Luftnachrichten-Abteilung 100
Kampfgruppe 100
Kampfgeschwader 100
1. Lebenslauf:
Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg wurde erkannt, dass die Zielgenauigkeit und Zielfindung von Zielen durch einen Bomberverband durch dein Einsatz von Funk-Leitstrahlen verbessert werden konnte. Ab 1934 wurde unter Leitung von Johannes Plendl von der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, ab 1936 von der Erprobungsstelle der Luftwaffe das sog. "X-Verfahren" (Deckname "Wotan I") entwickelt. Das System arbeitete mit einem Leitstrahl, der von zwei Antennen, die leicht gegeneinander geneigt waren, sodass sich zwei Richtkeulen ergaben. Die nach links strahlende Antenne sendete Morsepunkte (Morsebuchstabe „e“), die nach rechts strahlende Antenne Morsestriche (Morsebuchstabe „t“). Im Überlappungsbereich der Signale hörte der Pilot einen Dauerton und die Maschine war damit auf korrektem Kurs. Anfangs musste das Signal über Kopfhörer abgehört werden, eine spätere Ausführung wandelte es um und zeigte die Abweichung auf einem Instrument an. Wich die Maschine nach links ab, hörte der Pilot kurze Morsepunkte und korrigierte seinen Kurs nach rechts. Hörte er lange Morsestriche, musste er nach links korrigieren. Vor dem Ziel kreuzten drei Signalstrahlen den Leitstrahl. Ab dem ersten Signal ca. 30 km vorher („Rhein“) musste der Pilot exakt die Mitte des Leitstrahles und die Geschwindigkeit einhalten. Der Bombenschütze wartete nun auf das zweite Signal ca. 10 km vor dem Ziel („Oder“), bei dem er eine spezielle „X-Uhr“ zu starten hatte. Diese musste er beim Überflug des dritten Signals 5 km vor dem Ziel („Elbe“) erneut betätigen. Damit war die Geschwindigkeit über Grund bestimmt und die Uhr löste automatisch nach dem Ablauf einer bestimmten Zeitspanne, die abhängig von der Geschwindigkeit weniger als eine Minute betrug, den Bombenabwurf aus. Das Zielgebiet konnte mit dem X-Verfahren mit hoher Genauigkeit erreicht werden, 50 % der Bomben landeten nach einer Flugstrecke von 300 km in einem Zielkreis von +/− 300 m. Erprobt wurden die Geräte beim Luftnachrichten Schul- und Versuchs-Regiment. Nach dem Ende der Erprobung im Jahre 1937 wurden 100 Bordfunkgeräte und 20 Bodenstationen bestellt. Für diese Geräte wurde aus dem Luftnachrichten Schul- und Versuchs-Regiment am 26. August 1938 in Köthen die Luftnachrichten-Abteilung 100 aufgestellt. Die Besonderheit dieser Abteilung war ihre Gliederung, denn sie bestand aus einem Abteilungsstab sowie zwei Staffeln mit Junkers Ju 52/3 und Heinkel He 111 H. Aufgabe der Abteilung war die Zielfindung und die Zielmarkierung. Die Übungsflüge führten die Maschinen der Abteilung bis nach Las Palmas, zur Oase Kufra und nach Nordfinnland. Ab dem 3. September 1939 nahm die Abteilung von Köthen aus am Polenfeldzug teil und flog Einsätze mit dem X-Verfahren. Die Ziele lagen bei Deblin, Lublin und Warschau. Unmittelbar nach Beendigung des Polenfelszuges begann in Köthen die Umrüstung der 1. Staffel auf die Heinkel He 111 H. Am 18. November 1939 wurde die Einheit zur Kampfgruppe 100 umbenannt, an der Gliederung der Einheit änderte sich nicht. Außerdem wurde die Kampfgruppe 100 dem X. Fliegerkorps unterstellt. Mit der Umbenennung schied die Gruppe aus der Luftnachrichtentruppe aus. Mitte Dezember 1939 verlegte die Gruppe nach Rotenburg / Wümme bei Bremen.
