Bleichrodt, Heinrich

* 21. Oktober 1899, Berga

+ 9. Januar 1977, München

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Heinrich Bleichrodt ging am 1. April 1933 als Fähnrich zur See zur Kriegsmarine, am 1. Januar 1935 wurde er Oberfähnrich und am 1. April 1935 Leutnant. Er wurde auf das Segelschulschiff "Goch Fock" und den schweren Kreuzer "Admiral Hipper" kommandiert, bevor er im Oktober 1939 als Kapitänleutnant (seit dem 1. Oktober 1939) zur U-Boot-Waffe kam. Nachseiner Ausbildung auf einer U-Bootsschule erhielt er das Kommando über U-8 und wurde anschließend IWO auf U-34 unter Kapitänleutnant Wilhelm Rollmann. Mit U-34 und Bleichrodtals IWO versenkte Rollmann acht Schiffe mit 22434 Tonnen.

Am 4. September 1940 übernahm er das Kommando über U-48, mit dem er am 8.September 1940 zu seiner ersten Feindfahrt ausfuhr. Auf dieser ersten Feindfahrt konnte er neun Schiffe mit 51862 Tonnen versenken, auf der zweiten im Oktober 1940 noch einmal acht Schiffe mit 43106 Tonnen. Für diese Leistungen erhielt er am 24. Oktober 1940 das Ritterkreuz. Gleichzeitig mit ihm erhielt sein IWO, Oberleutnant z.S. Teddy Suhren das Ritterkreuz. Am 16. Dezember 1940 gab Bleichrodt das Kommando über U-48 ab und stellte am 22. Januar 1941 U-67 in Dienst. Dieses Kommando behielt er aber nur bis zum 4. Juni 1941. In dieser Zeit absolvierte er aber keine Feindfahrten mit dem Boot. Am 5. Juni 1941 übernahm er das Kommando über U-109. Mit diesem Boot fuhr er auf sechs Feindfahrten und versenkte dabei 13 Schiffe mit über 80000 Tonnen. Dafür erhielt er am 23. September 1942 das Eichenlaub. Nachdem er am 31. Januar 1943 krankheitsbedingt das Kommando über U-109 abgegeben hatte, wurde er erst zur 27. Unterseeboots-Flottille versetzt und kam anschließend im Juli1943 als Taktiklehrer zur 2. Unterseeboots-Ausbildungs-Division. Am 1. November 1943 wurde er zum Korvettenkapitän befördert. Ab Juli 1944 kommandierte er die 22. Unterseeboots-Flottille. Insgesamt versenkte er im Krieg 27 Schiffe mit 158957 Tonnen und beschädigte drei Schiffe mit 16362 Tonnen.

Ritterkreuz (24. Oktober 1940) Eichenlaub (23. September 1942)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: Der U-Boot Krieg 1939–1945. Band 3. Deutsche U-Boot Erfolge von September 1939 bis Mai 1945. Mittler Verlag Hamburg, Berlin, Bonn 2001