SS-Werfer-Abteilung 12
Feldpostnummern:
Abteilungsstab Feldpostnummer 10443
Stabsbatterie Feldpostnummer 10443
1.Batterie Feldpostnummer 14052
2.Batterie Feldpostnummer 15541
3.Batterie Feldpostnummer 12394
4.Batterie Feldpostnummer 10823
leichte Werfer-Kolonne Feldpostnummer 13008
Bei der Aufstellung des Generalkommando I. SS-Pz.Korps „Leibstandarte“ gemäß
Verfügung des SS-FHA, Kommando-Amt der Waffen-SS, vom 27.7.1943 wurde u.a. auch
die Aufstellung einer Korps-Werfer-Abteilung in Aussicht genommen.
Angesichts der angespannten Personal- und Materiallage wurde „unter Beschränkung
auf das Notwendigste“ die Aufstellung dieser Abteilung im September 1943
zurückgestellt und schließlich ganz auf die Aufstellung verzichtet.
Dafür plante das Generalkommando I. SS-Pz.Korps jedoch – vollkommen im
Widerspruch zum oben angeführten! – die Aufstellung von je einer
Werfer-Abteilung für die beiden unterstellten Divisionen (1. und
12.SS-Pz.Division) unter Verwendung des noch vorhandenen und für die
Korps-Werfer-Abteilung zunächst bereitgestellten Personals des
„SS-Aufstellungsstabes Staudinger“ (Arko 101).
Schließlich verfügte das Generalkommando I. SS-Pz.Korps am 21.12.1943 betr.
„Aufstellungen von Werfer-Abteilungen“ u.a. die Aufstellung der
SS-Werfer-Abteilung 12 in nachfolgender Gliederung:
Abteilungsstab
Stabsbatterie
1. - 4. Batterie
leichte Werfer-Kolonne
Kommandeur: SS-Sturmbannführer Müller
Adjutant: SS-Untersturmführer Lämmerhirt
1.Batterie SS-Obersturmführer Macke
2.Batterie SS-Obersturmführer Ziesenitz
3.Batterie SS-Untersturmführer Bay
4.Batterie SS-Obersturmführer Erhart
Als Aufstellungsort wurde Soignes befohlen. Verantwortlich für die Aufstellung
war der SS-Arko 101, der auch das Stammpersonal für die Abteilung in Stärke von
4 Führern, 34 Unterführern und 30 Mannschaften stellte. (
Die Aufstellung des Kaders erfolgte in den letzten Dezembertagen in Sterzing,
Südtirol. Um die Jahreswende 1943/1944 verlegte der Aufstellungskader nach
Soignes, Belgien, wo die eigentliche Aufstellung der Abteilung unter Verwendung
von Personal der 12.SS-Pz.Division „Hitler-Jugend“ erfolgte.
So wurden u.a. am 24.1.1944 53 Mannschaften von der SS-Pz.AA 12 zur Abteilung
versetzt.
Die Etatisierung der SS-Werfer-Abteilung 12 erfolgte erst gemäß Verfügung des
SS-FHA vom 24.3.1944 in der oben bereits genannten Gliederung.
Anfang April 1944 verlegte die SS-Werfer-Abteilung 12 in den Raum westlich
Paris.
Laut Zustandsmeldung der 12. SS-Panzerdivision v. 1.6.1944,
Ziffer 4. Kurzes Werturteil des Kommandeurs:
1. Ausbildungsstand:
Die Division außer SS-Pz.Jäger-Abt. 12 und SS-Nebelwerfer-Abt. 12 befindet sich
in der Verbandsausbildung.
2. Besondere Schwierigkeiten:
... i) Fehl sämtlicher Zugmittel für SS-Werfer-Abt. 12 ...
In der schematischen Gliederung der 12. SS-Panzerdivision zum 1.6.1944
ist die SS-Werfer-Abt. 12 interessanterweise – mit vier 15 cm-Batterien – als
IV. Abteilung des SS-Pz.Art.Rgt 12 eingezeichnet!!
Stellenbesetzung bei Invasionsbeginn (6.6.1944)
Kommandeur: SS-Sturmbannführer W. Müller
Adjutant: SS-Obersturmführer Lämmerhirt
Ord.Offz.: SS-Untersturmführer Schulte
IVa: SS-Obersturmführer Sander
IVb: SS-Hauptsturmführer Dr. Busch
TFK: SS-Obersturmführer Meyring
Stabsbatterie: SS-Hauptsturmführer Weitkamp
1.Batterie SS-Hauptsturmführer Macke
2.Batterie SS-Hauptsturmführer Ziesenitz
3.Batterie SS-Obersturmführer Bay
4.Batterie SS-Obersturmführer Dr. Erhart
Bei Invasionsbeginn war die Aufstellung der Abteilung noch nicht abgeschlossen.
