Deutsch, Friedrich-Wilhelm

 

* 19. Februar 1892, Berlin

+ 2. März 1944, Valona

 

 

Friedrich-Wilhelm Deutsch trat am 25. September 1911 als Fahnenjunker in das Colbergische Grenadier-Regiment Graf Gneisenau (2. Pommersche) Nr. 9 ein, in dem er am 22. Mai 1912 zum Fähnrich und am 16. Juni 1913 zum Leutnant befördert wurde. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er in das Hessische Infanterie-Regiment Nr. 418 versetzt, wo er den Krieg über als Kompanieführer und Regiments-Adjutant diente und am 18. August 1918 zum Oberleutnant befördert wurde. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Friedrich-Wilhelm Deutsch am 18. Dezember 1919 wieder in das Infanterie-Regiment 9 versetzt. Ab dem 12. Januar 1920 diente er als Kompanieführer im Reichswehr-Schützen-Regiment 9, bis er am 6. Dezember 1920 in das Infanterie-Regiment 8 versetzt wurde. Hier wurde er am 1. Oktober 1923 zum Hauptmann befördert und ab diesem Tag als Kompaniechef eingesetzt. Ab dem 1. Oktober 1930 diente er im Stab des Infanterie-Regiments 8, wo er am 1. August 1933 auch zum Major befördert wurde. Am 1. Januar 1934 folgte seine Versetzung in den Stab der Kommandantur Deutsch-Krone und am 15. Oktober 1935 seine Ernennung zum Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 15. Am 1. März 1936 wurde er zum Oberstleutnant und am 1. Oktober 1938 zum Oberst befördert. Am 1. Mai 1939 wurde er in den Stab des Infanterie-Regiment 15 versetzt. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde Friedrich-Wilhelm Deutsch am 26. August 1939 erster Kommandeur des neu aufgestellten Infanterie-Regiments 187. Dieses Regiment war 1939 in der Eifel stationiert. Im Mai und Juni 1940 führte er das Regiment während des Westfeldzuges. Am 28. Mai 1941 gab er das Kommando über das Regiment ab und wurde in die Führer-Reserve versetzt. Ab dem 28. August 1941 kommandierte er das Infanterie-Regiment 522, mit dem er ab Juni 1941 in Rußland kämpfte. Am 1. Juli 1942 wurde er zum Generalmajor befördert und am gleichen Tag in die Führerreserve versetzt. Ab dem 15. Juli 1942 kommandierte er die 711. Infanterie-Division. Diese Division lag zum Küstenschutz in der Normandie in Nordfrankreich. Er führte die Division bis zum 15. März 1943 und wurde dann wieder in die Führerreserve versetzt. Am 1. April 1943 wurde er Kommandeur der 297. Infanterie-Division, die in Serbien und Albanien eingesetzt war. Am 1. August 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 17. Februar 1944 wurde er bei einem Autounfall bei Tirana in Albanien schwer verletzt und erlag am 2. März 1944 in Valona seinen schweren Verletzungen.