SS-Werfer-Abteilung 102
SS-Werfer-Abteilung 502
Feldpostnummer: 00004
Am 18. November 1942 verfügte das SS-FHA, dem Antrag des SS-General-Kommandos
(Pz.) vom 4. November 1942 entsprechend, die Aufstellung einer „Werfer-Abteilung
(mot). Verantwortlich für die Aufstellung war die Inspektion 4 im SS-FHA. Als
Aufstellungstag galt der 15. November 1942
Vorgesehene Gliederung:
Stab Werfer-Abteilung (mot)
Stabs-Batterie (mot)
1. – 3.Werfer-Bttr. (mot)
le. Werfer-Kolonne
Reihenwurfgerät
Die Aufstellung von Stabs-Batterie, 4 Werfer-Batterien und leichte
Werfer-Kolonne erfolgte unter Verwendung von fronterfahrenen Führern und
Unterführern aus den Artillerie- und Infanterie-Geschütz-Einheiten der
Waffen-SS, die bereits vom Heer auf die Nebelwerferwaffe umgeschult worden
waren, und Ersatzmannschaften des SS-Art.Ausb.u.Ers.Rgt. München sowie der
SS-Werfer-Ausbildungs-Batterie. Die Aufstellung und Ausbildung erfolgte im Raum
Celle, unterstützt durch die Nebeltruppenschule Celle und das
Nebel-Lehr-Regiment.
Gliederung und Führung zur Zeit der Aufstellung:
Kommandeur: SS-Hauptsturmführer Neitzel
Adjutant: SS-Untersturmführer Schwenk
Stabsbatterie: SS-Untersturmführer Senden
1.Batterie: SS-Obersturmführer des Coudres
2.Batterie: SS-Obersturmführer Nickmann
3.Batterie: SS-Obersturmführer Krosta
4.Batterie: SS-Obersturmführer Wolters
Die Bezeichnung der Abteilung wechselte häufiger.
SS-Werfer-Abteilung (mot) SS-Gen.Kdo. (Pz.) 18.11.1942 – 00.00.1943
SS-Werfer-Abteilung (mot)/Gen.Kdo. SS-Pz.Korps 00.00.1943 – 26.04.1943
SS-Korps-Werfer-Abteilung/I.SS-Pz.Korps 27.04.1943 – 03.07.1943
SS-Korps-Werfer-Abteilung/Gen.Kdo. II.SS-Pz.Korps 00.07.1943 – 21.10.1943
auch: SS-Korps-Werfer-Abteilung 2
SS-Korps-Werfer-Abteilung 102 22.10.1943 – 00.02.1944
09.02.1943 – 20.02.1943 Verlegung von Wathlingen bei Celle an die Ostfront,
Entladebahnhof: Poltawa Versammlung südlich Poltawa. Abt.Gef.Std.: Tereschki
(19.2.1943). Verpflegungsstärke: 21 : 105 : 584 Mann
Einsatz im Rahmen des General-Kommandos des SS-Panzer-Korps, später I.
SS-Panzer-Korps, schließlich II. SS-Panzer-Korps
Am 9. März 1943 wurde die Abteilung der 1.SS-Panzerdivision "LSSAH" unterstellt.
Am 11. März feuerte die Abteilung auf den Flugplatz von Charkow. Am 15. März
wurde die Einheit der 2. SS-Panzerdivision "Das Reich" unterstellt. Im Monat
darauf wurde die Abteilung der 3. SS-Panzerdivision "Totenkopf" angegliedert. Im
Mai ist die Truppenstärke auf 682 Mann gesunken. Am 3. Juli 1943 wurde der
Abteilung kurzzeitig eine 5. Batterie mit 4 Vielfachwerfern angegliedert. Im
Laufe der nächsten Woche kämpfte die Abteilung mit der Totenkopf Division bei
Michailovka und unterstützte das SS-Panzergrenadier Regiment 3 "Deutschland". Am
11. Juli hatte die Einheit eine Stärke von 738 Mann. Am 2. August unterstützte
die Abteilung die Totenkopf-Division am Mius, nahe Dimitrijevja. Am 11. August
1943 wurde die 5. Batterie wieder abgezogen.
