SS-Freiwiligen-Grenadier-Regiment 45 (estn. Nr. 1)
Waffen-Grenadier-Regiment der SS 45 (estn. Nr. 1) (ab Juni 1944)
Feldpostnummern:
| Stab | 48001 |
| I. Bataillon | 56475 |
| II. Bataillon | 48958 |
| III. Bataillon | 13803 |
| IV. Bataillon | 56475 |
| 16. Kompanie | 58312 |
| 17. Kompanie | 48052 |
| 18. Kompanie | 48775 |
Aufgestellt am 12. November 1943 durch die Umbenennung des SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiments 1 der 3. Estnischen SS-Freiwilligen-Brigade. Das Regiment unterstand der 3. Estnischen SS-Freiwilligenbrigade, ab dem 24. Januar 1944 der 20. Estnischen SS-Freiwilligen-Division und ab Juni 1944 der 20. Waffen-Grenadier-Division der SS (estn. Nr. 1). Das Regiment wurde im November 1943 im Gebiet zwischen dem Meschno- und Nesherda-See gegen durchgebrochene Teile der Roten Armee eingesetzt. Im Dezember 1943 wurde das Regiment am rechten Flügel der Heeresgruppe Nord angesetzt. Am 24. Januar 1944 erfolgte die Unterstellung unter die 20. Estnische SS-Freiwilligen-Division. Am 8. Februar begann die Verlegung der Division nach Narwa. Dort wurden die Reste der 9. und 10. Feld-Divisionen (L) abgelöst. Am 25. Juli 1944 begann der russische Großangriff auf die Narwa-Stellung. Das Regiment wurde beim Kampf um die Grenadier- und die Kinderheim-Höhen eingesetzt. Dabei hat das Regiment schwerste Verluste hinzunehmen. Am 14. August 1944 wurden starke Teile des Regiments (I. Abteilung) der Kampfgruppe Vent unterstellt, um den durchgebrochenenen Feind zwischen Ostrow und dem Pleskauer See abzuriegeln. Die Kampfgruppe wurde bei Pölva eingesetzt. Da die Abriegelung nicht gelang, zogen sich die deutschen Einheiten und die Kampfgruppe am 24. August 1944 hinter den Emajogi zurück. Mitte September zog sich die Wehrmacht aus Estland zurück. Den Angehörigen des Regiments wurde es freigestellt, aus der Einheit auszuscheiden oder auf fremdem Boden weiterzukämpfen. Viele Angehörige des Regiments verließen die Einheit, um zu ihren Familien zurückzukehren. Die Division und das Regiment waren nun so geschwächt, daß sie im Oktober 1944 auf dem Truppenübungsplatz Neuhammer zusammengezogen wurden, um neu aufgestellt zu werden. In Neuhammer wurden alle verbleibenden estnischen Einheiten einschließlich der Selbstschutzeinheiten zusammengefaßt und der Division unterstellt. Es gelang, 11000 Esten sowie 2500 Mann deutsches Rahmenpersonal zusammenzuziehen.Nach dem Beginn der russischen Winteroffensive wurde die Division und das Regimentalarmiert und in den Raum östlich des sowjetischen Brückenkopfes über die Oder bei Brieg verlegt. Das Regiment verteidigte hier die Oder vor möglichen weiteren Übersetzversuchen. Es wurde jedoch mit schweren Verlusten hinter die Neiße bei Schurgast gedrückt und konnte auch hier nicht mehr halten. Die Division wurde mit dem XI. AK bei Oberglogau - Falkenberg - Friedberg eingeschlossen. Ein erster Ausbruchsversuch am 17. März 1945 scheiterte, erst am 19. März konnten sich die Reste der eingeschlossenen Verbände ohne schwere Waffen zu den deutschen Linien durchschlagen. Die Reste des Regiments wurden nach Ketzdorf bei Hirschberg kommandiert.Im April 1945 wurde das Regiment an die Front südlich von Goldberg verlegt und dort an der Front eingesetzt. Ende April marschierten die Reste des Regiments über Reichenberg nach Annaberg, wo sie vor der Roten Armee kapitulierten. Nur Einzelne gelangten bis zu den Linien der Westalliierten.
Kommandeure:
Regiment:
Freiwilligen-Obersturmbannführer Paul Vent
Waffen-Obersturmbannführer H. Riipalu
I. Bataillon:
Freiwilligen-Sturmbannführer Harald Riipalu
Waffen-Hauptsurmführer Paul Maitla
Waffen-Hauptsturmführer Elmar Lipping
II. Bataillon
SS-Sturmbannführer Elmar Lang
Freiwilligen-Hauptsturmführer Ludvig Triik
Waffen-Hauptsturmführer Erich Palk
III. Bataillon
unbekannt
IV. Bataillon
unbekannt