Rogge, Bernhard

 

* 4. November 1899, Schleswig + 29. Juni 1982, Hamburg  

 

Bernhard Rogge trat 1915 in die Kaiserliche Marine ein. Als Leutnant zur See nahm er am 1. Weltkrieg teil und wurde nach dem Krieg in die Reichsmarine übernommen. 1928 wurde er zum Kapitänleutnant befördert, 1934 zum Korvettenkapitän und 1937 zum Fregattenkapitän. 1936 wurde er Kommandant des Segelschulschiffes "Gorch Fock" und 1938 Kommandant des Segelschulschiffes "Albert Leo Schlageter". Am 1. Dezember 1939 wurde er zum Kapitän zur See befördert. Im selben Monat wurde er Kommandant des Hilfskreuzers "Atlantis", mit dem er am 31. März 1940 zur Feindfahrt auslief. In 655 Seetagen legte der Hilfskreuzer 110.000 Seemeilen im Atlantik, im Pazifik und im Indischen Ozean durch und versenkte 19 Schiffe. Drei weitere Schiffe wurden aufgebracht. Noch während der Feindfahrt wurde ihm am 7. Dezember 1940 das Ritterkreuz verliehen. Am 22. November 1941 mußte Rogge den Hilfskreuzer während der Versorgung von U-126 infolge des überraschenden Auftauchens des britischen Kreuzers "Devonshire" selbst versenken. Rogge und seine Besatzung konnten nach einer abenteuerlichen Rettung durch deutsche und italienische U-Boote nach Deutschland zurückkehren. Am 31. Dezember 1941 erhielt er als Kapitän zur See für seine Leistungen das Eichenlaub verliehen. Ab April 1942 hatte er eine Stabschefstellung bei der Bildungsinspektion der Kriegsmarine, deren Inspekteur er im März 1943 wurde. Am 1. März 1943 wurde er zum Konteradmiral befördert, im November 1944 wurde er Befehlshaber des Flottenausbildungsverbandes in der Ostsee. 1945 war er maßgeblich an der Rettung deutscher Flüchtlinge aus Ostpreußen beteiligt. Nach Kriegsende befand er sich bis zum 14. September 1945 in britischer Internierung.
1955 trat er in die Bundesmarine ein. 1962 ging er als Konteradmiral und Befehlshaber im Wehrbereich I in den Ruhestand.

Ritterkreuz (7. Dezember 1940) Eichenlaub (31. Dezember 1941)