Brendel, Joachim

 

* 27. April 1921, Ulrichshalben / Thüringen

+ 7. Juli 1974, Köln

 

 

Joachim Brendel trat 1939 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein, wo er zum Jagdflieger ausgebildet wurde. Am 1. April 1941 zum Leutnant befördert, flog er ab Juni 1941 bei der 2. Staffel des Jagdgeschwaders 51 in Rußland. Am 29. Juni 1941 errang er auf seinem vierten Feindflug seinen ersten Luftsieg, als ihm der Abschuss einer DB-3 gelang. Der Einsatzweg der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 51 führte in der zweiten Jahreshälfte 1941 über Bobruisk-Brjansk-Smolensk bis vor Moskau. Anschließend flog die Gruppe im Raum Ilmensee sowie später um die Schlachten bei Cholm und Demjansk. Nach weiteren 116 Feindflügen errang Brendel erst am 31. März 1942 seinen 2. Luftsieg. Am 12. Dezember 1942 errang er seinen 10. Luftsieg (eine Il-2), am 24. Februar 1943 seinen 19. und 20. Luftsieg (Zwei Il-2 innerhalb von 3 Minuten). Am 15. März 1943 wurde ihm der Ehrenpokal der Luftwaffe überreicht. Ab Mai 1943 führte er die 1. Staffel seines Geschwaders und wurde am 1. Juli 1943 zum Oberleutnant befördert. Am 9. Juli 1943 errang er seinen 50. Abschuss. Auf seinem 551. Feindflug errang er am 22. November 1943 seinen 95 - 100. Luftsieg (5 Il-2 und eine Yak-9, zwei bei seinem 550. Feindflug, vier bei seinem 551 Feindflug), wofür er als Oberleutnant am selben Tag mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Am 1. April 1944 wurde er zum Hauptmann befördert und am 2. Juli 1944 Kommandeur der III. / Jagdgeschwader 51. Am 16. Oktober 1944 errang er seinen 150. Luftsieg. Am 14. Januar 1945 wurde ihm nach 156 Luftsiegen das Eichenlaub verliehen. Bei Kriegsende hatte er auf über 950 Feindflügen insgesamt 189 Luftsiege errungen.

 

Ritterkreuz (22. November 1943) Eichenlaub (14. Januar 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011