| Stab | 1. Staffel | 2. Staffel | |||
| Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst |
| 26. August 1938 | Köthen | 26. August 1938 | Köthen | 26. August 1938 | Köthen |
| 15. Dezember 1939 | Rotenburg / Wümme | 15. Dezember 1939 | Rotenburg / Wümme | 15. Dezember 1939 | Rotenburg / Wümme |
Zu Beginn des Jahres 1940 lag die Kampfgruppe 100 mit ihrem Stab und den zwei Staffeln in Rotenburg bei Bremen. Die Gruppe flog Einsätze zur Schiffsbekämpfung (Handelskrieg) sowie Aufklärungseinsätze. Am 13. Februar 1940 wurde die Maschine des Gruppenkommandeurs, Oberstleutnant Stollbrock, über der Themsemündung abgeschossen, so dass Hauptmann Artur von Casimir die Gruppe übernahm. Mitte Februar 1940 verlegte die Gruppe nach Lüneburg und am 8. April 1940 zur Vorbereitung auf den Norwegenfeldzug nach Nordholz. Auch während des Norwegenfeldzuges unterstand die Gruppe dem X. Fliegerkorps bei der Luftflotte 5. Einsätze nach dem X-Verfahren wurden dabei nicht geflogen, sondern nur Bomben- und Aufklärungseinsätze. Am 12. April folgte die Verlegung nach Schleswig und der Einsatz zur Aufklärung und zur U-Boots-Bekämpfung im Skagerrak und Kattegatt. Am 15. April verlegte die Gruppe dann nach Norwegen (Kristiansand und Oslo) und flog von dort aus Einsätze gegen Namsos und Harstad sowie Andalsnes. Es folgten Verlegungen auf den zugefrorenen Jonsvannet-See sowie nach Aalborg. Ende April 1940 konzentrierten sich die Einsätze gegen die Evakuierungsmaßnahmen der Alliierten aus Norwegen. Anfang Mai 1940 kam die Gruppe nach Trondheim-Vernaes und Mitte Mai nach Stavanger. Weiterhin war die Gruppe gegen Schiffsziele vor Norwegen eingesetzt. Ende Mai 1940 endete der Norwegen-Feldzug für die Kampfgruppe 100. Am 1. Juni 1940 wurde sie der 9. Flieger-Division bei der Luftflotte 2 unterstellt. Sie kehrte nach Lüneburg zurück, wo sie aufgefrischt wurde und wo am 13. Juli 1940 die Aufstellung einer 3. Staffel erfolgte. Ausgerüstet war die Gruppe jetzt mit der Heinkel He 111 H 3. Ab dem 9. August verlegte die Gruppe dann nach Vannes in Westfrankreich zum Einsatz gegen England. Der erste Einsatz fand am 13. August statt. Zwischen dem 13. und 16. August 1940 unterstand die Gruppe der 9. Flieger-Division beim Luftflottenkommando 2, ab dem 17. August 1940 dem IV. Fliegerkorps beim Luftflottenkommando 3. Ziele der Gruppe waren 1940 neben London (26 Einsätze) u.a. Birmingham (26 Einsätze), Derby (2 Einsätze) und Liverpool (11 Einsätze)
| Stab | 1. Staffel | 2. Staffel | 3. Staffel | ||||
| Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst |
| 1. Januar 1940 | Rotenburg / Wümme | 1. Januar 1940 | Rotenburg / Wümme | 1. Januar 1940 | Rotenburg / Wümme | 13. Juli | Lüneburg |
| 15. Februar | Lüneburg | 15. Februar | Lüneburg | 15. Februar | Lüneburg | 9. August | Vannes-Meucon |
| 8. April | Nordholz | 8. April | Nordholz | 8. April | Nordholz | ||
| 12. April | Schleswig | 12. April | Schleswig | 12. April | Schleswig | ||
| 15. April | Kristiansand | 15. April | Kristiansand | 15. April | Oslo | ||
| 16. April | Jonsvannet-See | 16. April | Jonsvannet-See | 16. April | Jonsvannet-See | ||
| 17. April | Aalborg | 17. April | Aalborg | 17. April | Aalborg | ||
| 2. Mai | Trondheim-Vaernes | 2. Mai | Trondheim-Vaernes | 2. Mai | Trondheim-Vaernes | ||
| 15. Mai | Stavanger | 15. Mai | Stavanger | 15. Mai | Stavanger | ||
| 22. Mai | Trondheim-Vaernes | 22. Mai | Trondheim-Vaernes | 22. Mai | Trondheim-Vaernes | ||
| 31. Mai | Lüneburg | 31. Mai | Lüneburg | 31. Mai | Lüneburg | ||
| 9. August | Vannes-Meucon | 9. August | Vannes-Meucon | 9. August | Vannes-Meucon | ||
Zu Beginn des Jahres 1941 lag die Kampfgruppe 100 mit Stab und allen drei
Gruppen in Vannes-Meucon in Westfrankreich und unterstand dem IV. Fliegerkorps
beim Luftflottenkommando 3. Die Gruppe flog Angriffe mit dem X-Verfahren gegen
England. Diese Einsätze dauerten bis zum 18. Juli 1941 und brachten die Gruppe
1941 u.a. über London (8 Einsätze), Plymouth (15 Einsätze), Birmingham (4
Einsätze) und Hull (4 Einsätze). Zwischen dem 26. und dem 29. Mai wurde die
Gruppe zum Schutz des beschädigten Schlachtschiffes "Bismarck" eingesetzt und
hierzu dem Fliegerführer Atlantik unterstellt. Es gelang der Gruppe, zwei
britische Zerstörer schwer zu beschädigen, der Sicherungseinsatz blieb ansonsten
ohne Erfolg. Am 17. Juni 1941 wurde die Gruppe dem IX. Fliegerkorps beim
Luftflottenkommando 3 unterstellt. Am 18. Juli 1941 endete der Einsatz der
Gruppe im Westen. Nach dem Ausbau der X-Geräte aus den Flugzeugen verlegte die
Gruppe am 19. Juli ohne seine Bodenteile nach Terespol bei Brest-Litowsk. Hier
wurde sie dem II. Fliegerkorps beim Luftflottenkommando 2 unterstellt. Die
Bodenteile verlegten nach Chartres und Hannover-Langenhagen. An der Ostfront
flog die Gruppe "normale" Einsätze ohne X-Verfahren vier Einsätze gegen Moskau.
