. August 1941 verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Nach seiner Genesung übernahm er am 1. Oktober 1941 wieder sein Infanterie-Regiment 327. Am 26. Dezember 1941 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 27. Dezember 1941 wurde er zur Heeresgruppe Süd kommandiert. Dort wurde er am 20. Januar 1942 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiments 523 ernannt. Im Juni 1942 führte er eine Kampfgruppe, bestehend aus dem Infanterie-Regiment 523, einem Schützen-Bataillon, zwei Artillerie-Abteilungen, zwei Panzerjäger-Kompanien und zwei Pionier-Bataillonen. Mit dieser Kampfgruppe war er südlich des Donez zur Erkämpfung des Brückenkopfes für die 14. Panzer-Division über den Burluk-Abschnitt bei Basalojewka angesetzt. Das Vorhaben gelang in kürzester Zeit und Oberst Drebber setzte seinen Vormarsch auf eigenen Entschluß am 11. Juni fort und konnte am 12. Juni den Ring am Chatonlin-Abschnitt schließen. Für diesen Einsatz wurde er am 30. Juni 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 21. Januar 1943 wurde er zum Generalmajor befördert und einen Tag später zum Kommandeur der 297. Infanterie-Division ernannt. Am 25. Januar 1943 geriet er bei Stalingrad in russische Gefangenschaft. Er schloß sich dem Nationalkomitee "Freies Deutschland" an und wurde im Oktober 1949 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.

 

Ritterkreuz (30. Juni 1942)