Deindl, Otto

 

* 23. November 1890, Hundldorf + 14. Juni 1947, Gefangenschaft  

 

Otto Deindl trat am 1. Oktober 1910 als Einjährig-Freiwilliger in das 16. bayerische Infanterie-Regiment ein. Am 8. April 1911 zum Fahnenjunker befördert, kam er gleichzeitig in das 23. bayerische Infanterie-Regiment. Am 28. Oktober 1912 zum Leutnant befördert, wurde er am 2. Februar 1914 zum bayerischen Luft- und Kraftfahr-Bataillon versetzt und dort zum Flugzeugführer ausgebildet. Am 6. November 1914 wurde er dann Flugzeugführer im Kampfgeschwader 2. Am 16. März 1916 zum Oberleutnant befördert, kam er am 22. Juni 1916 zur Fliegerersatz-Abteilung Schleißheim und dort Offiziers-Fluglehrer an den Fliegerschulen 2 und 4. Am 19. Januar 1917 wurde er Flugzeugführer beim Flugpark B und am 12. April 1917 bei der Jagdstaffel (Jasta) 26. Am 1. Mai 1917 wurde er dann Flugzeugführer und stellvertretender Staffelführer in der Jagdstaffel 35. Im September 1917 wurde er als Flugzeugführer in die Jagdstaffel 1 und am 20. November 1917 in die Jagdstaffel 77 versetzt. Am 29. Januar 1918 kam er zur Fliegerersatz-Abteilung Schleißheim und wurde dort Referent beim bayerischen beauftragten Stabs-Offizier bei der Inspektion der Fliegertruppen in Berlin. Am 26. Februar 1918 wurde er dann Technischer Referent beim Kommandeur der Flieger der 6. Armee und Offiziers-Jagdlehrer bei der mobilen Jagdstaffelschule Nivelles. Am 1. Juni 1918 übernahm er die Fliegerschule 3 in Fürth und am 6. November 1918 die Fliegerschule 1 in Schleißheim. Am 1. Oktober 1919 trat er zur bayerischen Landespolizei über, wo er im gleichen Jahr noch zum Polizei-Oberleutnant befördert wurde. Am 1. März 1935 wurde er als Major wieder in das Heer übernommen und am 15. Oktober 1935 Kommandeur der Panzerabwehr-Abteilung 7. Am 6. Oktober 1936 wurde er dann Kommandeur der Panzerabwehr-Abteilung 27 und am 1. Oktober 1937 zum Oberst befördert. Am 15. Februar 1938 wurde er in den Generalstab des Gruppenkommandos 4 versetzt, am 10. Oktober 1939 kam er dann in den Generalstab des Armeeoberkommandos 6. Am 5. November 1939 wurde er Panzerabwehr-Offizier im Generalstab des XXV. Armeekorps und am 1. Oktober 1940 in die Führerreserve versetzt. Am 20. August 1941 wurde er dann Kommandeur des Schützen-Ersatz-Regiments 83 und am 10. Januar 1942 Kommandant des rückwärtigen Armeegebietes 556. Am 1. Februar 1942 zum Generalmajor befördert, wurde Deindl am 18. Oktober 1942 in die Führerreserve versetzt und am 1. Februar 1943 Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets 590. Bereits am 7. März 1943 wieder in die Führerreserve versetzt, wurde er am 21. April 1943 Kommandant des Truppenübungsplatzes Bitsch. Am 15. August 1944 wurde er dann Wehrmacht-Kommandant der Stadt Posen, ab dem 1. Oktober 1944 Festungskommandant Posen. Am 5. Januar 1945 wurde er zum Wehrkreis-Kommando II versetzt, um in die Geschäfte des Wehrmachtkommandanten Stettin eingearbeitet zu werden, am 2. Februar 1945 dann aber doch in die Führerreserve versetzt. Am 8. Mai 1945 geriet er in Gefangenschaft, in der er am 14. Juni 1947 verstorben ist.