3. Landungs-Flottille
Die 3. Landungs-Flottille wurde im Oktober 1942 in Berdjansk westlich von Mariupol aufgestellt und bestand zunächst aus sechs MFP. Bis Ende Oktober 1942 wurde die Flottille auf drei Gruppen mit 23 MFP verstärkt. Mitte November 1942 verlegte die Flottille wegen des verfrühten Wintereinbruchs nach Kertsch, da mit dem Einfrieren des Hafens von Berdjansk gerechnet werden mußte. Ab Dezember 1942 wurden Teile der Flottille von Kertsch aus zum Übersetzen über die Straße von Kertsch eingesetzt. Während des Jahres 1943 wurde die gesamte Flottille dann füpr Nachschub- und Geleitaufgaben von Kertsch aus eingesetzt. In der Nacht zum 10. Oktober 1943 nahm die Flottille am Unternehmen "Wiking" teil: Nach der planmäßigen Räumung des Kubanbrückenkopfes wurde das Gros der beteiligten Landungsverbände in vier Marschgruppen nach Sewastopol zurückverlegt. Anschließend wurde die Flottille in zwei Halbflottillen getrennt, die in Feodosia und Kamysch Burun eingesetzt wurden. Das Stabsquartier lag in Feodosia. Im November 1943 wurde die Halbflottille in Kamysch Burun durch Boote aus Feodosia und anderen Flottillen verstärkt. Vom 3. November - 6. Dezember 1943 wurden diese Boote zur Blockierung des russischen Landekopfes bei Eltingen bis zu dessen Bereinigung eingesetzt. Vom 5. - 10. April 1944 wurde die Flottille bei der Räumung von Odessa mit allen verfügbaren Booten eingesetzt. Im April 1944 wurden die in Kamysch Burun verbliebenen Boote der Flottille nach Sewastopol zurück genommen. Vom 12. - 16. April 1944 wurde die Flottille zur Räumung von Feodosia und Rücklandung abgeschnittener Teile des V. Gebirgs-Armeekorps aus Sudak, Aluschta und Jalta nach Balaklawa und Sewastopol eingesetzt. Im Mai 1944 wurde der Flottillenstab nach Constanza verlegt und die Flottille zu Räumungsfahrten von Sewastopol eingesetzt. Nach dem Staatsstreich in Rumänien am 23. August 1944 mußten die Boote der Flottille im Feuer rumänischer Panzer am 26. August 1944 Constanza räumen und nach Varna ausweichen. Hier wurden die Boote im August 1944 selbst versenkt, die Besatzungen wurden im Erdeinsatz eingesetzt.