Sturm-Panzer-Abteilungen

 

Da die Sturmgeschütze  immer häufiger zur Panzerjagd eingesetzt wurden, fehlte der Infanterie ein Unterstützungsfahrzeug für die direkte Feuerunterstützung. Zudem stellte sich bei den Kämpfen um Stalingrad heraus, dass die bisherigen Sturmgeschütze nicht genügend Feuerkraft im Häuserkampf aufwiesen. Die anstelle der Sturmgeschütze verfügbaren Fahrzeuge waren Lückenfüller wie das StuIG 33 B auf Sturmgeschütz-III-Fahrgestell oder wie der Sturmpanzer I auf umgebauten Fahrgestellen veralteter Panzer, beide mit einer 15-cm-Haubitze sIG 33 ausgerüstet. Am 9. Juni 1941 wurde daher gefordert, ein 15-cm-sIG 33 auf ein schwer gepanzertes Fahrgestell zu montieren. Daher entschied man sich, auf dem Fahrgestell des Panzerkampfwagens IV einen Sturmpanzer mit großem Kaliber zu konstruieren. Das Ergebnis war der Sturmpanzer IV. Er erhielt die aus dem sIG 33 abgeleitete Sturmhaubitze 43 im Kaliber 15 cm als Hauptbewaffnung und war damit für die Aufgabe der Infanterieunterstützung bestens geeignet. Eine erste Serie von 40 Fahrzeugen sollte bis zum 12. Mai fertig gestellt werden, weitere 20 Fahrzeuge sollten folgen. Auf Weisung von Adolf Hitler wurde das Fahrzeug nicht der Artillerie zugeordnet wie die Sturmgeschütze, sondern es fiel in die Zuständigkeit der Panzerwaffe, außerdem ordnete er als Bezeichnung "Sturmpanzer" an. Die Fahrzeuge wurden in eigenen Abteilungen zusammen gefasst. Seinen ersten Einsatz hatte der Sturmpanzer beim „Unternehmen Zitadelle“ im Juli 1943, wo er in der neu aufgestellten Sturmpanzer-Abteilung 216 eingesetzt wurde. Die Abteilungen gliederten sich in einen Stab mit Stabs-Kompanie, drei Sturm-Panzer-Kompanien und eine Werkstatt-Kompanie. Die Kompanien waren mit jeweils 14 Sturmpanzern ausgerüstet, also insgesamt 42 pro Abteilung. Dazu kamen drei Panzerkampfwagen III in der Stabs-Kompanie.

 

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Sturm-Panzer-Abteilung 216 Sturm-Panzer-Abteilung 217
Sturm-Panzer-Abteilung 218 Sturm-Panzer-Abteilung 219