Ab August 1941 wurde die Gruppe zur Heeresunterstützung eingesetzt, wozu sie
eigentlich nicht ausgebildet war. Nach weiteren Einsätzen gegen Moskau im
November 1941 endete der Rußlandeinsatz der Kampfgruppe 100 am 13. November. Bis
zum 19. November verlegte sie zur Auffrischung nach Hannover-Langenhagen. Hier
unterstand die Gruppe dem Luftflottenkommando 3 unmittelbar, dann dem IX.
Fliegerkorps beim Luftflottenkommando 3. Am 11. Dezember verlegte die Gruppe
weiter nach Märkisch-Friedland.
Am 15. Dezember 1941 wurde die Kampfgruppe 100 zur I. / Kampfgeschwader 100
umbenannt. Aus der III. Gruppe des Kampfgeschwaders 26 wurde die II. /
Kampfgeschwader 100 gebildet. In Chartres wurde ein Geschwaderstab gebildet, so
dass das Kampfgeschwader 100 jetzt aus einem Stab und zwei Gruppen
bestand. In Lüneburg wurde aus der Ergänzungsstaffel der Kampfgruppe 100 die IV.
/ Kampfgeschwader 100 aufgestellt.
| Stab | 1. Staffel | 2. Staffel | 3. Staffel | ||||
| Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst |
| 1. Januar 1941 | Vannes-Meucon | 1. Januar 1941 | Vannes-Meucon | 1. Januar 1941 | Vannes-Meucon | 1. Januar 1941 | Vannes-Meucon |
| 17. Juni | Chartres | 17. Juni | Chartres | 17. Juni | Chartres | 17. Juni | Chartres |
| 19. Juli | Terespol | 19. Juli | Terespol | 19. Juli | Terespol | 19. Juli | Terespol |
| 1. August | Bobruisk | 1. August | Bobruisk | 1. August | Bobruisk | 1. August | Bobruisk |
| 8. Oktober | Seschtschinskaja | 8. Oktober | Seschtschinskaja | 8. Oktober | Seschtschinskaja | 8. Oktober | Seschtschinskaja |
| 13. November | Hannover-Langenhagen | 13. November | Hannover-Langenhagen | 13. November | Hannover-Langenhagen | 13. November | Hannover-Langenhagen |
| 11. Dezember | Märkisch-Friedland | 11. Dezember | Märkisch-Friedland | 11. Dezember | Märkisch-Friedland | 11. Dezember | Märkisch-Friedland |
Zu Beginn des Jahres 1942 befand sich das neu aufgestellte Kampfgeschwader
100 mit seinem Geschwaderstab in Chartres, der I. Gruppe in Märkisch-Friedland,
der II. Gruppe in Seschtschinskaja und der IV. (Ergänzungs-) Gruppe in Lüneburg,
Riga und Schwäbisch-Hall.
Der Geschwaderstab befand sich bei Jahresbeginn noch zur Aufstellung in Chartres
und verlegte am 21. April zur I. Gruppe nach Saki auf der Krim. Am 10. Oktober
erfolgte die Verlegung zur II. Gruppe nach Athen.
Bereits Mitte Januar 1942 verlegte die I. Gruppe nach einer kurzen
Auffrischungsphase wieder an die Ostfront, nämlich nach Focsani in Rumänien.
Dort unterstand die Gruppe dem V. Fliegerkorps beím Luftflottenkommando 3, dann
dem Luftflottenkommando 4 unmittelbar, dem IV. Fliegerkorps beim
Luftflottenkommando 4 und ab dem 29. Januar schließlich dem Sonderstab Krim und
dem Fliegerführer SÜD beim Luftflottenkommando 4. Ausgerüstet mit der Heinkel He
111 H 6, wurde die Gruppe gegen Schiffsziele im Schwarzen Meer und Ziele auf der
Halbinsel Kertsch eingesetzt. Am 22. Januar verlegte die Gruppe nach Kirowograd
und am 30. Januar nach Saki auf der Krim. Ab dem 1. Mai 1942 unterstand die
Gruppe dann dem VIII. Fliegerkorps beim Luftflottenkommando 4 Am 14. August
verlegte die I. Gruppe nach Samorsk auf der Krim und am 20. August weiter nach
Kotelnikowo sowie am 23. August nach Morosowskaja, um von dort aus den Vormarsch
der 6. Armee auf Stalingrad zu unterstützen. Am 6. Oktober 1942 wurde die Gruppe
dem IV. Fliegerkorps beim Luftflottenkommando 4 unterstellt und flog weiterhin
Einsätze über Stalingrad. Am 6. Oktober verlegte die Gruppe zurück nach Saki auf
die Krim und bekämpfte von dort aus wieder Schiffe bei Tupase. Bereits am 13.
