Adametz, Johann

 

* 10. April 1879, Wien

† 6. Mai 1963, Wien

 

 

Johann Adametz trat am 18. August 1898 in das k.u.k. Galizisches Infanterie-Regiment "von Kövess" Nr. 95 ein, in dem er als Kompanie-Offizier und anschließend als Bataillons-Adjutant eingesetzt wurde. Am 26. Oktober 1899 wurde er zum Leutnant befördert Vom 1. Oktober 1904 bis zum 15. Juli 1906 war er auf die Kriegsakademie in Wiener-Neustadt kommandiert, wo er am 1. Mai 1905 zum Oberleutnant befördert wurde. Im Anschluß daran kehrte er als Subaltern-Offizier in sein Stamm-Regiment zurück. Vom 20. Oktober 1908 bis zum 19. August 1908 absolvierte er einen Infanterie-Telegraphen-Kurs in Tulln, um im Anschluß selbst als Ausbilder in Tulln tätig zu sein. Am 1. Mai 1913 zum Hauptmann befördert, wurde Johann Adametz am 1. August 1913 Kompanie-Kommandant, später Technischer Adjutant beim Telegraphen-Regiment. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 wurde Ademetz Telegraphen-Referent beim Stab des I. Korps. Ab dem 18. September 1916 diente er als Kommandant der Reserve-Offiziers-Schule und Technischer Adjutant beim Telegraphen-Ersatz-Bataillon St. Pölten. Am 3. Dezember 1917 wurde er dann Stabs-Offizier der Telegraphentruppen beim Generalstab der 10. Armee. Am 1. November 1918 zum Major befördert, folgte am 3. Dezember 1918 die Verwendung als Stabs-Offizier der Telegraphentruppen beim Generalstab der 10. Armee. Am 17. November 1918 wurde er Personal-Referent beim Stationskommando St. Pölten und Verbindungs-Offizier zum provisorischen Nationalrat in St. Pölten. Am 3- Februar 1919 wurde er dann Gruppenleiter der Technischen Gruppe St. Pölten des Telegraphen-Kommandos und am 1. Dezember 1920 Fachreferent für Verbindungswesen in der 5. Abteilung des Bundesministeriums für Heerwesen. Am 1. Januar 1921 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Am 16. September 1925 zum Heeresinspektor kommandiert, wurde er am 20. Mai 1927 zum Oberst befördert. Am 1. September 1928 wurde Ademetz Kommandant der Telegraphen-Fachschule an der Heeresfachschule in Wien und am 18. Juli 1929 wurde ihm der Titel eines Generalmajors verliehen. Am 31. Juli 1929 wurde er dann aus dem Militärdienst entlassen. Am 1. Juni 1936 trat er als ziviler Angestellter in das österreichische Bundesheer ein und wurde ziviler Leiter der Entzifferungs- und Auswertungsgruppe im Bundesministerium für Landesverteidigung. Am 15. März 1938 trat er als Zivilangestellter in die deutsche Luftwaffe über und wurde Leiter der Entzifferungs- und Auswertungsgruppe im Stab des Kommandierenden Generals der Luftwaffe in Österreich bzw. bei der Luftflotte 4. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 übernahm Johann Ademetz das Kommando der Funkhorch-Abteilung (III) im Luftnachrichten-Regiment 4 und Führer der Wetterleitstelle / Funkhorchleitstelle 4 beim Höheren Nachrichtenführer beim Luftflotten-Kommando 4. Am 1. April 1940 folgte die Ernennung zum Kommandeur des Luftnachrichten-Regiments 4 und Führer der Wetterleitstelle 4 beim Höheren Nachrichtenführer des Luftflottenkommandos 4. Am 2. Januar 1941 wurde er dann Nachrichtenführer beim Luftgau-Kommando XVII Wien und zugleich Kommandeur des Luftgau-Nachrichten-Regiments 17. Am 1. Februar 1941 zum Generalmajor befördert, war er ab dem 18. Juni 1941 krankheitsbedingt beurlaubt und schied am 31. Dezember 1941 aus dem Militärdienst aus.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/ADAMETZ_JOHANN.html
K.F. Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935 - 1945, Band 1 A-G. Biblio-Verlag 1990