von Axthelm, Walther Moritz Heinrich Wolfgang

 

* 23. Dezember 1893, Hersbruck

† 6. Januar 1972, Traunstein

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Walther von Axthelm trat am 15. September 1913 als Fahnenjunker in die Bayerische Armee ein. Er kam dabei zur 6. Batterie des 8. Königlich Bayerisches Feldartillerie-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ in Nürnberg. Mit diesem Regiment zog er bei Ausbruch des 1. Weltkrieges Anfang August 1914 an die Front. Am 24. September 1914 wurde er zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 7. Januar 1913 datiert. Danach wurde er als Batterieoffizier in seinem Regiment eingesetzt. Am 16. Juli 1916 wurde er als Batterie-Offizier in die 5. Batterie vom 8. Königlich Bayerisches Feldartillerie-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ versetzt. Am 30. Juli 1916 war er Artilleriebobachter im Fort Douaumont. Am 16. Dezember 1916 wurde er zum Stab der II. Abteilung vom 8. Königlich Bayerisches Feldartillerie-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ kommandiert und dort später Abteilungsadjutant. Im November 1917 nahm er an einem Ausbildungskurs teil. Ab dem Herbst 1917 wurde er im 8. Königlich Bayerisches Feldartillerie-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ als Batterieführer eingesetzt. Am 6. April 1918 wurde er als solcher zum Oberleutnant befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen auch noch andere Auszeichnungen verliehen. Im Februar 1919 wurde er dann zum Regimentsadjutant seines Regiments ernannt. Am 25. März 1919 wurde er Führer der Sicherungs-Batterie der II. Abteilung. Danach wurde er im Herbst als Oberleutnant und Abteilungsadjutant in das Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 18. April 1918 festgelegt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 24. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment. Bei diesem wurde er weiter als Adjutant der III. Abteilung in Nürnberg eingesetzt. Ab dem 1. Oktober 1923 wurde er dann als Zugführer in der 5. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in München eingesetzt. Im April 1925 wurde er auf einen Flak-Lehrgang nach Wilhelmshaven kommandiert. Er wurde aber bereits in die 9. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment nach Fürth versetzt. Danach übernahm er dann am 1. Juni 1925 die Führung über die 9. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Fürth in Bayern . Bis 1929 absolvierte er mehrere Kraftfahr-Lehrgänge. Am 1. Oktober 1926 wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er dann weiter als Batterieführer im 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment eingesetzt. Am 1. Oktober 1927 wurde er zum Chef der 9. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Fürth in Bayern ernannt. Im Frühjahr 1932 ist er dann bei der 8. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Nürnberg verzeichnet. Am 1. Oktober 1932 wurde er dann in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt in der Inspektion der Artillerie (In 4) eingesetzt. Am 1. April 1933 wurde er Abteilungsleiter der Abteilung L 3 vom Luftschutzamt. Ab Mitte Mai 1933 wurde er dann durch die Ausgliederung vom Luftschutzamt zum Reichsluftfahrtministerium (RLM) zum Leiter der Inspektion der Luftschutztruppe (Asta III) ernannt. Diese Abteilung war die einzige vom Luftschutzamt, welche im Reichswehrministerium verlieb, während die L 1 und L 2 zum RLM überwechselten. Am 1. August 1934 wurde er zum Major befördert. Am 1. April 1935 wurde er dann in die Luftwaffe übernommen. Er kam dabei zum RLM, wo er als Gruppenleiter bei der Inspektion der Flakartillerie (L In Flak) eingesetzt wurde. Am 13. August 1936 wurde ihm die Führung des Regiments "Hermann Göring" übertragen und am 26. Oktober 1936 wurde er offiziell dessen Kommandeur. Als solcher wurde er am 1. Januar 1937 zum Oberstleutnant befördert. Am 3. Mai 1937 erfolgte seine kurzzeitige Kommandierung als Oberstleutnant zum Infanterie-Regiment 9, um seine infanteristische Ausbildung zu vervollkommnen. Danach übernahm er wieder als Kommandeur das Regiment "General Göring". Als solcher wurde er am 1. Februar 1939 zum Oberst befördert. Auch bei Ausbruch des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 wurde er noch immer in dieser Funktion eingesetzt. Nach dem Polenfeldzug übernahm er dann als Kommandeur den Stab vom Flak-Regiment 103, was nur eine Tarnbezeichnung für sein Regiment war. Auch bei Beginn des Westfeldzuges im Frühjahr 1940 wurde er noch in dieser Funktion eingesetzt. Am 31. Mai 1940 wurde er dann während des Frankreichfeldzuges zum Kommandeur der Flak-Brigade 1 ernannt. Als solcher wurde er dann nach dem Westfeldzug am 19. Juli 1940 zum Generalmajor befördert. Er trug jetzt bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen. Ab dem 11. März 1941 wurde er dann mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Führer des neuen I. Flak-Korps beauftragt. Als dessen Führer wurde ihm am 4. September 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Im Herbst 1941 wurde er dann zum Kommandierenden General des I. Flakkorps ernannt. Im Dezember 1941 schwer verwundet, verbrachte er die folgenden Wochen im Lazarett. Am 12. Januar 1942 wurde er dann mit der Wahrung der Geschäfte des Inspekteurs und Generals der Flakartillerie (L In 4) betraut und am 8. Mai 1942 zum General der Flakartillerie und Inspekteur der Flakartillerie ernannt. In dieser Funktion hatte er entscheidenden Anteil an der Entscheidung vom 1. September 1942 die Arbeit an Flakraketen wieder aufzunehmen. Er trieb dieser Entwicklung mit allem Nachdruck voran. Am 1. Oktober 1942 wurde er zum Generalleutnant befördert. Ab April 1943 übernahm er gleichzeitig die Stellung des Inspekteurs für das Flakzielgerät 76, die V-1. Am 20. April 1944 wurde er zum General der Flakartillerie befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1944 festgelegt. Am 31. März 1945 wurde er dann noch zum Kommandierender General der Flakausbildung ernannt. Bei der Kapitulation Anfang Mai 1945 geriet er dann in amerikanische Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Juli 1947 wieder entlassen.

Sein persönlicher Nachlass befindet sich heute als N 529 im BA/MA Freiburg.

 

Ritterkreuz ( 4. September 1941)