Oktober verlegte die Gruppe weiter nach Stalino, von wo aus wieder der Raum um
Stalingrad Ziel der Gruppe war. Am 22. Oktober folgte die Verlegung nach Armawir
am Fuße des Kaukasus und der Einsatz der Gruppe im Kaukasus. Ab dem 20. November
1942 unterstand die Gruppe dem VIII. Fliegerkorps, um gegen die russischen
Durchbrüche zur Einschließung Stalingrads eingesetzt zu werden. Ab Dezember flog
die Gruppe auch Versorgungseinsätze nach Stalingrad. Diese Einsätze dauerten bis
zum Jahresende an.
Die II. Gruppe des Geschwaders befand sich zum Jahresbeginn in Seschtschinskaja
und unterstand dem Nahkampfführer 2 beim VIII. Fliegerkorps unter dem
Luftflottenkommando 2. Die Gruppe flog Tag- und Nachteinsätze gegen
feindliche Truppenansammlungen und Stellungen vor Moskau. Anfang Februar 1942
erfolgte die Rückverlegung der Gruppe per Bahn nach Poix in Nordfrankreich. Die
Heinkel He 111 wurden an die I. / Kampfgeschwader 28 abgegeben. In Poix wurde
die Gruppe mit der Heinkel He 111 H 6 ausgerüstet. Nocn vor Beendigung der
Umrüstung erfolgte am 8. März 1942 ein Nachtangriff auf die Stadt Hull. Am 21.
April 1942 verlegte die II. Gruppe dann nach Kalamaki bei Athen. Hier wurde sie
dem X. Fliegerkorps beim Oberbefehlshaber Süd unterstellt. Von Kalamanki flog
die Gruppe Einsätze gegen Ägypten und die Cyrenaika. Die Einsätze dauerten bis
zum Oktober an. Hinzu kamen Einsätze zur Schiffsbekämpfung im Mittelmeer und
Einsätze gegen Malta ab dem 10. Oktober 1942. Nach der Landung der Alliierten in
Algerien verlegten Teile der II. Gruppe im November 1942 nach Catania auf
Sizilien, um die alliierte Landungsflotte anzugreifen.
Am 20. September 1942 wurde aus der Aufklärungsgruppe (See) 126 die III. Gruppe
des Kampfgeschwaders 100 aufgestellt. Die Gruppe lag zu diesem Zeitpunkt in
Salamanca (Seeflugzeuge) und Eleusis (Landflugzeuge) und unterstand dem X.
Fliegerkorps. Die Gruppe war mit der Arado Ar 196 ausgerüstet und befand sich
zum Zeitpunkt der Umbenennung in der Umrüstung auf die Heinkel He 111 H 6. Die
Gruppe flog Geleitzugsicherung für deutsche und italienische Geleitzüge sowie
Bombenangriffe gegen alliierten Truppen.
| Stab | I. Gruppe | II. Gruppe | III. Gruppe | IV. Gruppe | |||||
| Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst |
| 1. Januar 1942 | Chartres | 1. Januar 1942 | Märkisch-Friedland | 1. Januar 1942 | Seschtschinskaja | 20. September | Salamanca, Eleusis | 1. Januar 1942 | Lüneburg |
| 21. April | Saki | 12. Januar | Focsani | Februar | Poix | April | Schwerin | ||
| 10. Oktober | Glifada / Athen | 22. Januar | Kirowograd | 21. April | Kalamanki / Athen | 7. Oktober | Crepy bei Laon | ||
| 30. Januar | Saki (Krim) | Dezember | Chartres | ||||||
| 14. August | Samorsk (Krim) | ||||||||
| 20. August | Kotelnikowo | ||||||||
| 23. August | Morosowskaja | ||||||||
| 6. Oktober | Saki (Krim) | ||||||||
| 13. Oktober | Stalino | ||||||||
| 22. Oktober | Armawir | ||||||||
| 25. November | Morosowskaja | ||||||||
Zu Beginn des Jahres 1943 war das Kampfgeschwader 43 auf mehrere
Kriegsschauplätze verteilt. Der Stab des Geschwaders lag mit der II. und III.
