Daniel, Richard

 

* 24. Dezember 1900, Anspach / Taunus + 4. Mai 1986, Neumünster / Schleswig-Holstein  

 

Richard Daniel trat am 16. April 1916 in die Unteroffiziersschule Annaburg ein und wurde am 30. September 1920 aus dem Infanterie-Regiment 76 in die Polizei verabschiedet. Am 1. April 1924 wurde er zum Polizeileutnant befördert. Am 1. August 1935 wurde er als Hauptmann in das Heer übernommen, war am 15. Oktober 1935 Kompanie-Chef im Infanterie-Regiment 26 und wurde am 12. Oktober 1937 Chef der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 46. Am 10. November 1938 wurde er Chef der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 46 und übernahm bei Kriegsbeginn das Ersatzbataillon des Regiments. Am 1. Oktober 1939 wurde er Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 401 und am 1. März 1940 zum Major befördert. Am 15. Januar 1942 übernahm er die Führung des Infanterie-Regiments 391, wurde am 1. April 1942 zum Oberstleutnant befördert und erhielt für hervorragenden Einsatz bei der Einnahme der Festung Sewastopol am 25. Juli 1942 das Ritterkreuz verliehen. Am 1. November 1942 wurde er zum Oberst befördert und am 2. Juni 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 1. Dezember 1943 wurde Richard Daniel als Kommandeur des Lehrstabes II an die Infanterie-Schule Döberitz versetzt und übernahm am 15. Juli 1944 die Führung der 45. Volks-Grenadier-Division. Am 1. Oktober 1944 zum Generalmajor befördert, erwarb er sich am 7. Februar 1945 die Ehrenblattspange. Am 19. März 1945 wurde er durch einen Paksplitter schwer verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Für seine Führungsleistung wurde er am 30. April 1945 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Im Lazarett liegend, geriet er bei Kriegsende in britische Gefangenschaft, aus der er im Juni 1945 entlassen wurde.

Ritterkreuz (25. Juli 1942) Eichenlaub (30. April 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011