Brückner, Wilhelm

 

* 11. Dezember 1884, Baden-Baden

+ August 1954, Herbstdorf

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Wilhelm Brückner ging nach seinem Abitur und dem Studium der Rechtswissenschaft und der Volkswirtschaft nach Straßburg, Freiburg, Heidelberg und München. Im Ersten Weltkrieg war er Offizier in einem bayrischen Infanterie-Regiment und wurde bei Kriegsende als Oberleutnant verabschiedet. Er trat in das Freikorps "Epp" ein und war im Schützenregiment 42 der Reichswehr an der Niederschlagung der Räterepublik in München beteiligt. Ende 1919 nahm er sein Studium wieder auf, ging dann aber drei Jahre lang als Aufnahmetechniker zum Film. 1922 trat Brückner der NSDAP bei. Bereits am 1. Februar 1923 war er Führer  des SA-Regiments München, mit dem er am Hitler-Putsch am 9. November 1923 teilnahm. Er wurde deswegen zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, aber bereits nach viereinhalb Monaten wieder freigelassen, worauf er wieder die Führung seines alten SA-Regiments übernahm. Anschließend war er als dritter Generalsekretär bis 1927 beim Verein für das Deutschtum im Ausland (VDA) tätig, verdiente sein Geld aber al kaufmännischer Vertreter, bis er 1929 beim Deutschen Auslandsinstitut eine Anstellung fand. Ende 1930 kam er als SA-Adjutant zu Hitler, bei dem er aber mehr die Funktion eines persönlichen Adjutanzen und ständigen Begleiters ausübte. Am 9. November 1934   ernannte ihn Hitler zum SA-Obergruppenführer. Durch einen Autounfall Brückners konnte dieser Hitler den später langjährigen Begelitarzt Karl Brandt vermitteln.

Brückner, der wegen seine Unkompliziertheit und Leutseligkeit bei den Bittstellern und Alltagsbesuchern der Reichskanzlei sehr beliebt, stand er bei Ausbruch des Krieges zunehmend im Schatten der forschen Wehrmachts- und SS-Adjutanten Hitlers. Im Oktober 1940 wurde er wegen einer Auseinandersetzung mit Hitlers Hausintendanten Kannenberg überraschend entlassen. An seine Stelle trat Julius Schaub. Brückner ging zur Wehrmacht, wo er den Krieg als Oberst beendete.