Gruppe im Mittelmeerrau, die I. Gruppe lag im Südabschnitt der Ostfront und die
IV. (Ergänzungs-) Gruppe lag in Chartres.
Die I. Gruppe des Kampfgeschwaders 100 war in Morosowskaja stationiert und
zur Versorgung des Kessels von Stalingrad eingesetzt. Außerdem flog die Gruppe
Kampfeinsätze gegen russische Truppen um den Kessel. Nach dem Fall von
Stalingrad wurde die I. Gruppe aus dem Einsatz heraus gezogen und Anfang Februar
1943 zur Wiederauffrischung nach Saki auf die Krim verlegt. Hier blieb die
Gruppe bis Mitte Februar, gab dann ihre Flugzeuge an das Kampfgeschwader 55 ab
und verlegte per Bahn nach Lemberg. Hier sollte die Gruppe mit der Dornier Do
217 ausgerüstet werden. Diese Planung wurde jedoch fallen gelassen und die
Gruppe erhielt Heinkel He 111 H 11 und H 16 zugeteilt. Anschließend verlegte die
Gruppe nach Salon de Provence bei Marseille in Südfrankreich. Hier erhielt die
Gruppe das Lotfe 7D. Bis Mitte April 1943 wurden die Besatzungen auf dieses neue
Gerät geschult. In dieser Zeit unterstand die Gruppe dem Luftflottenkommando 4
direkt. Ab dem 18. April 1943 wurde die Gruppe dann dem IV. Fliegerkorps
beim Luftflottenkommando 4 unterstellt und über München - Lemberg - Saporoshje
nach Stalino in den Südabschnitt der Ostfront verlegt. Die Gruppe wurde zur
Verminung und zur Bekämpfung von Schiffen auf der Wolga eingesetzt. Am 1. Juni
1943 verlegte die Gruppe kurzzeitig nach Seschtschinskaja, um am Großangriff der
Luftflotte 4 auf das Panzerwerk "Molotow" in Gorkij-Avtosavod teilzunehmen, und
kehrte am 7. Juni nach Stalino zurück. Nach Einsätzen zur Schiffsbekämpfung im
Kaspischen Meer verlegte die Gruppe am 4. Juli zur Vorbereitung der deutschen
Offensive bei Kursk nach Poltawa und flog von dort Angriffe zur
Heeresunterstützung. Am 3. August verlegte die Gruppe nach Poltawa zurück und am
9. August 1943 nach Dnjepropetrowsk, von wo aus sie weiterhin Einsätze zur
Heeresunterstützung flog. Die Gruppe nahm an den Abwehrkämpfen am Isjum und um
Charkow teil und kämpfte dann an der Mius- und Donez-Front. Am 9. September
abends verlegte die Gruppe dann nach Kirowograd. Ab dem 1. Oktober 1943
unterstand die Gruppe dem I. Fliegerkorps bei m Luftflottenkommando 4. Sie
unterstützte die Abwehrkämpfe der 1. Panzerarmee. Am 19. Oktober folgte die
Verlegung nach Nikolajew. Hier wurde die Gruppe am 21. Oktober 1943 in I. /
Kampfgeschwader 4 umbenannt.
Am gleichen Tag wurde die I. / Kampfgeschwader 4 in I. / Kampfgeschwader 100
umbenannt, tauschte also mit der I. Gruppe die Bezeichnung. Die neue I. Gruppe
lag zu diesem Zeitpunkt in Lechfeld und rüstete dort auf die Heinkel He 177 um.
Da auch die II. und III. Gruppe des Kampfgeschwaders 100 mit der Heinkel He 177
ausgerüstet waren, das Kampfgeschwader 4 jedoch mit der Heinkel He 111, erfolgte
dieser Tausch, um die "Reinrassigkeit" der Geschwader im Bezug auf die
Flugzeugausrüstung zu erreichen. Die Umschulung lief bis in das Jahr 1944.
Die II. Gruppe des Geschwaders lag zu Beginn des Jahres in Kalamanki bei Athen
sowie in Catania auf Sizilien. Die Gruppe hatte in den vorangegangenen Wochen
schwere Verluste hinnehmen müssen und flog im Januar 1944 nur vereinzelte
Einsätze. Im Februar 1943 wurde sie dem II. Fliegerkorps beim Luftwaffenkommando
Südost unter dem Luftwaffenkommando 2 unterstellt, im März wieder dem
Luftwaffenkommando Südost direkt. Am 10. April endete die Einsatztätigkeit der
Gruppe im Mittelmeerraum. In Kalamanki verblieb eine Einsatzstaffel mit 17
Maschinen, der Rest der Gruppe ging zur Umrüstung auf die Dornier Do 217 nach
Garz auf Usedom. Die in Kalamanki verbleibende Einsatzstaffel flog weitere
Einsätze zur Schiffsbekämpfung, bis sie am 10. November aufgelöst wurde.
In Garz wurde das mit der Dornier Do 217 E-5 ausgerüstetes Erprobungs-Kommando
15 in die II. Gruppe eingegliedert. In Garz wurde die Gruppe auch auf die
Fernlenkwaffen Hs 293 und PC 1400 geschult. Am 12. Juli verlegte die II. Gruppe
nach Istres bei Marseille, wo sie dem Luftflottenkommando 2 unterstellt wurde.
