Sturmgeschütz-Abteilung 311
Sturmgeschütz-Brigade 311
Heeres-Sturmgeschütz-Brigade
Heeres-Sturmartillerie-Brigade

Feldpostnummern:

Einheit Feldpostnummer
Stab 39594
Stabsbatterie 39594
1. Batterie 39594
2. Batterie 39594
3. Batterie 39594

 

Die Sturmgeschütz-Abteilung 311 wurde am 3. November 1943 in Schweinfurt bei der Sturmgeschütz-Ersatz-Abteilung 200 aufgestellt. Am 14. Februar 1944 wurde die Einheit in Sturmgeschütz-Brigade 311 umbenannt. Als die Brigade am 5. März 1944 alarmiert wurde, hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt nur neun Sturmhaubitzen erhalten. Am 14. März 1944 erreichte die Abteilung den Ort Zloczow bei Tarnopol. Von hier aus wurde sie an der Rollbahn Tarnopol - Schitomir eingesetzt. Innerhalb einer Woche wurde die Brigade fast vollständig aufgerieben. Die deutschen Truppen wurden ostwärts von Tarnopol eingeschlossen. In der "Kampfgruppe Künsberg" zusammen gefasst, konnten sich die Reste der Brigade zur 7. Panzer-Division durchschlagen. Die Brigade hatte alle Geschütze verloren. Im Raum Brzezany wurde die Sturmgeschütz-Brigade 311 neu aufgestellt. Am 10. Juni 1944 wurde sie in Heeres-Sturmgeschütz-Brigade 311 umbenannt. Mit Beginn der russischen Sommeroffensive im Juli 1944 wurde die Brigade zuerst nördlich, dann südlich der Rollbahn Lemberg-Tarnopol eingesetzt und erlitt erneut schwere Verluste. Nach dem russischen Durchbruch bei Brody wichen die Reste der Brigade über die Karpaten nach Ungarn aus und wurden von dort mit der Bahn nach Wielicza in der Nähe von Krakau verlegt. Hier wurde sie abermals aufgefrischt. Anschließend kämpfte die Brigade bei Lysa Gora und am Dukla-Paß. Dem XIV. Armeekorps unterstellt, kämpfte sie Ende Juli / Anfang August an der Rollbahn Zmigrod-Dukla und dann südwestlich des Dukla-Passes. Nach Beginn der russischen Winteroffensive am 12. Januar 1945 aus dem Baranow-Brückenkopf musste sich die Brigade zurückziehen. Per Bahn wurde sie nach Oberschlesien verlegt und bei Ratibor, am Zobten, bei Breslau und Neiße eingesetzt. Bei Ziegenhals und Bautzen stand die Brigade in schweren Abwehrkämpfen. Nach Aufstellung einer Grenadier-Begleit-Batterie wurde die Brigade am 3. April 1945 zur Heeres-Sturmartillerie-Brigade 311 umbenannt. Anfang Mai 1945 stand die Brigade im Einsatz nördlich von Dresden. Bei Ölmütz ging sie bei Kriegsende in Gefangenschaft.

 

Kommandeure:

November 1943 Hauptmann Karl Ludwig von Schönau

Juli 1944 Major Hanns Magold

25. September 1944 Hauptmann Wolfgang Tenner

 

Literatur und Quellen:

Sturmgeschütze marsch - Die Einsatzwege der Sturmgeschütz Batterien Abteilungen und Brigaden, Aufsess, Florian Freiherr von und zu, Selbstverlag, 2007

Sturmartillerie - Feld in der Brandung, Oberstleutnant Tornau, Franz Kurowski, Maximilian-Verlag, 1965