Bremm, Josef

 

* 3. Mai 1914, Mannebach

+ 21. Oktober 1998, Monreal

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Josef Bremm trat 1935 in die Wehrmacht ein und war zwei Jahre lang Unteroffizier im Infanterie-Regiment 7, ehe er als Feldwebel der Reserve entlassen wurde. 1938 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert und beim Infanterie-Regiment 425 gelistet. Bei Kriegsausbruch wurde er einberufen und Zugführer im Infanterie-Regiment 453. Als Bataillonsadjutant nahm er am Westfeldzug teil , wo er beide Klassen des Eisernen Kreuzes erhielt. Ab Oktober 1940 war er wieder Adjutant beim III./Infanterie-Regiment 426. Bei Beginn des Überfalls auf Rußland war Bremm erneut Zugführer. Anfang Juli wurde er durch Granatsplitter erstmals verwundet. Am 5. August 1941 wurde Bremm dann Kommandeur der 5. Kompanie des IR 426, im Oktober wurde er zum Oberleutnant der Reserve befördert. Während der Winterkämpfe 1941/42 gelang es Bremm mit seiner geschwächten Kompanie, einen schweren russischen Angriff zurückzuschlagen und im Gegenschlag ein feindliches Bataillon aufzureiben. Hierfür wurde ihm am 18. Februar 1942 das Ritterkreuz verliehen. Im Frühjahr 1942 erlitt Bremm einen Unterarmdurchschuß, nach seiner Genesung wurde er ins aktive Offizierskorps übernommen und am 28. September 1942 als Hauptmann zum Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 426 ernannt. Ende September 1942 gelang ihm mit seiner Einheit das Aufrollen einer Riegelstellung südöstlich des Ilmensees. Hierfür erhielt er am 23. Dezember 1942 das Eichenlaub verliehen. Im Januar 1943 wurde Bremm erneut verwundet und erhielt das Verwundetenabzeichen in Gold verliehen. Außerdem wurde er in die Heimat versetzt und Waffenlehrer an Infanterie-Schulen. Am 1. Februar 1943 wurde Bremm zum Major befördert und am 15. März 1944 auf eigenen Wunsch wieder an die Front versetzt. Er wurde Kommandeur des Füsilier-Bataillons der 712. Infanterie-Division im Westen. Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie wurde Bremm im August 1944 Kommandeur des Grenadier-Regiments 990, mit dem er an der Invasionsfront kämpfte. Am 1. November 1944 wurde Bremm zum Oberstleutnant befördert. Nach dem Rückzug aus Frankreich und Belgien wurde Bremm am 16. Dezember 1944, dem ersten Tag der Ardennen-Offensive, durch Granatsplitter verwundet, blieb aber bei seinem Regiment. Nach den letzten Kämpfen in Deutschland geriet Bremm bei Kriegsende in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Als letztem Soldaten waren ihm am 9. Mai 1945 für die Abwehrerfolge seines Regiments die Schwerter verliehen worden.

 

Ritterkreuz (18. Februar 1942) Eichenlaub (23. Dezember 1942) Schwerter (9. Mai 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011