Am 17. Juli verlegte eine Kette der Gruppe nach Foggia in Mittelitalien, um von
dort aus die gegnerische Landungsboote vor Sizilien aus anzugreifen. Am 22. Juli
kehrte die Kette zur Gruppe zurück. Am 31. Juli verlegte die Gruppe mit 46
Maschinen nach Cognac, um alliierte Zerstörer in der Biskaya anzugreifen und so
das Einlaufen deutscher U-Boote zu sichern. Fierzu wurde die Gruppe dem
Fliegerführer Atlantik unterstellt. Am 25. August flog die Gruppe ihren ersten
Einsatz mit der Fernlenkwaffe Hs 293 und konnte dabei eine Sloop schwer und zwei
leichte Kriegsschiffe leicht beschädigen. Am 27. August gelang die Versenkung
der Sloop "Egret". Am 9. September kehrte die II. Gruppe nach Istres
zurück, um von dort aus die alliierte Landungsflotte zu bekämpfen. Am 11.
September bekämpften die II. und III. Gruppe Schiffseinheiten vor Salerno, wobei
zwei US-Kreuzer schwer beschädigt wurden. Am 19. November endete der Einsatz der
Gruppe im Mittelmeer. Sie wurde zur Auffrischung nach Eggebeck verlegt.
Die III. Gruppe, immer noch ausgerüstet mit der Arado 196 und der Heinkel
He 111 H 6, operierte von Salamanca und Eleusis aus zur Geleitzugsicherung und
zur Schiffsbekämpfung. Hinzu kamen U-Boot-Jagdeinsätze. Am 18. Februar 1943
wurde die Gruppe wieder zur Aufklärungsgruppe (See) 126 umbenannt und schied aus
dem Geschwaderverband aus.
Am 29. April 1943 wurde in Schwäbisch Hall aus der Kampfgruppe z.b.V. 21 eine
neue III. Gruppe des Kampfgeschwader 100 aufgestellt. Die Gruppe war mit der
Dornier Do 217 K 2 ausgerüstet. In Schwäbisch Hall wurde die Gruppe auch auf die
Fernlenkwaffen Hs 293 und PC 1400 geschult. Am 12. Juli verlegte die III. Gruppe
nach Istres bei Marseille, wo sie dem Luftflottenkommando 2 unterstellt wurde.
Am 17. Juli verlegte eine Kette der Gruppe nach Foggia in Mittelitalien, um von
dort aus die gegnerische Landungsboote vor Sizilien aus anzugreifen. Am 22. Juli
kehrte die Kette zur Gruppe zurück. Die Gruppe flog in der Folgezeit Angriffe
auf alliierte Schiffe in sizilianischen und süditalienischen Gewässern. Nach der
alliierten Kapitulation am 8. September 1943 lief die italienische Flotte nach
Malta aus. Die III. Gruppe wurde zum Angriff auf die Flotteneinheiten angesetzt,
wobei das italienische Schlachtschiff "Roma" durch PC 1400 X Fernlenkbomben
versenkt. Das Schlachtschiff "Italia" sowie zwei Zerstörer wurden beschädigt. Am
11. September bekämpften die II. und III. Gruppe Schiffseinheiten vor Salerno,
wobei zwei US-Kreuzer schwer beschädigt wurden. Am 16. September wurde das bas
britische Schlachtschiff "Warspite" von der III. Gruppe schwer beschädigt. Am
19. November endete der Einsatz der Gruppe im Mittelmeer. Sie wurde zur
Auffrischung nach Leck verlegt.
| Stab | I. Gruppe | II. Gruppe | III. Gruppe | IV. Gruppe | |||||
| Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst |
| 1. Januar 1943 | Glifada / Athen | 1. Januar 1943 | Morosowskaja | 1. Januar 1943 | Kalamanki / Athen | 1. Januar 1943 | Salamanca, Eleusis | 1. Januar 1943 | Chartres |
| 10. April | Garz auf Usedom | 2. Januar | Nowotscherkask | 10. April | Garz auf Usedom | 10. Januar | Eleusis | Mai | Schwäbisch-Hall |
| 10. Juli | Istres | 27. Januar | Saki auf der Krim | 12. Juli | Istres | 7. Mai | Giebelstadt | ||
| November | Toulouse | 27. Januar | Lemberg | 31. Juli | Cognac | 29. April | Schwäbisch Hall | ||
| 2. April | Salon de Provence | 9. September | Istres * | 12. Juli | Istres *** | ||||
| 27. April | Stalino | 4. November | Toulouse-Blagnac * | 19. November | Eggebeck *** | ||||
