Luftwaffen-Jäger-Regiment 24
Jäger-Regiment 24 (L)

 

Das Luftwaffen-Jäger-Regiment 24 wurde Ende 1942 in Bergen bei Celle aus dem Flieger-Regiment 12 für die 12. Luftwaffen-Feld-Division aufgestellt. Nach fast dreimonatiger Ausbildung wurde das Regiment zur Heeresgruppe Nord verlegt und dem XXVIII. Armeekorps am Wolchow zugeführt. Eingesetzt wurde es westlich des Brückenkopfes Kirischi südlich des Ladogasees. In den kommenden Wochen erfolgte der Einsatz am Pogostje-Kessel, bei Lipowik und Korodyna nordostwärts von Ljuban. Am 1. November 1943 wurde das Regiment in das Heer übernommen (Zur Umbenennung in Jäger-Regiment 24 (L) siehe hier).  Am 14. Januar 1944 begann die russische Offensive zur Zerschlagung der Heeresgruppe Nord. Es folgten Abwehr- und Rückzugskämpfe zwischen Ljuban und Tschudowo, über Wolossowo, Ordasch und Luga sowie die Absetzbewegung in die "Panther"-Stellung zwischen Pleskauer- und Peipus-See. Danach ging es im März 1944 in den Raum südlich von Pleskau, dann nördlich der Stadt, wo sich das Regiment zwischen Pleskau und der Welikaja-Mündung behaupten konnte. Im April 1944 befand sich das Regiment auf dem Rückzug zum Embach-Abschnitt an der Südspitze des Wirtz-Sees. Hier am Wirtz-See erlitt es schwere Verluste. Am 10. Oktober zog sich das Regiment nördlich von Riga nach Kurland zurück, ging über die Aa und wurde zum Küstenschutz in Nordkurland eingesetzt. Am 13. Oktober 1943 erhielt das Regiment den Befehl, auf die Insel Ösel zu verlegen, um die schwer angeschlagene 218. Infanterie-Division abzulösen. Das Regiment bezog den "Leo-Riegel" auf der Halbinsel Sworbe. Am 19. Oktober 1944 begann hier der russische Großangriff und am 23. Oktober wurden die Reste des Regiments wieder auf das Festland überführt und unmittelbar in der 2. Kurland-Schlacht eingesetzt. Es wurde im Raum Dzukste eingesetzt und stand hier auch während der 3. Kurlandschlacht. Bis März 1945 war das Regiment in Kurland im Einsatz. Anfang März 1945 wurde es per Schiff von Libau aus in den Raum Danzig transportiert und dort während der Endkämpfe zwischen Danzig und Zoppot eingesetzt und bis Anfang Mai 1945 zerschlagen. Kleine Kampfgruppen konnten bis Hela durchbrechen und nach Schleswig-Holstein entkommen.

 

Kommandeure:

Dezember 1942 unbekannt

April 1943 Oberst Anton Longin

September 1943 Oberstleutnant Hans-Günther von Obernitz

August 1944 Oberstleutnant Wolfgang Kretschmar

 

Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 4: Die Landstreitkräfte 15 - 30. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979

Werner Haupt: Die deutschen Luftwaffenfelddivisionen 1941 - 1945, Dörfler Verlag