Lediglich 3 Batterien waren mit Werfern ausgestattet. Die 4.Batterie wurde mit
leichten Werfer-Kolonne vereinigt und als Reserve in den Einsatz mitgeführt.
Die SS-Werfer-Abteilung 12 nahm an den Kämpfen ihrer Stamm-Division in der
Normandie teil und war u.a. auch vorübergehend der 272.Inf.Div. unterstellt. (Vopersal,
SS-Werfer 12, S. 1)
Am 20.8.1944 erlitt die Abteilung beim Ausbruch aus dem Kessel von Falaise
erhebliche Verluste.
Nach dem Seine-Übergang wurde aus der außerhalb des Kessels befindlichen
4.Batterie und den noch vorhandenen Werfern eine Gefechtsbatterie
zusammengestellt, die im Raum Prüm der 2.SS-Pz.Div. „Das Reich“ unterstellt
wurde und dort zum Einsatz kam.
Inzwischen erfolgte die Neuaufstellung der Abteilung zunächst im Sauerland und
ab Anfang Oktober 1944 im Raum Minden. (Vopersal, SS-Werfer 12, S. 2)
Zwischen dem 13. – 15.12.1944 verlegte die Abteilung in den Bereitstellungsraum
der 12.SS-Pz.Div. bei Sistig und nahm in der Folge an der Ardennenoffensive
teil.
Zur Stellenbesetzung bei der Ardennenoffensive (16.12.1944) ist lediglich
bekannt
Kommandeur: SS-Sturmbannführer W. Müller
Adjutant: SS-Obersturmführer Lämmerhirt
4.Batterie SS-Obersturmführer Dr. Erhart
Nach kurzfristiger Auffrischung verlegte die Abteilung zusammen mit ihrer
Division im Eisenbahntransport nach Ungarn und unterstützte zwischen dem 16.2.
und 24.2.1945 den Angriff zur Beseitigung des Granbrückenkopfes
Zur Stellenbesetzung in Ungarn (17.2.1945) ist lediglich bekannt
Kommandeur: SS-Hauptsturmführer Ziesenitz
Adjutant: SS-Obersturmführer Lämmerhirt
Ord.Offz.: SS-Standartenoberjunker Behrens
3.Batterie SS-Obersturmführer Bay
4.Batterie SS-Obersturmführer Dr. Erhart
Nach erneuter Verlegung in den Raum südlich Polgardi nahm die Abteilung an den
Angriffskämpfen auf den Sio-Kanal (16.3. – 20.3.1945) teil. (Vopersal, SS-Werfer
12, S. 2)
Mit Wirkung vom 15.3.1945 wurde die SS-Werfer-Abteilung 12 aus dem
Divisionsverband gelöst und in die „Sondertruppen der Reichsführung-SS“
überführt. Als solche wurde sie in SS-Werfer-Abteilung 512“ umbenannt und dem
Pz.AOK 6 zugeteilt und unterstellt.
Bis zu diesem Zeitpunkt unterstand die Abteilung kriegsgliederungsmäßig der
12.SS-Pz.Division „Hitler-Jugend“.
Stellenbesetzung der SS-Werfer-Abteilung 12 1943 – März 1945
Kommandeur:
SS-Sturmbannführer W. Müller 00.00.1944 – 00.00.1944
SS-Hauptsturmführer Karl Wilhelm Ziesenitz 00.00.1944 – 15.03.1945
Adjutant:
SS-Obersturmführer Lämmerhirt (00.06.44) – (00.02.45)
Ord.Offz.:
SS-Untersturmführer Schulte (00.06.44)
SS-Standartenoberjunker Behrens (00.02.45)
IVa:
SS-Obersturmführer Sander (00.06.44)
IVb:
SS-Hauptsturmführer Dr. Busch (00.06.44)
TFK:
SS-Obersturmführer Meyering (00.06.44)
Stabsbatterie:
SS-Hauptsturmführer Weitkamp (00.06.44)
1.Batterie
SS-Hauptsturmführer Macke (00.06.44)
2.Batterie
SS-Hauptsturmführer Ziesenitz (00.06.44)
3.Batterie
SS-Obersturmführer Bay (00.06.44) – (00.02.45)
4.Batterie
SS-Obersturmführer Dr. Erhart (00.06.44) – (00.02.45)