| 1. Juni | Seschtschinskaja | 19. November | Leck * ** | ||||||
| 7. Juni | Stalino | 9. Dezember | Toulouse-Blagnac * ** | ||||||
| 4. Juli | Poltawa | ||||||||
| 17. Juli | Stalino | ||||||||
| 3. August | Poltawa | ||||||||
| 9. August | Dnjepropetrowsk | ||||||||
| 9. September | Kirowograd | ||||||||
| 19. Oktober | Nikolajew | ||||||||
| 21. Oktober | Lechfeld | ||||||||
* 5. Staffel zwischen dem 24. Oktober und 10. Dezember 1943 im
Dodekanes und der Ägäis
** 4. Staffel zwischen dem 19. November 1943 und dem 9. März 1944 in Leck
*** 8. Staffel zwischen dem 20. September 1943 und dem 31. Mai 1944 in Fassberg.
Zu Beginn des Jahres 1944 befand sich das Kampfgeschwader 100 zur
Auffrischung in Toulouse, Lechfeld und Eggebeck, die IV. (Ergänzungs-) Gruppe
lag in Giebelstadt. Am 10. März 1944 wurde das Geschwader in ein
Fernkampfgeschwader umgegliedert. Der Geschwaderstab besaß nur noch eine
Maschine, die einzelnen Gruppenstäbe 3 Maschinen und jede Staffel nur noch neun
statt zwölf Maschinen.
Der Geschwaderstab lag zu Jahresbeginn in Toulouse. Er wurde am 20.
August aufgelöst.
Im Januar 1944 lag die I. Gruppe des Kampfgeschwaders 100 in Lechfeld, wo sie
auf die Heinkel He 177 umschulte. Die Gruppe unterstand dem IX. Fliegerkorps
beim Luftflottenkommando 3 und verlegte am 21. Januar mit der 2. Staffel nach Chateaudun in Frankreich. Die 3. Staffel folgte am 6. Februar. Von dort aus flog
die Gruppe Angriffe gegen London. Am 1. Mai 1944 kehrten die 2. und 3. Staffel
wieder nach Fassberg zurück, wohin nun auch die 1. Staffel verlegte. Die Gruppe
unterstand nun wieder dem Luftwaffenbefehlshaber Mitte beim Luftflottenkommando
3. Noch während der Auffrischung in Fassberg wurde die Gruppe Ende Mai 1944 in
III. / Kampfgeschwader 1 umbenannt und schied aus dem Geschwaderverband aus.
Die II. Gruppe lag in Toulouse-Blagnac zur Auffrischung und Schulung neuer
Besatzungen auf die Dornier Do 217 und die Fernkampfwaffe Hs 293. Nach der
alliierten Landung bei Anzio und Nettuno am 22. Januar 1944 flog die II. Gruppe
Einsätze gegen die alliierte Landungsflotte. Hierzu wurde die Gruppe dem
Luftflottenkommando 2 unterstellt. Zwischen dem 1. Februar und dem 30. April
flog die Gruppe zudem 7 Einsätze gegen alliierte Großgeleite vor der
nordafrikanischen Küste. Am 9. März verlegte die II. Gruppe (nur Stab und 5.
Staffel) zur Umschulung auf die Heinkel He 177 nach Aalborg-West. Die 4. Staffel
schulte bereits in Leck auf die Heinkel He 177 um und verlegte am 9. März
ebenfalls nach Aalborg-West. Am 31. Mai 1944 tauschten die 6. Staffel und die 8.
Staffel ihre Bezeichnungen, so dass die II. Gruppe nun aus drei Staffeln mit der
Heinkel He 177 bestand, die III. Gruppe aus drei Staffeln Dornier Do 217.
Die III. Gruppe des Kampfgeschwaders 100 lag zu Jahresbeginn 1944 in Eggebeck
bei Flensburg zur Auffrischung. Die 8. Staffel lag in Fassberg zur
Umschulung auf die Heinkel He 177. Am 13. Februar verlegte die Gruppe (ohne 8.
Staffel) nach Toulouse-Francazal, um von dort aus Einsätze gegen England, der
Biskaya und im Mittelmeerraum zu fliegen. Am 31. Mai 1944 tauschten die 6.
Staffel und die 8. Staffel ihre Bezeichnungen, so dass die II. Gruppe nun aus
drei Staffeln mit der Heinkel He 177 bestand, die III. Gruppe aus drei Staffeln
Dornier Do 217. Nach dem Beginn der alliierten Invasion in der Normandie am 6.
Juni 1944 flog die III. Gruppe ihren ersten Einsatz gegen die Invasionsflotte.
In den folgenden Wochen erlitt die Gruppe bei den Einsätzen in der Normandie
schwerste Verluste und wurde praktisch vernichtet. Die letzten Reste der Gruppe
wurden ab dem 15. August gegen die alliierten Landungen zwischen Cannes und
Toulon eingesetzt. Am 19. August 1944 wurde die Gruppe aus dem Einsatz gezogen
und die Reste wurden nach Giebelstadt verlegt. Die Bodenteile gerieten dabei in
den alliierten Vormarsch und erlitten ebenfalls schwere Verluste, so dass sich
nur kleine Restteile in Giebelstadt einfanden. Am 7. September 1944 wurde die
III. Gruppe für aufgelöst erklärt. Die verbleibenden Reste wurden in der 7.
Staffel zusammen gefasst. Aus dieser Staffel entstand schließlich die Bomber-
und Zielflugschule in Greifswald.
