Bochmann, Georg

 

* 18. September 1913, Albernau / Sachsen

+ 8. Juli 1973, Offenbach a. Main

 

Georg Bochmann trat am 1. April 1934 in die SS-Totenkopfverbände ein. Am 20. April 1936 zum Untersturmführer befördert, wurde er später Führer der 3. Hundertschaft der 1. SS-Totenkopfstandarte "Oberbayern". 1939 wurde er Chef der 14. Kompanie der Standarte. Im Frankreichfeldzug mit dem EK II ausgezeichnet, wurde er zum SS-Hauptsturmführer befördert und Kommandeur der SS-Panzerjägerabteilung "Totenkopf". Im Frühjahr 1942 führte er im Kessel von Demjansk eine Kampfgruppe, mit der er den Ausbruch aus dem Kessel erzwingen sollte. Nach schwersten Kämpfen erreichte die Kampfgruppe an 21. April 1942 das Ostufer des Lowat, wo er auf die Entsatzsoldaten des Korps "Seydlitz" stieß. Am 20. April 1942 zum SS-Sturmbannführer befördert, wurde ihm am 3. Mai 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Kurze Zeit später wurde er Kommandeur das II. / SS-Kradschützen-Regiment "Thule", welches er im Februar 1943 im Raum Charkow führte. Für einen tiefen Vorstoß in die russischen Linien am 9. März 1943 und die Erstürmung eines wichtigen Ortes wurde ihm am 17. Mai 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Im Juli 1943 wurde er Kommandeur des SS-Panzer-Regiments 3 "Totenkopf". Im September 1944 führte er für kurze Zeit vertretungsweise das SS-Panzerregiment 9 "Hohenstaufen" in Frankreich. Am 9. November 1944 wurde er zum SS-Standartenführer befördert. Am 3. Januar 1945 übernahm er die Führung der 18. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division "Horst Wessel", welche er in den Kämpfen um Schlesien führte. Für die Leistungen der Division wurden ihm am 26. März 1945 die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen. Außerdem wurde er zum SS-Oberführer befördert. Er übernahm die Führung über die 17. SS-Panzergrenadier-Division "Götz von Berlichingen". Am 8. Mai 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft.

 

Ritterkreuz (3. Mai 1942) Eichenlaub (17. Mai 1943) Schwerter (26. März 1945)