Aulock, Andreas Maria Karl von
| * 23. März 1893, Kochelsdorf / Oberschlesien
† 23. Juni 1968, Wiesbaden |
Andreas von Aulock wurde am 22. März 1912 als Leutnant aus der
Hauptkadettenanstalt zum 6. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 95 überwiesen.
Am 2. August 1914 wurde er zur 3. Kompanie versetzt, am 27. Oktober 1914 wurde
er Führer der 4. Kompanie. Am 13. November 1915 wurde er Adjutant im I.
Bataillon seines Regimentsund am 27. Februar 1916 Adjutant im Regimentsstab. Am
2. Juli 1917 wurde er zum Feldrekruten-Depot der 38. Infanterie-Division
kommandiert und kam am 26. September 1917 zur Sturmabteilung der 38.
Infanterie-Division. Am 18. August 1917 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am
18. Juni 1918 wurde er Adjutant der 102. Reserve-Infanterie-Brigade und am 20.
Januar 1919 zum Offiziers-Dulag Hannover-Münden kommandiert. Am 9. April 1920
wurde er aus dem Heeresdienst entlassen.
Als Reserve-Offizier wurde er am 1. Dezember 1937 Hauptmann der Reserve beim
Infanterie-Regiment 87. Am 23. November 1938 wurde er als Major im Heer
angestellt und Chef der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 87. Anfang 1939
besuchte er einen Stabsoffizierslehrgang und wurde am 26. August 1939 Kommandeur
des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 212. Am 14. August 1940 wurde er zum
Oberstleutnant befördert. Am 31. Oktober 1940 wurde er Kommandeur des
Infanterie-Regiments 226 und am 16. März 1942 zum Oberst befördert. Am 1.
November 1942 erkrankte er schwer und wurde am 24. Februar 1943 in die
OKH-Reserve versetzt. Am 30. April 1943 wurde er Kommandeur der Kampfgruppe der
79.
Infanterie-Division. Am 13. Juli 1943 wurde er Kommandeur des
Grenadier-Regiments 226. Für einen durch ihn geführten Gegenstoß wurde ihm am 6.
November 1943 das Ritterkreuz verliehen. Vom 19. bis zum 22. Oktober 1943 führte
er die 79.
Infanterie-Division. Am 30. November wurde er zum Divisionsführerlehrgang
kommandiert und anschließend in die Führerreserve versetzt. Am 24. März 1944
wurde von Aulock Kommandeur der Festung St. Malo. Für die Abwehrerfolge der ihm
unterstellten Truppenteile wurde er am 16. August 1944 mit dem Eichenlaub
ausgezeichnet. Am 18. August 1944 geriet er bei der Kapitulation der Festung in
Gefangenschaft.
Ritterkreuz (6. November 1943) Eichenlaub (16. August 1944)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011