Am 20. August 1943 unterstützte sie die 198. Infanterie Division und das
SS-Panzergrenadier Regiment 4 "Der Führer" bei der Verteidigung von Korotitsch.
Am 5. September unterstützte die Abteilung die 113. Infanteriedivision bei
Perekop. Am 25.9. unterstützte die Werfer-Abteilung "Das Reich" bei der
Beseitigung eines Brückenkopfes der Sowjets über den Dnjepr. Am 11. Oktober 1943
ist die Truppenstärke wieder auf 530 gesunken.
Vom 17. bis 22. Oktober 1943 unterstützten Teile der Abteilung die 17.
Infanterie Division und der 19. Panzergrenadier Division bei Krassnopolka. Am
22. Oktober 1943 hatte die Abteilung keine Munition mehr, und die Männer der
Abteilung wurden am 9. November als Alarm-Kompanie beim Grenadier Regiment 305
und beim SS-Panzer Regiment 2, bei der Verteidigung von Stepanovka eingesetzt.
Am 21. November wurde die Einheit nach Zhitomir versetzt. Dort bekam sie neue
Munition ausgehändigt. Am 26. sollte die Einheit zusammen mit dem Großteil der
Division "Das Reich" nach Frankreich zur Auffrischung verlegt werden, doch
wurden die Einheiten erst am 8. Januar 1944 verladen und abtransportiert.
Die zurückgebliebene 1. und 3. Batterie wurden als Werfergruppe Krosta
(Kommandeur der 3. Batterie) zusammengefasst. Im Februar 1944 unterstützte die
Werfergruppe Krosta die 6.SS-Freiwilligen Sturmbrigade "Langemarck" bei
Stara-Konstantinov. Im April 1944 wurden die Reste der Werfergruppe Krosta auf
den SS-Truppen-Übungsplatz Kurmark zur Auffrischung und Ausbildung verlegt, wo
sie am 24. April 1944 eintrafen. Neuaufstellung der Abteilung auf dem
SS-Truppenübungsplatz Kurmark in Anlehnung an die dort liegende
SS-Werfer-Ausbildungs- und Ersatz-Abteilung
Am 12. Juli 1944 sollte die SS-Werfer-Abteilung 102 zur Unterstützung des 2.
SS-Panzerkorps in der Normandie eintreffen, doch wegen alliierten Jagdbombern
verzögerte sich die Ankunft bis zum 21. Juli.
Am 26.7. 1944 wird die Abteilung der 10. SS-Panzerdivision "Frundsberg"
angegliedert. Am 28. Juli wird die Einheit bei St. Honorie stationiert. Im
August 1944 unterstützte sie die 10.SS-Panzer-Division "Frundsberg", die 9.
SS-Panzerdivision "Hohenstaufen", die 116. und die 21. Panzerdivision. Am 29.
August 1944 konnte sie bei Duclair aus dem Kessel von Falaise ausbrechen und
wurde der Kampfgruppe Harzer eingegliedert.
Am 7. September organisierte sich die Einheit neu und hatte nun 2 kampfbereite
Batterien zur Verfügung. Diese wurden als „Werfer-Gruppe Nickmann“ vom
Abteilungs-Kommandeur SS-Hauptsturmführer Nickmann geführt. Der Rest der Einheit
wurde nach Deutschland zur Neuaufstellung verlegt.
Am 11. September 1944 hatte die Werfer-Gruppe 16 Nebelwerfer. Zwischen dem 17.
und 26. September unterstützte die Werfer-Gruppe die KG Harzer während der
Operation "Market Garden". Im September wurde die Nummer in 502 geändert, unter
gleichzeitiger Überführung der Abteilung in die „Sondertruppe der
Reichsführung-SS“.
