Höcker, Hanskurt

 

* 2. August 1894, Stadthagen

† 10. August 1961, Detmold

 

Hans-Kurt Höcker trat am 26. Februar 1912 als Fahnenjunker in das 6. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 55 ein. Am 18. August 1913 wurde er zum Leutnant befördert. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges zog er mit seinem Regiment ins Feld. Im Krieg wurde er in den verschiedensten Stellungen seines Regiments an der Westfront eingesetzt. Dabei wurde er am 5. Oktober 1916 zum Oberleutnant befördert. Im Herbst 1917 geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Aus dieser wurde er nach dem 1. Weltkrieg wieder entlassen. Er wurde dann in das 100.000 Mann-Heer der Reichswehr übernommen. Dabei wurde er die ersten Jahre im 18. Infanterie-Regiment eingesetzt. Am 1. Februar 1924 wurde er zum Hauptmann befördert. Er wurde zu dieser Zeit im Regimentsstab vom 18. Infanterie-Regiment eingesetzt. Am 1. April 1926 wurde er zum Chef der 14. Kompanie vom 18. Infanterie-Regiment ernannt. Diesen Posten behielt er die nächsten 8 Jahre inne. Als solcher wurde er auch am 1. Oktober 1933 zum Major befördert. Am 1. April 1934 gab er seine Kompanie ab und wurde als Lehrer an die Infanterieschule Dresden versetzt. Ab Anfang 1935 wurde er dann bei der Kriegsschule München als Lehrer eingesetzt. Dort wurde er am 1. April 1936 zum Oberstleutnant befördert. Am 6. Oktober 1936 wurde er zum Kommandeur des III. Bataillons vom Infanterie-Regiment 116 ernannt. Durch dessen Umbenennung wurde er am 12. Oktober 1937 zum Kommandeur des III. Bataillons vom Infanterie-Regiment 88 ernannt. Am 10. November 1938 gab er sein Kommando ab und wurde zur Kriegsschule Hannover versetzt. Dort wurde er als Leiter der Lehrgruppe B eingesetzt und am 1. Januar 1939 zum Oberst befördert. Bei der Mobilmachung wurde er zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 487 ernannt. Mit diesem Regiment bezog er zu Beginn des 2. Weltkrieges Stellungen im Westen. Er führte das Regiment auch im Westfeldzug. Danach führte er das Regiment zum Anfang des Ostfeldzuges beim Einmarsch nach Mittelrussland. Am 26. Dezember 1941 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 19. Januar 1942 gab er sein Kommando ab und wurde gleichzeitig mit der Führung der 258. Infanterie-Division beauftragt. Am 1. April 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Gleichzeitig wurde er zum Kommandeur der 258. Infanterie-Division ernannt. Am 1. Januar 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Als solcher wurde er am 14. April 1943 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 1. Oktober 1943 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 5. November 1943 wurde er zum Kommandeur der 17. Feld-Division (L) ernannt. Bei der Auflösung der Division wurde er im Oktober 1944 zum Kommandeur der 167. Volks-Grenadier-Division ernannt. Mitte März 1945 gab er das Kommando über seine Division ab. Er wurde dafür zum Abschnittsführer im Bereich der Westfront ernannt. Ende April 1945 geriet er in alliierte Kriegsgefangenschaft. Aus dieser wurde er im Juni 1947 wieder entlassen.

 

Ritterkreuz (14. April 1943)