Clausen, Erwin
| * 5. August 1911, Berlin-Steglitz
+ 4. Oktober 1943, Nordsee (gefallen)
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Erwin Clausen trat 1931 der Reichsmarine bei. 1935 wurde er in die Luftwaffe versetzt. Nach seiner fliegerischen Ausbildung wurde er in die 3. Staffel des Lehr-Geschwaders 2 versetzt, mit der er im Polenfeldzug seinen ersten Luftsieg errang. Während des Frankreichfeldzuges gelangen ihm weitere zwei Luftsiege und über England ein weiterer. Am 1. Februar 1941 wurde er als Oberleutnant zum Staffelkapitän der 1. Staffel im Lehr-Geschwaders 2 ernannt. Während des Balkanfeldzuges errang er drei weitere Luftsiege. Auch über Rußland errang er weitere Luftsiege. Am 6. Januar 1942 wurde seine Staffel zur 1. Staffel des Jagdgeschwaders 77. Zu diesem Zeitpunkt hatte er insgesamt 18 Luftsiege errungen. Am 9. März 1942 gelangen ihm fünf Luftsiege. Für 52 Luftsiege wurde ihm am 22. Mai 1942 das Ritterkreuz verliehen. Am 27. Juni 1942 wurde er zum Kapitän der 6. Staffel im Jagdgeschwader 77 ernannt. Bereits am 22. Juni 1942 errang er seinen 100. Luftsieg. Am nächsten Tag wurde ihm das Eichenlaub verliehen. Am 1. Februar 1943 wurde er zur Ergänzungsgruppe Süd versetzt. Als Hauptmann wurde er am 20. Juni 1943 zum Kommandeur der I. Gruppe das Jagdgeschwaders 11. Im Juli 1943 schoß er acht viermotoriger Bomber bei der Reichsluftverteidigung ab. Am 4. Oktober 1943 wurde er bei einem Angriff auf britische Bomber über der Nordsee mit seiner Fw 190 A-5/U 12 abgeschossen und getötet.
Insgesamt errang Erwin Clausen auf seinen 561 Feindflügen 132 Luftsiege.
Ritterkreuz (22. Mai 1942) Eichenlaub (23. Juli 1942)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011