Bob, Hans-Ekkehard

 

* 24. Januar 1917, Freiburg

Hans-Ekkehard Bob trat am 1. Dezember 1936 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein. Nach einem Jahr an der Luftkriegsschule Wildpark Werder absolvierte er ein halbes Jahr Grundausbildung. 1938 besuchte er als Oberfähnrich die Offiziersschule. Anschließend wurde er an die Jagdfliegergruppe 133 in Wiesbaden versetzt. Dort flog er vorerst die Ar 68. 1938 wurde er zum Jagdgeschwader 334 versetzt und schulte auf die Me 110 um. Dort wurde er am 1. September 1938 zum Leutnant befördert. Im Juli 1939 wurde er zur 3./Jagdgeschwader 21 versetzt, die am 6. Juni 1940 zur 9./Jagdgeschwader 54 umgewandelt wurde. Am 10. Mai 1940 errang er seinen ersten Luftsieg über Belgien. Bei Beendigung des Frankreichfeldzuges hatte er vier Luftsiege errungen. Am 1. August 1940 wurde er zum Oberleutnant befördert und am 10. Oktober 1940 zum Staffelführer der 7. Staffel ernannt. Bereits am 28. November 1940 wurde er zum Kommandeur der 9. Staffel ernannt. Während der Luftschlacht um England flog Hans-Ekkehard Bob Jabo-Einsätze über England. Am 11. November 1940 errang er seinen 19. Luftsieg. Hierfür wurde ihm am 7. März 1941 das Ritterkreuz verliehen. Am 21. März 1941 stürzte er mit einer Bü 131 auf einem Verbindungsflug im Hafen von Cherbourg ins Wasser. Hans-Ekkehard Bob überlebte unverletzt. Im April 1941 nahm er am Balkanfeldzug teil und schoß am 6. April 1941 eine jugoslawische Me 109 ab. Dieser Abschuß war sein 20. Nach dem Balkanfeldzug wurde die Staffel mit der Me 109 F ausgestattet. Am 23. Juni 1941 errang Bob seinen ersten Luftsieg über Rußland. Dabei wurde auch die Me 109 F-2 von Hans-Ekkehard Bob schwer beschädigt, so dass er hinter den feindlichen Linien notlanden mußte. Er wurde aber von den vorrückenden deutschen Truppen aufgenommen. Am 13. Juli 1941 wurde er erneut abgeschossen, ebenso am 20. August. Ende 1941 hatte Bob insgesamt 39 Luftsiege errungen, am 29. September 1942 errang er seinen 50. Luftsieg. Am 12. Februar 1943 verlegte die 9./Jagdgeschwader 54 nach Westen.  Am 17. April 1943 errang er seinen 57. Luftsieg durch das Rammen einer US B-17 bei Bremen. Bei diesem Rammstoß wurde Bob schwer verwundet. Am 1. August 1943 wurde er zum Major befördert und zum Kommandeur der IV./Jagdgeschwader 51 ernannt. Am 9. Mai 1944 wurde er zum Kommandeur der II./Jagdgeschwader 3 ernannt. Im August 1944 wurde er zum Erprobungskommando 262 versetzt und auf der Me 262 ausgebildet. Anfang 1945 wurde Bob General Kammhuber unterstellt und zur Ausbildung neuer me-262-Piloten in Schlesien eingesetzt. Beim Ergänzungs-Jagdgeschwader 2 bildete er zudem neue Me-109-Piloten aus. Anschließend wurde er zum Jagdverband 44 versetzt. Bei Kriegsende hatte er auf 700 Feindflügen 60 Luftsiege errungen.

 

Ritterkreuz (7. März 1941)