SS-Werfer-Abteilung 502
Aufstellung der Abteilung durch Umnummerierung der SS-Werfer-Abteilung 102 im
September 1944. Während die Abteilung neu aufgestellt wurde, befanden sich
einsatzfähige Teile als „SS-Werfer-Gruppe Nickmann“ unter der Führung des
bisherigen Abteilungskommandeurs weiterhin im Einsatz. Ab November1944 sammelte
die Einheit in Bonn, der Kommandeur während der Auffrischungsphase,
SS-Sturmbannführer de Coudres , wurde zur neu aufzustellenden
SS-Werfer-Abteilung 505 versetzt und SS-Hauptsturmführer Nickmann übernahm
wieder das Kommando.
Im Dezember 1944 nahm die Abteilung - ebenso wie die SS-Werfer-Abteilung 503 –
im Rahmen des II. SS-Panzerkorps an der Ardennen-Offensive, bei Losheim und
St.Vith, teil. Dort gab es wegen gegnerischem Artillerie-Feuer starke Verluste.
Am 15. Januar 1945 wurde der Kommandeur, SS-Hstuf. Nickmann, getötet. Am 17.
Januar 1945 waren nur 6 Werfer und 6 Fahrzeuge einsatzbereit, daraufhin wurde
die Einheit aus der Front genommen und in Arbach wieder aufgefüllt.
Im Februar 1945 wurde die Abteilung nach Ungarn verlegt und bei Raab
stationiert, wo sie wieder dem II. SS-Panzerkorps unterstand. Hier kämpfte sie
wie bei der Ardennenoffensive neben der SS-Werfer-Abteilung 503. Noch im selben
Monat wurde der Kommandeur SS-Hauptsturmführer Wolters getötet. Während des
Unternehmens "Frühlingserwachen" eingesetzt, zog sich die Werfer-Abteilung dann
zusammen mit den Resten der 6. SS-Panzer-Armee nach Westen zurück. Mitte April
wird die Abteilung, erneut auf die Stärke einer Batterie reduziert, in und bei
Wien. Eingesetzt.
Im Mai 1945 ergaben sich die letzten Angehörigen der Abteilung den US-Amerikaner
in Stockerau. .
Truppenstärkenübersicht:
| Datum: | Offiziere: | Unteroffiziere: | Soldaten (Schütze bis Stabsgefreite): | 5cm Pak: | 15cm Werfer 41 |
| 10.2.1943 | 21 | 105 | 584 | 5 | 24 |
| 1.5.1943 | 26 | 91 | 565 | ||
| 1.6.1943 | 5 | 28 | |||
| 11.7.1943 | 18 | 103 | 617 | ||
| 11.10.1943 | 18 | 75 | 437 | ||
| 11.11.1943 | 4 | 28 | |||
| 1.7.1944 | 645(inkl. Off. und Unteroff.) | 24 | |||
| 1.8.1944 | 10 | ||||
| 11.9.1944 | 537(inkl. Off und Unteroff.) | 16 | |||
| 17.1.1945 | 6 |
Verluste (13.2.1943 bis 24.12.1943): 48 getötet; 3 vermisst; 259 verwundet, 125 der Verwundeten blieben bei der Einheit.
Kommandeure:
18. November 1942 bis Juli 1944 SS-Hauptsturmführer Waldemar Neitzel
Juli 1944 bis September 1944 SS-Hauptsturmführer Niekmann
September 1944 bis November 1944 SS-Sturmbannführer de Coudres
November 1944 bis 15.1.1945 SS-Hauptsturmführer Nickmann
15.1.1945 bis Februar 1945 SS-Hauptsturmführer Weiss
Februar 1945 bis März 1945 SS-Hauptsturmführer Wolters
April 1945 bis Mai 1945 SS-Obersturmführer Bogs