Die IV. Gruppe lag zu Jahresbeginn in Giebelstadt. Sie schule neue
Besatzungen für das Geschwader. Am 20. Juli 1944 wurde die 14. Staffel zur 3. /
Ergänzungs-Kampfgruppe 177. Der Rest der Gruppe wurde am 31. August 1944
aufgelöst.
| Stab | I. Gruppe | II. Gruppe | III. Gruppe | IV. Gruppe | |||||
| Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst | Datum | Fliegerhorst |
| 1. Januar 1944 | Toulouse | 1. Januar 1944 | Lechfeld | 1. Januar 1944 | Toulouse-Blagnac * | 1. Januar 1944 | Eggebeck ** | 1. Januar 1944 | Giebelstadt |
| 21. Januar | Chateaudun *** | 9. März | Aalborg-West **** | 13. Februar | Toulouse-Francazal ** | ||||
| Ende Mai | Fassberg | 19. August | Giebelstadt | ||||||
* 4. Staffel zwischen dem 19. November 1943 und dem 9. März
1944 in Leck
** 8. Staffel zwischen dem 20. September 1943 und dem 31. Mai 1944 in Fassberg.
*** 1. Staffel verblieb in Lechfeld, 3. Staffel erst ab dem 6. Februar 1944 in
Chateaudun
**** 6. Staffel zwischen dem 9. März und dem 1. Juni 1944 in Toulouse
Zu Beginn des Jahres 1945 bestand das Kampfgeschwader 100 nur noch aus der II. Gruppe in Aalborg-West. Dort schulte die Gruppe auf die Heinkel He 177 A 5 um. Aus Mangel an Betriebsstoff wurde die Gruppe nicht mehr eingesetzt und am 2. Februar 1945 aufgelöst. Die in Aalborg stehenden einsatzbereiten Flugzeuge wurden ausgeschlachtet, die Motoren abtransportiert und die Zellen zerstört. Das frei werdende Personal kam größtenteils zu den Fallschirmjägern oder zu Einheiten des Heeres.
| II. Gruppe | |
| Datum | Fliegerhorst |
| 1. Januar 1945 | Aalborg-West |
3. Kommandeure
Gruppenkommandeur Kampfgruppe 100:
18. November 1939 Major Heinrich Pusch
22. November 1939 Oberstleutnant Joachim Stollbrock
16. Februar 1940 Hauptmann Artur von Casimir
14. Juni 1940 Hauptmann Kurt Aschenbrenner
11. Juli 1941 Major Helmut Küster
Geschwaderkommodore:
29. November 1941 Oberstleutnant Heinz von Holleben
4. Mai 1943 Major Fritz Auffhammer
10. September 1943 Oberstleutnant Bernhard Jope
I. Gruppe
Gruppenkommandeure:
15. Dezember 1941 Major Helmut Küster
21. März 1942 Major Werner Hoffmann
Oktober 1942 Major Paul Claas
28. Juli 1943 Major Hansgeorg Bätcher
21. Oktober 1943 Hauptmann Hans-Gotthelf von Klackreuth
Oberleutnant Kurt Maier
II. Gruppe
Gruppenkommandeure:
15. Dezember 1941 Major Horst Röbling
15. Oktober 1942 Major Hermann Diekötter
30. Oktober 1942 Major Fritz Auffhammer
7. Mai 1943 Major Franz Hollweg
10. September 1943 Hauptmann Heinz Molinnus
4. Oktober 1943 Hauptmann Heinz-Emil Middermann
5. Mai 1944 Major Bodo Meyerhofer
11. Juni 1944 Hauptmann Hans Molly
III. Gruppe
Gruppenkommandeure:
20. September 1942 Major Schulz
31. Januar 1943 Major Busch
4. Mai 1943 Hauptmann Ernst Hetzel
28. Juli 1943 Hauptmann Bernhard Jope
10. September 1943 Hauptmann Gerhard Döhler
Dezember 1943 Hauptmann Herbert Pfeffer
12. Juni 1944 Hauptmann Wolfgang Vorpahl
August 1944 Hauptmann Heinrich Schmetz
IV. Gruppe
Gruppenkommandeure:
24. August 1940 Hauptmann Enno Russell
15. Februar 1942 Major Paul Claas
Oktober 1942 Major Eduard Zimmer
12. Juni 1943 Hauptmann Bernhard Jope
28. Juli 1943 Hauptmann Gerhard Döhler
10. September 1943 Hauptmann Willi Sielbersiepe
3. Literatur und Quellen:
Wolfgang Dierich: Die Verbände der Luftwaffe, 1935-1945, Motorbuch Verlag,
1976
Tessin, Georg, Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im
Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945, Band 14
Ulf Balke: Kampfgeschwader 100 "Wiking" Eine Geschichte aus Kriegstagebüchern,
Dokumenten und Berichten 1934 - 1945, Motorbuch Verlag, 1981
Bundesarchiv Freiburg, Signatur RL 10/493: Tätigkeitsbericht des Geschwaders mit
schematischen Darstellungen