Bormann, Dr. Ing. Ernst
| * 5. November 1897, Kirchbrak / Niedersachsen
+ 3. August 1960, Düsseldorf |
Ernst Bormann kam 1915 als Kriegsfreiwilliger und Fahnenjunker zur Infanterie. 1916 wurde er im Infanterie-Regiment 32 zum Leutnant befördert. Zur Luftwaffe versetzt, war er bei Kriegsende in der Jagdstaffel "Boelke". Nach dem Krieg schied er aus der Armee aus und studierte Ingenieurswissenschaften. 1935 wurde er als Hauptmann wieder in die Luftwaffe übernommen. 1938 war er als Major Kommandeur einer Jagdgruppe. Ernst Bormann wurde dann zu den Kampffliegern versetzt und war Flugzeugführer im Kampfgeschwader 76. Am 1. Februar 1941 wurde er als Oberst Kommodore des Kampfgeschwaders 76. Für die Zerschlagung einer starken Feindgruppe bei Wilkomierz wurde ihm am 5. Oktober 1941 das Ritterkreuz verliehen. Am 1. April 1942 wurde er zum Oberst befördert. Für die Erfolge des Geschwaders wurde ihm am 3. September 1942 das Eichenlaub verliehen. Am 7. Januar 1943 gab er das Geschwader ab und versah anschließend seinen Dienst bei diversen Dienststellen der Luftwaffe. Anfang 1944 wurde er dann in den Stab der Luftflotte "Reich" versetzt. Dort wurde er am 1. Oktober 1944 zum Generalmajor befördert. Bei Kriegsende war er Kommandant des Flughafenbereichs 5/VIII.
Ritterkreuz (5. Oktober 1941) Eichenlaub (3. September 1942)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011